Sonntagsverkauf

03. November 2017 05:42; Akt: 06.11.2017 14:21 Print

Exodus aus der Stadt an Heiligabend befürchtet

Die Mall of Switzerland und viele andere Zentren haben an Heiligabend offen, in der Stadt sind die Läden zu – dies sei «widersinnig» und «konsumentenfeindlich», heisst es in der Stadt.

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Volle Gassen, offene Läden. So wird es am Sonntag, 24. Dezember 2017 in der Stadt Luzern nicht aussehen. Die Sonntagsverkäufe sind in der Stadt am 10. und am 17. Dezember, an Maria Empfängnis am 8. Dezember sind die Läden ebenfalls offen. Mall of Switzerland in Ebikon hat am Sonntag, 24. Dezember von 8-16 Uhr geöffnet. Das Emmen Center in Emmen ist am 24. Dezember offen: von 8 bis 16 Uhr. Der Pilatusmarkt in Kriens öffnet an Heiligabend seine Türen von 10 bis 16 Uhr. Das Einkaufscenter Zugerland in Steinhausen öffnet am 24. Dezember von 10 bis 16 Uhr. Das Einkaufscenter Rigimärt in Küssnacht am Rigi hat am 24. Dezember von 8 bis 15 Uhr offen. Das Mythen Center Schwyz in Ibach wird am 24. Dezember sogar von 8 bis 16 Uhr geöffnet sein. Das Shoppingcenter Tellpark in Schattdort hat am 24. Dezember auch von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Das Einkaufscenter Dorfmärt in Wolhusen hat an Heiligabend von 8 bis 15 Uhr geöffnet. Das Einkaufscenter Urnertor in Bürglen öffnet am 24. Dezember seine Türen von 8 bis 15 Uhr. Das Sarnen-Center in Sarnen wird am 24. Dezember von 8 bis 15 Uhr geöffnet haben. Der Surseepark in Sursee wird an Heiligabend ebenfalls von 8 bis 15 Uhr geöffnet haben. Das Seetal-Center in Hochdorf öffnet am 24. Dezember von 8 bis 15 Uhr. Nicht alle haben an Heiligabend jedoch offen: Das Löwencenter in Luzern bleibt am 24. Dezember geschlossen. Auch das Shopping-Center Schönbühl in Luzern wird an Heiligabend nicht offen haben. Das Einkaufscenter Länderpark in Stans bleibt am 24. Dezember ebenfalls geschlossen. Die Einkaufs-Allee Metalli in Zug bleibt am 24. Dezember auch geschlossen.

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Am Mittwoch, 8. November eröffnet die Mall of Switzerland in Ebikon. Angerichtet wird mit der grossen Kelle: Vor der Mall gibts im Dezember ein grosses Eisfeld, und auch an Heiligabend, heuer an einem Sonntag, kann man dort einkaufen. Genau wie im Emmen Center und vielen weiteren Einkaufszentren der Region (siehe Bilderstrecke).

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Nicht so in der Stadt Luzern, wo die Läden die neue Konkurrenz aus Ebikon seit Jahren fürchten: Dort und in den Shoppingcentern Schönbühl und Löwencenter sind die Geschäfte ausgerechnet am 24. Dezember geschlossen. Die City Vereinigung hatte vor einem Jahr gefordert, dass man am 24. Dezember 2017 ebenfalls offen haben will.

In der Stadt müssen Sonntagsverkäufe vor dem 24. sein

André Bachmann, Präsident der City Vereinigung, sagt, wieso dies nicht möglich gewesen ist: «In der Verordnung der Stadt Luzern steht, dass die zwei Sonntagsverkäufe im Dezember bei uns vor dem 24. stattfinden müssen. In anderen Gemeinden ist dies nicht der Fall. Deshalb war es in der Stadt nicht möglich, am 24. zu öffnen, dafür hätte es eine Änderung der Verordnung gebraucht.»

Die City Vereinigung sei aber auch gar nicht erpicht darauf, «dass die Läden an Heiligabend offen sind, sondern möchte eine konsumentenfreundliche Lösung, mit überall gleichen Öffnungszeiten». Für die auf «viel Goodwill gestossene Idee» der City Vereinigung Luzern eines langen Samstags am 23. Dezember und dafür keine Öffnung am 24. im ganzen Kanton hätte es laut Bachmann aber eine Gesetzesänderung gebraucht.

Mobilitätslawine aus der Stadt raus

Durch die Situation, dass die Stadtläden geschlossen, aber viele Einkaufszentren in der Region offen sind, entstehe für die Stadt ein wirtschaftlicher Schaden und ausserdem sei dies ein ökologischer Unsinn: «Aus der Stadt wird eine Mobilitätslawine hinaus in die Region losbrechen, die Autos werden sich stauen. Denn die Städter wollen am 24. einkaufen, vor allem Frischprodukte. Deshalb müssen sie in die Shoppings fahren. Das ist konsumentenunfreundlich.»

Die gegenwärtige Situation mit kommunal unterschiedlichen Öffnungszeiten hält die City Vereinigung für ein «widersinniges Flickwerk». An einem runden Tisch mit allen Beteiligten versuche man deshalb derzeit auf eine konsumentenfreundliche Lösung hinzuwirken.

