Kanton Schwyz

31. Oktober 2016 11:15; Akt: 31.10.2016 12:07 Print

Bauern fordern Wolfsjagd ohne Einschränkungen

Weil der Wolf den Nutztieren, der Jagd und dem Tourismus schade, wollen ihm die Schwyzer Bauern an den Kragen: Er soll ohne Rücksicht auf die Population bejagt werden.

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Die Bauernvereinigung des Kantons Schwyz hat genug von Isegrim: Dies, weil in den vergangenen Jahren immer wieder Nutztiere von Wölfen gerissen worden waren. Die Konflikte zwischen der Landwirtschaft und Grossraubtieren hätten in rasantem Mass zugenommen.

Umfrage
Sollen Wölfe ohne Einschränkungen gejagt werden können?
9 %
62 %
29 %
Insgesamt 3572 Teilnehmer

Die Vereinigung fordert nun mit Nachdruck die Umsetzung der Motion Fournier, wie das «Höfner Volksblatt» berichtet. In seinem Vorstoss fordert der Walliser Ständerat eine Lockerung der Schutzbestummungen.

Wolfsschutzverein über Forderung empört

Wölfe sollen gejagt werden können, um negative Auswirkungen auf Tourismus, Landwirtschaft und Jagd zu verhindern. Nach dem Willen des Bundesrats sollen Wölfe aber nur erlegt werden dürfen, wenn die Population nicht gefährdet wird. Die Bauernvereinigun übt Kritik am Bundesrat. Dies, weil er «immer noch eine überlebensfähige Wolfspopulation und damit eine Vervielfachung des heutigen Bestandes fördern will». Eine Reduktion der Konflikte mit dem Tier scheint deshalb für die Bauernvereinigung unmöglich.

Kein Verständnis für die Forderung hat der Verein CHWOLF: Dessen Präsidentin Christina Steiner bezeichnet die Forderung der Bauernvereinigung schlicht als «unglaublich». Erst vor kurzem war im Kanton Uri ein Wolf erlegt worden. Das Tier wurde zum Abschuss freigegeben, nachdem es innerhalb von rund zwei Monaten knapp 50 Schafe gerissen hat. «Wenn wir die Wölfe weiterhin einfach töten, ist damit längerfristig niemandem geholfen», sagte damals Sara Wehrli, Leiterin der Fachstelle für Wildtiere, zum Abschuss.

(gwa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Theo am 31.10.2016 11:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Winke

    Danke liebe Bauern der Kanton Schwyz ist für Ausflüge gestrichen. Ich gehe lieber dahin wo die Natur respektiert wird - wer seine Nutztiere nicht schützen will sollte sich besser eine andere Aufgabe suchen.

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  • antidas am 31.10.2016 11:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    typisch dummer Mensch

    Die Nutztiere könnten auch in eingezäunten Weiden, unterhalb der Berge untergebracht werden. Der Wolf folgt nur seinem Instinkt und der Mensch denkt wieder mal die Berechtigung zu haben ein anderes Lebewesen ohne Einschränkung zu reduzieren. Traurig

  • PS:L am 31.10.2016 11:45 Report Diesen Beitrag melden

    Überfordert - Dann den leichten Weg

    Immer die Gleichen, die immer das Gleiche fordern: Sobald etwas kompliziert wird, soll es abgeschoben, abgeschossen oder eliminiert werden. Der Wolf war vor euch da, also kommt mit ihm klar! Man löst keine Probleme in dem man Veränderungen einfach nicht zulässt! Ausserdem haben wir weit wichtigere Probleme als die 4 Schafe die jeden Monat hopps gehen...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Seebär am 01.11.2016 19:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...Subventionen streichen.

    ..den Bauern sollten in diesem Fall alle Subventionen gestrichen werden!

  • Bardo Jaeger am 01.11.2016 09:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lieber Natur als Schwyzer-Bauern

    Nur zu, alles totschlagen wegen ein paar Bauern, welche nicht marktkonform Milch und teures Fleisch produzieren, das niemand haben will und die von durch uns finanzierten Subventionen leben ! Brauchen wir solche Schwyzer-Bauern überhaupt noch ?

  • Spaniel am 01.11.2016 06:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wolf im Schafspelz

    Die Wölfe Schäden dem Tourismus-so ein Unsinn. Ich glaube eher: Der Bauer ist der Wolf im Schafspelz- fordern bis zum geht nicht kehr.

    • Seppl am 01.11.2016 17:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Spaniel

      Direkt wird der Wolf wohl keinen Einfluss auf den Tourismus haben. Das es in Zukunft vermehrt zu Zwischenfällen zwischen Schutzhunden und Wanderern kommen wird liegt bei der zu erwartenden Anzahl an Schutzhunden auf der Hand. Auch muss befürchtet werden, dass es vermehrt zu Zwischenfällen durch "aufgebrachte" Mutterkühe kommen wird. Solche Sachen sprechen sich schnell herum und das Gebiet wird gemieden.

    einklappen einklappen
  • Er Cla am 31.10.2016 13:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Ja und wir firdern dass der wolf jagen kann und am leben bleibt!!

  • Pädu am 31.10.2016 12:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Typisch

    Schäme mich immer mehr in diesem Kanton zu leben. Und einige Bauern sollten sich selbst mal an der Nase nehmen. Unfreundlich und wenn ich so in einige Ställe schaue... Na ja, dann wird mir so richtig übel und ich könnte platzen vor Wut. Aber Hauptsache immer gegen etwas stänkern. Kritikfähigkeit - Fehlanzeige.

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