Ruosalp UR

21. Oktober 2017 08:42; Akt: 21.10.2017 10:34 Print

Roboter-Suche nach Verschütteten abgebrochen

Ein Bagger-Roboter sollte die Hindernisse bis zu jener Stelle, an der zwei Vermisste vermutet werden, wegräumen. Das ist nicht gelungen.

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Weil das Gebiet oberhalb des Wegs zwischen der Ruosalp und Alplen in der Gemeinde Unterschächen UR auch über eine Woche nach dem Felssturz für eine Bergung durch Menschenhand zu gefährlich ist, wurde ein Roboterbagger eingesetzt: Der Bagger im Einsatz. (19. Oktober 2017) Mit einem ferngesteuerten Bagger suchen Arbeiter nach zwei Verschütteten: Eine Nahaufnahme des eingesetzten Modells. (Archiv) Weil der Hang über dem Weg nach dem Felssturz instabil war, mussten die Bergungsarbeiten abgebrochen und stattdessen Felssicherungsarbeiten aufgenommen werden: Am Vormittag installierten Arbeiter Sicherheitsnetze über dem Weg. (19. Oktober 2017) Statt wie ursprünglich geplant rund eine Woche dauern die Sicherungsarbeiten zusätzliche zwei Wochen – das liegt insbesondere an den vorhandenen Felsverkarstungen. (19. Oktober 2017) Gegen 11 Uhr arbeitete sich schliesslich der ferngesteuerte Bagger von der Bergseite her zum Schuttkegel, wo die beiden Vermissten vermutet werden. Dort beförderte er auf dem Weg liegendes Gestein zu Tal. Die Arbeiten suchen mit dem ferngesteuerten Bagger weiterhin nach den zwei Verschütteten, die seit dem Felssturz vom vorletzten Dienstag als vermisst gelten. Statt wie ursprünglich geplant rund eine Woche dauern die Sicherungsarbeiten zusätzliche zwei Wochen: Die Situation am Dienstag nach dem Felsabbruch. (10. Oktober 2017) So sah die Stelle vor dem Unglück aus. (undatierte Aufnahme) Bild: Leser-Reporter 20 Minuten Hier wird der Roboterbagger beim Tanklager neben dem Flughafen Zürich getestet. Hauptmann Ruedi Huber (l.) und Major Reto Pfister (Mitte) von der Kantonspolizei Uri informieren über die Lage. (11. Oktober 2017) Bild: Screenshot Live-Stream Nach der Polizei informiert der Geologe Daniel Bieri von der Geotest AG. (11. Oktober 2017) Bild: Screenshot Live-Stream Ein Offizier der Urner Kantonspolizei erklärte, Spezialisten und ein Geologe würden ins Gebiet fliegen, sich oberhalb der Absturzstelle abseilen und lose Steine und Felsen entfernen. (undatierte Aufnahme) Bild: Leser-Reporter 20 Minuten

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Der Einsatz eines Baggerroboters auf dem verschütteten Felsenweg im Gebiet Ruosalp UR ist abgebrochen worden. Es gelang nicht, mit ihm die Hindernisse bis zu jener Stelle wegzuräumen, an der zwei Verschüttete vermutet werden.

Der ferngesteuerte Bagger war auf rund 1500 Meter Höhe in der Gemeinde Unterschächen gebracht worden und hatte am Mittwoch die Arbeit aufgenommen. Er beförderte Gestein zu Tal und hätte auch Baumaschinen aus dem Weg räumen sollen, die beim Felssturz vom 10. Oktober verschüttet wurden. Hinter diesen werden zwei vermissten Arbeiter vermutet.

Fels instabil

Der Weg konnte zwar bis zu einem eingeklemmten Bohrgerät freigelegt werden, wie die Urner Kantonspolizei mitteilte. Dieses konnte der Bagger aber nicht beseitigen.

Für die Bergung der beiden Personen müssen am Ende Arbeiter vor Ort gehen. Das ist aber nicht möglich, solange der Felsen über der Unfallstelle zu instabil ist. Man habe sich durch den Baggerroboter einen Zeitgewinn erhofft, sagte Einsatzleiter Ruedi Huber auf Anfrage. Bergungskräfte hätten direkt zu den Verschütteten vordringen können, sobald die Freigabe erteilt wird.

Schwerere Bagger nötig

Nun werden die Sicherungs -und Säuberungsarbeiten am Fels übers Wochenende weitergeführt, vorausgesetzt das Wetter lässt dies zu. Sobald es zulässig sei, Personen in den gefährdeten Bereich zu schicken, werden diese mit einem schwereren Bagger die Räumungsarbeit fortführen.

Die zwei Einheimischen im Alter von 26 und 62 Jahren waren bei Bauarbeiten an dem Felsenweg von 2000 Kubikmeter herabstürzendem Gestein überrascht und verschüttet worden. Ein dritter Arbeiter konnte sich befreien und wurde verletzt ins Spital gebracht. Weil der Hang über dem Weg nach dem Felssturz instabil war, mussten die Bergungsarbeiten abgebrochen werden.

(sda)

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