Kanton Obwalden

18. Mai 2015 16:20; Akt: 18.05.2015 17:33 Print

Wildes Campieren soll legal werden

Das Campinggesetz soll in Obwalden noch lockerer werden – dies fordert ein Stimmberechtigter aus Sachseln. Den Campingbetreibern gefällt das gar nicht.

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Ein Stimmberechtigter aus Sachseln fodert, das Campinggesetz weiter zu lockern. (Bild: Keystone/Martin Ruetschi)

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Das vom Obwaldner Kantonsrat im Dezember 2014 beschlossene neue Campinggesetz lässt unter anderem einmaliges Übernachten in Zelten und Wohnwagen auch ausserhalb von Campingplätzen zu. Mit der eingereichten Volksmotion will der Stimmberechtigte aus Sachseln das neue Campinggesetz weiter lockern. Er möchte, dass die Bestimmung nicht nur ein-, sondern auch zweimaliges Übernachten ausserhalb von Campingplätzen zulässt. Dies teilte die Obwaldner Staatskanzlei am Montag mit.

Ganz anders sehen dies die Obwaldner Campingbetreiber aus Lungern, Engelberg und Sachseln. Anfang April verlangten sie, dass die Bestimmung zum einmaligen Übernachten ersatzlos gestrichen werde – ebenfalls mit einer Volksmotion. Die Campingbetreiber fürchten weniger Gäste auf ihren Plätzen und kritisieren eine Ungleichbehandlung durch das neue Gesetz. Betreiber von Campingplätzen müssten etwa Tourismusabgaben zahlen und für die Entsorgung aufkommen, während das Gesetz neu Übernachten auf irgendwelchen Plätzen gratis ermögliche, sagten die Betreiber.

Parlament lockerte Campingverbot

Der Kantonsrat hatte das Gesetz am 4. Dezember 2014 in zweiter Lesung verabschiedet. Er lockerte damit das generelle Campingverbot in Obwalden ausserhalb von Campingplätzen. Einmaliges Campieren etwa von Touristen auf der Durchreise mit dem Einverständnis der Landbesitzer wollte der Rat ebenso ermöglichen wie das Übernachten in Wohnwagen, Wohnmobilen oder Zelten am Rande von Grossanlässen.

(as/sda)

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