Frechheit

06. September 2012 23:58; Akt: 06.09.2012 18:00 Print

«No Gays»: Clubs diskrimieren Schwule

von Lena Berger - Ausgelacht und weggewiesen: In Luzerner Clubs werden Schwule offenbar öfters diskriminiert. Ein Fall sorgt jetzt für Protest.

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Jörg Marti, Präsident der Homosexuellen Arbeitsgruppe Luzern (HALU), wünscht sich von Luzerner Clubs mehr Feingefühl. (Bild: GWA)

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Angele S.* ist sauer: Als er letzten Samstag ins Schwarze Schaf wollte, kam er nicht rein. Beim Türsteher hiess es «Heute nur mit Begleitung». «Als ich ihm erklärte, dass ich mit meinem Freund da sei, lachte er und sagte ‹Du bist schwul? Heute nicht.›», ärgert sich S. Er habe es satt, sich vor Türstehern behaupten zu müssen. «Das passiert mir fast jedes Wochenende», so S.

Mitarbeiter besser schulen

Der Fall sorgt bei der Lesbischwulen Konferenz Zentralschweiz für Empörung. «Mit Begleitung heisst, dass nur Paare reingelassen werden – da sollte es egal sein, wie sich dieses zusammensetzt», findet Leiter Stefan Gassmann. Genauso sieht man es bei der Homosexuellen Arbeitsgruppe Luzern. Dort hat man schon mehrfach von solchen Fällen gehört. «Die Clubs sollten ihr Personal besser schulen, um solches zu verhindern», findet Präsident Jörg Marti.

Club geht der Sache nach

Das Schwarze Schaf nimmt die Kritik ernst. Geschäftsführer Ali Manouchehri hat sich bei Angele S. entschuldigt und ihn zu einem Apero eingeladen. «Wir diskriminieren niemanden, müssen aber auf ein gesundes Verhältnis von weiblichen und männlichen Gästen achten.» Deshalb könne nicht allen Gästen Einlass gewährt werden. «Wir werden nun sauber abklären, ob eine solche Aussage von einem unserer Mitarbeitern gemacht wurde.»
*Name geändert

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