Luzern

07. August 2017 16:38; Akt: 08.08.2017 01:28 Print

Wollte sich Autoraser an Polen rächen?

von Daniela Gigor - Der Fahrer des Autos, das in der Nacht auf Sonntag in die drei Polen raste, dürfte vor der Tat angepöbelt worden sein. Dies sagt ein Zeuge.

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Ein Video eines Augenzeugen zeigt die Sanitäter am Unfallort im Gewerbegebiet Ibach.

Ein Auto ist in der Nacht auf Sonntag im Luzerner Stadtteil Ibach in eine Gruppe von drei Polen gefahren. Einer der Männer verstarb vor Ort. Ein zweiter Mann wurde schwer und der dritte leicht verletzt. Nach der Tat machte sich der Automobilist aus dem Staub. Bereits am Sonntagmorgen konnte die Luzerner Polizei ein silberfarbenes Auto sicherstellen und zwei Personen festnehmen. Die beiden Männer werden zur Zeit noch befragt.

Opfer waren zuvor auf dem Strassenstrich

20 Minuten konnte exklusiv mit einem Zeugen* sprechen: «Die drei Polen haben davor beim Strassenstrich wie auch auf der Reusseggstrasse Prostituierte, Freier und andere Personen angepöbelt und randaliert.» Alle drei Männer seien von grosser Statur gewesen. Dann hörte der Zeuge plötzlich einen lauten Knall: «Es war wie ein Terroranschlag.»

Bei den mutmasslichen Autoinsassen soll es sich laut Gerüchten um zwei Bosnier handeln, sagt der Zeuge weiter. Und: «Diese dürften ebenfalls von den Polen angepöbelt worden sein.» Möglicherweise war also Rache das Motiv der Täter, mit dem Auto in die Polen zu fahren.

Staatsanwaltschaft informiert am Dienstag

Als er kurz darauf beim Tatort ankam, sah er zwei Personen am Boden liegen. «Ich dachte, beide Männer sind tot», sagt der Zeuge. Der eine Mann habe überall geblutet. Der Zweite habe sich über längere Zeit nicht mehr bewegt.

Die Staatsanwaltschaft wollte am Montag keine Informationen bestätigen. Laut der Luzerner Polizei werde am Dienstag oder Mittwoch weiter informiert.

* Name der Redaktion bekannt

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