Immensee SZ

30. Juli 2017 20:07; Akt: 30.07.2017 20:33 Print

Schule richtet Anlaufstelle für Missbrauchs-Opfer ein

Das Gymnasium Immensee SZ hat eine Anlaufstelle für Opfer sexueller Übergriffe gegründet. Damit reagiert die Schule auf jüngste Berichte.

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Im Fokus: Die Schule von Immensee. (Archiv) (Bild: www.wikipedia.org)

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Die unabhängige Stiftung Linda in Aarau soll Hinweisen auf Übergriffe oder Missbrauch nachgehen, wie es auf der Homepage des Gymnasiums Immensee heisst. Die Anlaufstelle kläre mit den Betroffenen ab, welche Unterstützung sie brauchen und informiere das Gymnasium regelmässig in anonymisierter Form. Die «NZZ am Sonntag» berichtete über die neue Anlaufstelle.

Die Schule geriet im Mai in den Fokus der Öffentlichkeit, als der «Tages-Anzeiger» über den Fall einer ehemaligen Schülerin berichtete, welche nach eigenen Angaben in den 1990-er Jahren von einem Lehrer sexuell belästigt wurde.

Schulleitung reagierte rasch

Die Schulverantwortlichen hätten seinerzeit sofort reagiert und mit der Schülerin eine Aufarbeitung gestartet, schreiben Matthias Bachmann, Präsident der Stiftung Gymnasium Immensee, sowie Rektor Benno Planzer auf der Homepage der Schule. Damals seien die Verantwortlichen nicht davon ausgegangen, dass strafbare Tatbestände vorlägen. Aus rechtlicher Sicht habe es keinen Grund gegeben, den Lehrer zu entlassen.

Die Schule habe damals Richtlinien gegen Mobbing und sexuelle Belästigung erlassen sowie mit der Lehrerschaft eine Retraite zum Thema durchgeführt.

Die Stimme des Rektors

«Wir billigen keinerlei Übergriffe irgendwelcher Art. Empathie ja, aber immer im Rahmen einer professionellen Haltung zum Thema Nähe und Distanz. Für alles andere gilt an unserer Schule Nulltoleranz!», schreibt Rektor Planzer im aktuellen Schulmagazin «Dialog». Mögliche Vorfälle wolle die Schule mit Hilfe einer neutralen und unabhängigen Institution, der Stiftung Linda, aufarbeiten.

(fal/sda)

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