«Die Kunden kaufen so spät wie möglich ein»

Bei der Mall of Switzerland verweist Direktor Jan Wengeler darauf, dass in der Stadt dafür die Läden an einem anderen Dezembersonntag geöffnet sind, während die Mall dann geschlossen bleibt. Für die Öffnung der Mall an Heiligabend habe man mehrere Standpunkte berücksichtigt: «Die Kunden kaufen heute gerne so spät wie möglich vor Heiligabend ein. Und wir haben uns mit unseren Mitbewerben abgesprochen», sagt er.

Es sei der Mall-Leitung bewusst, dass es für das Personal nicht schön sei, an Heiligabend zu arbeiten. Wengeler: «Deshalb haben wir auch nicht die möglichen Öffnungszeiten voll ausgeschöpft und schliessen um 16 Uhr, statt erst um 17 Uhr.»

(mme)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • lola am 03.11.2017 06:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Oje arme Welt

    Schrecklich. Nur noch der Konsum zählt. Mir tun die Verkäufer/innen leid, die bis 17.00 im Laden stehen müssen und nichts von Ihrer Familie haben. Mickriger Lohn und sich den ganzen Tag von kaufsüchtigen anmeckern lassen. Ohne mich. Ich meide alle Sonntagsverkäufe. Macht mal was zusammen. Backt Kekse, geht Spazieren, hört Weihnachtslieder, lest ein Buch.

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  • chris am 03.11.2017 06:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    lasst dem personal

    den feiertag - es gibt genug andere tage zum einkaufen!

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  • Xaver Gobet am 03.11.2017 06:02 Report Diesen Beitrag melden

    Nein am Sonntag einkaufen!

    Wir haben genügend Zeit in den normalen Oeffnungszeiten einkaufen zu gehen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Schlitzohr am 04.11.2017 20:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @ marko 32

    ich war schneller: Krass / schlimm / super

  • Einsichtiger am 04.11.2017 19:42 Report Diesen Beitrag melden

    Solch ein Irrsinn

    Wieso müssen Läden an Sonn- und Feiertageb überhaupt offen sein. Haben wir denn nichts anderes mehr los als konsumieren und konsumieren. Traurig wohin sich die Gesellschaft manövriert. Der Exodus ist vorhersehbar

  • Chris Zeller am 04.11.2017 13:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eine Schande

    Haben diese armen Leute wirklich nicht's anderes zu tun, als an einem Sonntag einzukaufen? Seit ihr heute nicht mehr fähig, die Einkäufe während der Woche zu erledigen? Denkt ihr auch einmal an die Menschen, die Dank euch, Arbeiten müssen? Ich finde das eine Schande, vorallem, wenn man sieht, wer an diesen Tagen alles Einkaufen geht.

    • Bluesky am 04.11.2017 19:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Chris Zeller

      Leider gibt es keine Kühlschränke mehr. Und die Einkäufe würden ja vorher schlecht werden. Die Leute haben Zuviel Freizeit, es ist ihnen zu langweilig. So geht man erst kurz vor Ladenschluss einkaufen, weil man ja sooo beschäftig ist und sich für so wichtig hält mit irgendeinem Mist. Was ich bevorzugen würde, wäre wenn an solchen Tagen auch die Gemeinde, Post, Bank...geöffnet hätten. Das wäre Dienst an Kunden.

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  • H. am 04.11.2017 12:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jommeris

    Ihr alle, die am lautesten schreien, ihr seid sicher die ersten, die am 24. noch ein Expess-Geschenk brauchen, und in die Läden rennen.

    • jasmin am 04.11.2017 13:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @H.

      nö nocht nie ging ich an einem sonntag einkaufen noch NIE. wissen sie ich KANN organisieren. nichtvgon sich auf andere lenken

    • Christmanderl am 04.11.2017 20:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @H.

      Ja leider kenn Sie mich nicht, sonst wüssten Sie dass ich am liebsten am 25.12. noch gerne Shoppen würde.

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  • Tito A am 04.11.2017 10:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Angebot vs Nachfrage

    Shops sollten, wie in jedem anderen Land auch, geöffnet sein wenn die Leute einkaufen möchten und dafür Zeit haben. Angebot / Nachfrage. Was bringen mir Öffnungszeiten unter der Woche von 9-5 wenn sowieso fast niemand einkaufen geht.

    • Pumpi am 04.11.2017 12:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Tito A

      Wie in welchen Ländern bitte? Das schweizerische Ladengesetz ist liberaler wie in den umliegenden Ländern. In Deutschland sind nur Souvenirgeschäfte in Touristenzentren geöffnet, aber keine Geschäfte in Städten oder Einkaufszentren, genauso in Italien, Frankreich, Österreich, Spanien, England, Schweden, Norwegen, Dänemark, Holland etc. Gönnt den Mitarbeitern endlich ihre Freizeit mit der Familie und organisiert euch, selbst unsere Grossmütter haben das bereits geschafft mit weniger Hilfsmittel wie jeder Haushalt heute aufweist. Weniger ist mehr, auch an diesen Tagen.

    • Erenel am 04.11.2017 20:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pumpi

      Ach, und darum können die meisten Kumpels aus Deutschland so gut wie täglich um 8 noch gemütlich einkaufen gehen, weils ja nur souvenirshops hat, die offen sind... ja ne ist klar...

    • Pumpi am 04.11.2017 23:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Erenel

      Es geht aber in diesem Forum vorwiegend um Sonn- und Feiertagsverkäufe und die sind bei den deutschen Kumpels nicht üblich. Ausserdem im grenznahen Gebiet gibt es mehr Geschäfte in der Schweiz die bis 21.00h geöffnet haben.

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