Mentoring-Programm

26. August 2016 05:27; Akt: 26.08.2016 11:12 Print

Luzerner Studis greifen Schülern unter die Arme

Nach Erfolgen in anderen Städten kommt das Mentoring-Programm «Rock Your Life!» nach Luzern. Ziel: Benachteiligten Schülern den Berufseinstieg erleichtern.

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Das Mentoringprogramm «Rock Your Life!» unterstützt Schüler der 8. und 9. Klasse beim Berufseinstieg. Und zwar jene, die etwa zu wenig Support von den Eltern erhalten. Sei es, weil diese kaum Zeit haben oder weil ihnen wegen ihres Migrationshintergrundes das Wissen über das Schulsystem oder die Sprachkenntnisse fehlen.

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«An Schulen mit hoher sozialer Durchmischung stellen wir unser Programm vor und suchen nach interessierten Schülern», sagt Geschäftsführerin Anna Leuenberger. Derzeit seien zwei Partnerschulen in der Stadt und Agglomeration Luzern mit an Bord. Später sollen weitere hinzukommen.

Die Organisation besucht nun Schulklassen und wirbt für ihr Programm. Gleichzeitig werden an den Hochschulen Studenten gesucht, die als Mentoren am Programm mithelfen wollen. Die interessierten Schüler sollen mit Studenten zusammengebracht werden, die sie danach betreuen werden. Gebildet werden die Mentoring-Paare an einer Matching-Veranstaltung. Dort lernen sich die Projektteilnehmer kennen und geben anschliessend ihre Wunschpartner an – ähnlich wie beim Speeddating. «Ziel ist es, dass wir mit 20 bis 30 Paaren starten können.»

Studis sollen «grosse Geschwister» sein

Die Studis begleiten ihre Schützlinge bei der Berufswahl und sollen diese mit ihrem Wissen unterstützen oder ihnen bei Bewerbungen helfen. «Zudem werden gemeinsam mit Partnerfirmen Workshops organisiert. Beispielsweise wie man eine Bewerbung schreibt oder wie man sich auf ein Bewerbungsgespräch vorbereitet.» Darüber hinaus sollen die Studis auch in die Rolle der «grossen Geschwister» schlüpfen und den Schülern auch in persönlichen Sachen zur Seite stehen.

Für das Programm brauchen die Studis keine spezielle Ausbildung, jedoch erhalten sie von der Organisation eine Schulung. «Wir achten etwa auf die Offenheit und das Verantwortungsbewusstsein», so Leuenberger. Zudem müssen sie einen Strafregisterauszug vorlegen. «Die Mentoring-Paare werden von uns während des Programms begleitet.»

«Rock Your Life!» führt auch in Bern, Zürich, St. Gallen, Fribourg und Chur Mentoring-Programme durch und arbeitet mit lokalen Berufsinformationszentren und Partnerunternehmen zusammen. Seit 2013 konnten so 149 Mentoring-Paare gebildet werden. Auch in Basel soll das Projekt lanciert werden. Finanziert wird das Programm von Stiftungen, Unternehmen und der öffentlichen Hand.

(gwa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sw am 26.08.2016 07:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Studenten?

    Grundsätzlich eine tolle Idee und ich denke so etwas braucht es. Aber Studenten? Ich meine da wird es ja den einen oder anderen mit Berufserfahrung haben aber die meisten haben von diesem ganzen Prozess keine Ahnung! Wieso nicht Lehrlinge? oder Lehrabgänger? Die hätten den Prozess schon hinter sich und könnten mit wirklich nützlichen Tipps zur Seite stehen.

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  • Frédéric am 26.08.2016 12:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Ich bin selber Student und habe nach der Matura 3 Jahre gearbeitet. Viele Studenten arbeiten zudem neben dem Studium. Finde es schlimm dass viele Leute ständig solche Vorurteile gegenüber Studenten haben von wegen "keine Erfahrungen, Realitätsfremd, faul.. ".

