Zug und Schwyz

01. Dezember 2016 09:13; Akt: 01.12.2016 09:49 Print

Unbekannte knacken mit Trojaner E-Banking-Konten

Mehrere Personen in den Kantonen Zug und Schwyz sind Opfer eines Trojaners geworden: Ein auf deren Computer eingeschleustes Programm löste unbemerkt Zahlungen aus.

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Wegen des Trojaners verloren die Betroffenen mehrere zehntausend Franken. (Symbolbild/Keystone/Anthony Anex)

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Die Kantonspolizeien Zug und Schwyz ermitteln: Das auf den Computern der Betroffenen eingeschleuste Programm löste unbemerkt Zahlungen in Höhe von mehreren zehntausend Franken aus.

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Ins Visier der Behörden geraten bei solchen Phishing-Angriffen auch immer wieder Personen, die der unbekannten Täterschaft als Mittelsmänner dienen.

Im vorliegenden Fall wurden die vom Trojaner ausgelösten Zahlungen auf das Konto einer Privatperson überwiesen, wie die beiden Kantonspolizeien am Donnerstag mitteilten. Dieser Helfer wurde vorgängig durch die Betrüger kontaktiert.

Interessierte werden mit Provisionen geködert

Oft nutzen Betrüger tatsächlich existierende Firmen, indem sie in deren Namen über Jobplattformen, fingierte Internetseiten oder soziale Netzwerke Jobangebote offerieren, heisst es in der Mitteilung.

Interessierte werden aufgefordert, ihr Bankkonto zur Verfügung zu stellen, um Gelder von angeblichen Kunden der Firma zu empfangen. Anschliessend müssen sie dieses Geld abheben und per Post oder über Zahlungsplattformen ins Ausland verschicken. Als Gegenleistung dürfen die Arbeitnehmer einen kleinen Betrag als Provision behalten.

Wer solche «Jobs» annimmt, gerät ins Visier der Behörden, warnen die Kantonspolizeien von Zug und Schwyz. «Die Geldbeträge sind betrügerisch erlangt worden.» Wer Geld aus solchen Handlungen entgegennimmt und weiterleitet, macht sich der Geldwäscherei strafbar.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sylvia S. am 01.12.2016 10:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    niemals öffnen!!!

    ich habe gestern eine Mail mit Absender "UBS Kontoinformation" erhalten, welches jedoch in meinem Spamfilter gelandet ist. Eine Bank schickt einem NIEMALS Mails außerhalb des eigentlichen e-bankings, wofür man sich bekanntlich via Passwörter und Sicherheitscodes extra einloggen muss.

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  • Justus am 01.12.2016 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    Danke für die Tipps

    An alle, die hier vor bestimmten mail-betreffs warnen. Vielen Dank dafür. Ein etwas allgemeinerer Tipp ist, sich die absende-emailadresse anzuschauen. Oft steht da ein Name, wenn man (oft rechts direkt daneben) auf den Haken klickt, sieht man die ganze email-adresse. und ist die seltsam, also mit googlemail oder so, dann definitiv Finger weg von den Anhängen.

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  • PascalM am 01.12.2016 10:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wechselt zu gutem eBanking

    Daher muss bei der UBS jede Transaktion an einen neuen Begünstigen mit der AccessCard signiert werden (out-of-band). Solcher Trojaner hätten da also keine Chance.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • 807687 am 04.12.2016 22:06 Report Diesen Beitrag melden

    Mails von "Banken"

    landen bei mir im Spam, sogar die von der Postfinance. Und ich weiss auch, warum ich kein eBanking mache. Und noch nie gemacht habe. Und nie machen werde. Und das, obwohl ich eine Firma habe. Das kostet ganz schön Geld bei den Auslandzahlungen (CHF 32.--/Transaktion Strafe, weil man nicht SEPA mitmacht).

  • Heinz am 02.12.2016 21:57 Report Diesen Beitrag melden

    Linux

    Benutze schon seit Jahren Linux, da bin ich systembedingt vor solchen Attacken geschützt und dass erst noch ohne Virenscanner! Gewisse Banken haben leiden nur Apps die auf Windows laufen, dazu habe ich extra ein Windof in einer virtuellen Box nur für e-banking. Ohne e-mail

    • macOSKing am 03.12.2016 17:19 Report Diesen Beitrag melden

      @Heinz

      Es gibt auch andere Wege als Mails, wie man einen Trojaner ins System schleusen kann, nicht zuletzt sind diese E-Banking Apps häufig klaffende Sicherheitslücken. Ich weiss schon, wieso ich den Mist nicht verwende.

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  • Manu Gino am 02.12.2016 20:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bankdaten

    Kriege sicher 1x in der Woche von Postfinance, UBS, usw Mails! Bitte Kontonummer und Sicherheitsnummer angeben! Dabei habe ich ja gar kein Konto bei den Banken! In der heutigen Zeit, weiss man, dass man keine Bankdaten per Mail weitergibt! Und wenn man unsicher sein sollte, die Bank kontaktieren! Gruss MG

  • K.tt am 02.12.2016 13:45 Report Diesen Beitrag melden

    im Moment fake UBS mails

    Im Moment sind viele UBS mails unterwegs....Achtung nicht öffnen

  • Luzerner am 02.12.2016 07:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    LUKB ist sicherer

    UBS Kunden sollten dann überlegen zur Luzerner Kantonalbank zu wechseln. Die Software ist wirklich sicherer, zwar kann sie keiner mehr bedienen seit dem Update....so dass die Kunden weggehen....auch zu UBS

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