Legale «Gruppe»

06. Juli 2011 23:10; Akt: 07.07.2011 08:21 Print

Radarwarnungen kommen nun über Facebook

von Lena Berger - Eine Facebook-Seite warnt Autofahrer im Kanton Luzern vor Radarfallen. Der Polizei fehlt die gesetzliche Grundlage, um etwas dagegen zu unternehmen.

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«Radarmeldungen LU» auf Facebook.

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Seit Februar haben sich 1909 Personen bei «Radarmeldungen LU» registriert. Allein seit Montag wurde die Gruppe siebenmal vor mobilen Geschwindigkeitskontrollen gewarnt – im letzten Monat waren es 48 Meldungen. Polizeisprecher Urs Wigger war die Seite bis anhin nicht bekannt. «Solche Warnungen dienen natürlich nicht der Verkehrssicherheit», sagt er. Eine gesetzliche Grundlage, um gegen die Seite vorzugehen, bestehe aber nicht. «Solange die Autofahrer nicht per SMS oder E-Mail vor Radarkontrollen gewarnt werden, ist die Sache legal», so Wigger.

Das bestätigt auch Thomas Rohrbach, Sprecher des Bundesamts für Strassen: «Radarwarnungen unter Privatpersonen sind nicht verboten.» Darunter würde auch Facebook fallen. «Solange der Mensch am Steuer nicht während des Fahrens surft, ist aus Sicht der Strassenverkehrsgesetzgebung dazu nichts zu sagen.»

In Nid- und Obwalden warnt Facebook bereits seit Oktober 2010 vor Radarkästen. «Ein markanter Rückgang der erwischten Temposünder wurde deshalb aber nicht registriert», sagt Marco Niederberger, Leiter der Verkehrs- und Sicherheitspolizei Obwalden. Es seien unter den Warnungen auch viele Falschmeldungen, die sich positiv auf das Verkehrsverhalten auswirken würden.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • David am 07.07.2011 08:15 Report Diesen Beitrag melden

    Für was brauchts das?

    Für was braucht man sowas? Wer sich an die Verkehrsregeln hält, hat ja nichts zu befürchten...

    einklappen einklappen
  • Thomas Hunter am 07.07.2011 09:34 Report Diesen Beitrag melden

    obligatorische Warnschilder vor Fallen

    Die Argumentation der Polizei ist wirr, jedoch (noch) legal. Es braucht Warnschilder 100-500m vor jeder Radarfalle (vgl. Australien). Das weckt die Aufmerksamkeit und führt dazu, dass an den exponierten Stellen (und nur an solchen sind Radarfallen überhaupt legitim) die geforderte Geschwindigkeit eingehalten wird.

  • Tom Taylor am 07.07.2011 09:48 Report Diesen Beitrag melden

    Wer braucht das?

    Wer ist eigentlich auf Radarwarnungen angewiesen? Ich nicht, aber ich kenne auch die Verkehrsregeln und kann die Schilder mit den Tempolimits gut lesen... sprich: es sind die notorischen Sünder, die auf so was angewiesen sind!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Anonymus am 07.07.2011 11:54 Report Diesen Beitrag melden

    Ich sende immer SMS an Kollegen.

    Ich habe schon zig mal erlebt wie ein Polizist über die Autobahn rannte um das Gerät aufzustellen. Das ist Verkehrsgefährdung... Sehe ich ein Radar, werden alle Kollegen Informiert von denen ich weiss das Sie öfter diese Strecke fahren. Auch über Facebook;)

  • Dave am 07.07.2011 11:47 Report Diesen Beitrag melden

    Super Sache

    Mann sollte diesem Beispiel folgen, und dies für alle Kantone einführen. Verkehrssicherheit ist nur der Vorwand um uns Bürger das Portemonnaie zu leeren.

  • udo Arnold am 07.07.2011 11:41 Report Diesen Beitrag melden

    an die Geschwindigkeiten halten

    Leute halten wir uns an die Geschwindugkeiten...stellt Euch mal vor..ganze Bereiche würden verschwinden , auch Arbeitsstellen und selbst der Hersteller von Blitzgeräten müsste sich einen anderen Job suchen usw.

  • Corinne am 07.07.2011 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    Radar Warnungen

    In Deutschland wird ja sogar im Radio vor den Radar gewarnt, die haben offiziell eine Rubrik "Achtung geblitzt wird... ", auch in anderen Ländern gibt es das.

  • Peter Koller am 07.07.2011 11:08 Report Diesen Beitrag melden

    ERZIEHUNG oder GELD?

    Die Stadtpolizei Zürich will schon seit Jahren ihren Mitbürgern weismachen, dass die vielen Rotlicht - Ueberwachungen (Fr.250.--) und die fest installierten Geschwindigkeitsmessstationen lediglich der Verkehrssicherheit dienen sollen, obwohl der Stadtrat dafür eine Budgetierung von sage und schreibe Fr. 84'000'000.-- vornimmt. Es geht immer nur ums Geld!

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