  • Studentin am 26.08.2016 12:34 Report Diesen Beitrag melden

    Auch Studenten können helfen!

    Warum sollen Studenten nicht helfen können? Ich bin Studentin und habe während den Semesterferien und für Praktika an verschiedenen Orten gearbeitet. Von Schokolade verpacken in der Confiserie Bachmann, zu Fliessbandarbeit in einer Maschinenfabrik, Kirschernte in der Hochsaison auf einem Bauernhof bis zu raumplanerischen Arbeiten in einem Raumplanungsbüro war alles dabei. Ich habe einem Mann geholfen Arbeit zu finden, nachdem er über 6 Monate arbeitslos war. Nachdem ich mit ihm seine Bewerbung überarbeitet habe, hatte er innerhalb eines Monats einen neuen Job! Also weg mit den Vorurteilen!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Cocitoni am 27.08.2016 11:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zu früh aus der Schule

    Gute Ide.Wär sicher nicht Schlecht auch für mein Sohn. Da ich alleinerziehend bin 100% Arbeite und das noch Schicht würde das so etwas für meinen Sohn gut tun. Er ist jetzt 14 und kommt nächstes Jahr aus der Schule aber leider keine Ahnung was er will! Trotz Beratung und so.

  • John am 26.08.2016 21:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bewegung

    Es gibt in allen grossen Unis in Europa eine neue richtung, die heisst,Identitäre Intelektuelle bewegung. Aber ohne die Schweiz leider.

    • leandra am 27.08.2016 17:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @John

      ja auch bei uns wirt die enstehen, leider sind nicht allen offen für die Realität und die auswirkungen im Asylwesen.

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  • Studentin am 26.08.2016 12:34 Report Diesen Beitrag melden

    Auch Studenten können helfen!

    Warum sollen Studenten nicht helfen können? Ich bin Studentin und habe während den Semesterferien und für Praktika an verschiedenen Orten gearbeitet. Von Schokolade verpacken in der Confiserie Bachmann, zu Fliessbandarbeit in einer Maschinenfabrik, Kirschernte in der Hochsaison auf einem Bauernhof bis zu raumplanerischen Arbeiten in einem Raumplanungsbüro war alles dabei. Ich habe einem Mann geholfen Arbeit zu finden, nachdem er über 6 Monate arbeitslos war. Nachdem ich mit ihm seine Bewerbung überarbeitet habe, hatte er innerhalb eines Monats einen neuen Job! Also weg mit den Vorurteilen!

  • Frédéric am 26.08.2016 12:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Ich bin selber Student und habe nach der Matura 3 Jahre gearbeitet. Viele Studenten arbeiten zudem neben dem Studium. Finde es schlimm dass viele Leute ständig solche Vorurteile gegenüber Studenten haben von wegen "keine Erfahrungen, Realitätsfremd, faul.. ".

  • Simon am 26.08.2016 10:02 Report Diesen Beitrag melden

    Berufsinformationszentren

    Es gibt hier bereits Berufsinformationszentren. Alles, was es dazu braucht, ist EIGENINITIATIVE! Ich denke, die Schweiz ist ein Land, in welchem es zu Hauf Angebote in diesem Bereich gibt. Aber ich will den Studenten mit Geltungsdrang natürlich nicht vor der Sonne stehen.

    • Ang07 am 26.08.2016 10:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Simon

      Was zum Teufel hat das mit Geltungsdrang zu tun? Ich sehe das als Erweiterung des Angebots. Das BIZ ist gut und recht und leistet sicherlich gute Arbeit, aber der persönliche Bezug zum/zur Bertaer/in dort, wird wohl tendenziell weniger eng sein, wie das bei einem/r +/- Gleichaltrigen möglich ist. Wieso jetzt ein Studi, der helfen will, an Geltungsdrang leiden soll, ist mir schleierhaft...

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