«Bonker Inferno»

06. Oktober 2014 07:47; Akt: 06.10.2014 07:47 Print

Luzerner Rap-Battle für die Kinoleinwand

Am Sonntag fand das Rap-Battle «Bonker Inferno» in Luzern statt: Die Rapper gingen dabei unzimperlich zur Sache. Ende Oktober wird der Film zum Battle im Bourbaki zu sehen sein.

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Das Adrenalin war am Sonntagnachmittag im Luzerner Treibhaus förmlich greifbar. Organisator und Gründer Philipp Kathriner (24) lud zum Rap-Battle «Bonker Inferno»: 12 Rapper traten insgesamt gegeneinander an. Darunter der Szenen-Held Mimiks und weitere Luzerner Rapper wie Marash, LCone oder Melo. Ausserdem dabei: verschiedene Rapper aus Zürich, Bern und Graubünden.

«Es gibt keine Ausreden»

Im Vordergrund des Anlasses stehe «vor allem die Qualität der Battles», sagt Kathriner. «Das Projekt lebt von den Texten der Rapper und der Reaktion des Publikums», fügt er hinzu. Kathriner organisiert den Anlass bereits zum dritten Mal. Die Veranstaltung wird jeweils von einem Film-Team aufgezeichnet. «Wir filmen beim Battle eiskalt durch. Texthänger fallen somit sogleich auf – was auch der Reiz dieses Battles ist», so Kathriner. Die Rapper bereiten im Vorfeld des Battles zwei Strophen vor – zugeschnitten auf ihren Gegner: «Hier muss man hinstehen und sich beweisen, etwa wie ein Gladiator», sagt Mimiks. Erschwerend kommt hinzu, dass die Darbietungen der Rapper nicht von Beats unterstützt werden – jedes Wort ist genau verständlich: «Das ist das Geile an Accapella-Battles. Es gibt keine Ausreden», sagt der Moderator des Anlasses, Pablo Vögtli.

Echter Streit

«Bonker Inferno» geniesst laut Kathriner ein hohes Ansehen in der Rap-Szene. Über 170'000 Mal wurden die Rap-Clips auf Youtube bisher angeklickt. Finanziert wird die Veranstaltung mit Hilfe von Sponsoren und Kulturfördergeldern. Viel ehrenamtliche Arbeit ist dabei: «Natürlich machen wir keinen finanziellen Gewinn. Mit dem Erlös aus den Kino-Eintritten zahlen wir die Filmcrew», sagt Kathriner.

Im Vorfeld des Battles sorgte ein Thema für reichlich Gesprächsstoff, wie Vögtli erklärt: «Am diesjährigen Bonker Inferno gibt es erstmals eine Paarung mit echter Antipathie.» Grund dafür ist die Zürcher Gruppe um Rapper Jayquilibrium, die über Facebook immer wieder scharf gegen Mimiks geschossen hatte. Die Anfeindungen wurden dem Luzerner zu viel: «Mimiks forderte die Crew auf, ihren besten Vertreter gegen ihn antreten zu lassen», so Vögtli. Bei der Filmpremiere am 25. Oktober im Kino Bourbaki werden die Besucher sehen können, wie sich Mimiks mit Jayquilibrium duelliert hat.

Bonker Inferno Vol. 2: So wurde 2012 gebattelt.

(cza)

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