Kanton Schwyz

31. Oktober 2017 11:46; Akt: 31.10.2017 11:46 Print

Polizei rüstet sich mit Sturmgewehren aus

Im Kampf gegen Terror hat die Schwyzer Kantonspolizei 30 Sturmgewehre angeschafft. Neu wird jedes Polizeiauto damit bewaffnet. Damit reagiert man auf die Anschläge in Paris.

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«Mit dem Sturmgewehr Distanz schaffen»: Das will der Schwyzer Polizeikommandant Damian Meier. Die Terroranschläge in Paris vor zwei Jahren hätten gezeigt, dass die Polizei fähig sein müsse, Bedroher auf längere Distanz ausser Gefecht zu setzen.

Dazu ist die Schwyzer Polizei nun besser fähig: Sie hat 30 Sturmgewehre gekauft. Kostenpunkt: 120'000 Franken. Die neuen Waffen haben eine grössere Durschlagskraft als die bisherigen Maschinenpistolen und sind präziser, schreibt der Bote der Urschweiz. Bei der Sondereinheit war das Gewehr seit Längerem im Einsatz. Die neu angeschafften Sturmgewehre gehören nun zur Grundversorgung und können jederzeit eingesetzt werden. Das Polizeikorps wurde bereits geschult. Die neuen Sturmgewehre der Schwyzer sind auch die Standardwaffe der Schweizer Armee und sollen weltweit zu den präzisesten zählen.

«Auf den Fahrzeugen wurden bisher Maschinenpistolen mitgeführt, diese werden nun ersetzt. Künftig hat jede Patrouille immer ein Sturmgewehr dabei», sagte Polizeisprecher David Mynall auf Anfrage von 20 Minuten.

Auch Zug stockte Bestand an Langwaffen auf

Die Zuger Polizei hatte bereits vor einigen Jahren im Zusammenhang mit der Amok-Thematik Langwaffen beschafft und diesen Bestand nach den Terror-Anschlägen im nahen Ausland aufgestockt, heisst es auf Anfrage. «Die Langwaffen wirken auf eine grössere Reichweite und haben mehr Durchschlagskraft», sagt auch der Zuger Polizeisprecher Frank Kleiner. Langwaffen seien ein Einsatzmittel für den Extrem- oder Notfall. Der normale Polizeidienst werde in Zug nach wie vor mit einer herkömmlichen Dienstwaffe verrichtet, konkret mit Pistolen.

Neue Schutzwesten für Luzerner Polizisten

In Luzern wurde auf die wachsende Terrorbedrohung mit neuer Schutzausrichtung für die Einsatzkräfte reagiert. «So sind in den Fahrzeugen Schutzwesten und Helm verfügbar, die wesentlich besseren Schutz bieten als die im Dienst getragene persönliche Schussweste», teilt Polizeisprecher Kurt Graf mit.

Die Frontpatrouillen haben nach wie vor Maschinenpistolen dabei, «die viel häufiger zum Einsatzkommen als Langwaffen, die speziell für Terroranschläge geeigneter sind». Wenn Bedarf einer schlagkräftigeren Waffe nötig ist, werden in Luzern die Interventionsspezialisten an den Einsatzort aufgeboten.


(mme)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thomas 73 am 31.10.2017 11:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig, aber leider nötig

    Natürlich sind diese Waffen nicht für alle Einsatzarten nötig bzw. sinvoll. Aber an alle die sich jetzt wieder aufregen, lieber verfügbar als nicht vorhanden! Herzlichen Dank an alle, die sich jeden Tag und Ereignis für uns einsetzen und oft das eigene Leben riskieren.

  • Kain Spam am 31.10.2017 12:05 Report Diesen Beitrag melden

    Leider nötig

    Ja, unsere Kultur wird wirklich bereichert durch das Verhalten einer gewissen Bundesrätin

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  • Kerstin Adam am 31.10.2017 11:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich denke,

    das geht echt in Ordnung!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Berner Bär am 02.11.2017 08:25 Report Diesen Beitrag melden

    Zunehmende Militarisierung der Polizei

    Als Offizier bin ich sicher einer der Ersten, der eine gute Ausrüstung und Bewaffnung der Polizei im Kampf gegen das Verbrechen befürwortet. Die zunehmende Militarisierung der Polizei - bei gleichzeitigem Abbau des Bestandes der Armee - bereitet mir jedoch ein ziemlich flaues Gefühl in der Magengegend. Diese Aufrüstung der Polizeikorps ist weltweit zu beobachten.

    • Landjäger Kugi am 02.11.2017 12:50 Report Diesen Beitrag melden

      Militarisierung

      Hallo Bärchen Das hat nichts mit Militarisierung der Polizei zu tun. Die Polizei ist für ihre polizeilichen und das Militär für seine militärischen Aufgaben geeignet aufzurüsten. Es ist auch nicht Sache der Armee Polizeiaufgaben wahrzunehmen. Deshalb sind die Personalbestände der Polizei endlich aufzustocken.

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  • Gaga am 01.11.2017 23:13 Report Diesen Beitrag melden

    Steuergeld ade

    Wusste gar nicht, dass Paris im Kanton Schwyz liegt.

    • Butch am 02.11.2017 20:58 Report Diesen Beitrag melden

      @Gaga

      Doch, die hatte doch dort mal einen Freund. Also lag Paris zwischendurch in Schwyz...

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  • alex am 01.11.2017 10:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mp

    wiso die mp ersetzen? gerade im urbanen umfeld einer stadt hat die doch einige vorteile. im speziellen gegenüber dem armeegewehr, welches viel mehr wiegt und unhandlicher ist.

    • Scotty1928 am 02.11.2017 00:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @alex

      Weil eine MP den Waffen, die von Terroristen eingesetzt werden, deutlich unterlegen ist - grade auch in urbanem Gebiet.

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  • Daniela am 01.11.2017 09:56 Report Diesen Beitrag melden

    In Basel

    ist die Polizei bei Anlässen immer mit Sturmgewehr unterwegs. Ich hoffe dann immer, dass das auch richtig anwenden können. Wenn wirklich was passiert in dieser Menge nützt das ja nicht viel - es kann ja nicht " einfach" geschossen werden und es trifft automatisch die Richtigen wie im Krimi!

    • Scotty1928 am 02.11.2017 00:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Daniela

      Nirgends kann "einfach geschossen" werden, unabhängig davon, ob Pistolen, MPs oder Sturmgewehre eingesetzt werden.

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  • Geronimo am 01.11.2017 09:54 Report Diesen Beitrag melden

    10-er Magazin

    Werden diese Stgw mit 10-er Magazinen ausgestattet,gemaess der neuen EU-Waffenrichtlinie-alles andere waere ein Affront gegenueber der EU....bedenkt das gut.

    • Steff am 02.11.2017 06:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Geronimo

      @Daumen runter: Sarkasmus versteht halt nicht jeder... @Geronimo: ich persönlich hoffe, dass sich diese Frage nach dem Referendum nicht mehr stellt!

    • Geronmo am 02.11.2017 13:36 Report Diesen Beitrag melden

      steff

      Es gibt auch noch Menschen,die glauben an die Freiheit,Demokratie und Gerechtigkeit...Habt Ihr,Schweizer..das Alles vergessen.Es geht auch ohne,die strauchelnde EU.Besser wirds nimmer....

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