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17. August 2017 11:12; Akt: 17.08.2017 11:12 Print

Luzern erhält einen Velotunnel am Bahnhof

Von der Neustadt mit dem Velo unterirdisch direkt an den See: Die Stadt und die SBB wollen den alten Posttunnel unter dem Bahnhof für Velofahrer umnutzen.

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Im Bahnhof Luzern soll der von der Post nicht mehr benutzte Tunnel von den Velofahrern zum Parkieren und als Durchgang genutzt werden können. Der Stadtrat hat am Donnerstag dem Grossen Stadtrat einen Projektierungskredit von 410'000 Franken beantragt. Der Kredit für die Bauarbeiten, deren Kosten heute auf 2,2 Millionen Franken geschätzt werden, dürfte in drei Jahren vorliegen.

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Posttunnel ist dem Tiefbahnhof im Weg

Der sechs Meter breite Posttunnel verläuft auf einer Länge von 160 Metern parallel zur Personenunterführung, die von der Zentralstrasse und der Universität her die Perrons erschliesst. Seit 2007 wird er von der Post nicht mehr benutzt. Rund 60 Meter werden seit 2013 als Zugang zur Velostation bei der Universität benutzt.

Die Stadt sah den Posttunnel als Möglichkeit, für die Velofahrer eine sichere und direkte Verbindung von der Neustadt Richtung Inseli zu schaffen. Dank dem Tunnel könnte der Bahnhofplatz, der als gefährlichste Stelle des Luzerner Strassennetzes gilt, umfahren werden.

Allerdings kommen sich die Projekte Posttunnel und Tiefbahnhof in die Quere. Falls mit den Arbeiten zum Bahnhofsausbau begonnen wird (frühestens ab 2035), müsste der Velotunnel wieder geschlossen werden. Wegen der kurzen Nutzungsdauer soll nur eine günstigere Variante des ursprünglichen Velotunnels realisiert werden.

Rund 1000 neue Veloparkplätze

Vorgesehen ist, im Posttunnel unter Umständen etappenweise ab 2018 bis zu tausend Veloparkplätze zu schaffen. Provisorisch soll der Zugang zum Tunnel über eine Veloschieberille beim Zugang zur Personenunterführung in der Zentralstrasse realisiert werden und der Tunnel mit provisorischen Massnahmen ausgebaut werden.

Mittelfristig soll der Zugang verbessert werden, auf eine fahrbare Rampe würde aber verzichtet. Im ersten Abschnitt, den die Velos gemeinsam mit den Fussgängern benutzen, müssen die Fahrräder geschoben werden. Inwieweit im Posttunnel überhaupt gefahren werden kann, soll das Detailprojekt zeigen. Zudem sollen die provisorischen Ausbauten im Tunnel durch definitive Einrichtungen ersetzt werden.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Buebi Stansstad am 17.08.2017 11:55 Report Diesen Beitrag melden

    grünes meisterstück

    es macht durchaus sinn, bestehende ungenutzte infrastruktur sinnvoll zu nutzen. doch wie man in diesen tunnel noch über 2 mio. verlochen kann, das ist mir schleierhaft! andere bauen für 2 mio. den kompletten tunnel neu. zudem, zitat im bericht: "im ersten abschnitt müssen die fahrrädergeschoben werden......" ja ne, is klar, als ob sich irgendein fahrradfahrer(in) jemals um regeln bemüht, geschweige denn einhalten hat (siehe baustelle hergiswil)!

  • Alumdria841 am 17.08.2017 11:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Sache

    Eine gute Idee. Das Tunnel steht ja schon. Ich frage mich nur warum das drei Jahren gehen sollte. Warum geht bei uns alles so langsam vorwärts?

  • MT am 17.08.2017 14:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    2 Mio

    2 Mio für einen Tunnel, der bereits besteht? Wie geht den so etwas? Danke liebe Steuern, ich liebe es jedes Jahr mehr und mehr Steuern zu zahlen... Angebot von mir, ich bemale den ganzen Tunnel mit Farbe, mache die Spuren am Boden und zeichne noch ein paar Velos an die Wände innert 2 Monaten bin ich fertig, zum Sonderangebot von Fr. 200000.- Wär das was?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Realist am 21.08.2017 19:51 Report Diesen Beitrag melden

    BEZAHLBARE-VELO-APP EINFÜHREN

    Velo-Infrastrukturen sollen auch Velo-Fahrer bezahlen und nicht die Allgemeinheit. Genau so wie Autofahrer Verkehrs + Fahrzeugsteuer bezahlen.

  • Peter Hodel am 19.08.2017 17:00 Report Diesen Beitrag melden

    Fehlendes politisches Verständnis

    An alle Nicht-Luzerner vom Land: Bitte regt euch nicht auf, es ist Gemeindegeld, nicht vom Kanton. Der Bildungsabbau und das Wegfallen der Prämienverbilligungen werden von euren bürgerlichen Freunden vom Kanton vorangetrieben. Die Linksliberale Mehrheit in Luzern scheint trotz der hier vorgeworfenen Unfähigkeit mit Geld umzugehen trotzdem keine Budgetprobleme zu haben, die sparwütigen Bürgerlichen vom Kanton, die alles richtig machen, kriegen aber nicht mal ein Budget auf die Reihe. So, wo ist eure Logik jetzt?

    • stadtlozärner am 21.08.2017 20:12 Report Diesen Beitrag melden

      danke

      herr hodel ich bin da ihrer meinung. die stadt sollte ein eigener kanton werden.

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  • Te Rasse am 18.08.2017 20:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hoffentlich

    Wird dieses Glanzstück auch benutzt?!

  • Luzerner123456 am 18.08.2017 10:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    PV

    2 mio für einen Velo Tunnel, für die Bildung und Prämienverbilligung hat unser lieber Kanton wieder kein Budget

    • Peter Hodel am 19.08.2017 16:53 Report Diesen Beitrag melden

      Allgemeinwissen

      Und schon wieder versteht ein Mitbürger den Unterschied zwischen Stadt und Kanton nicht. Die Stadt ist eine eigenständige politische Gemeinde und nicht mit dem Kanton gleichzusetzen. Bildung und Prämienverbilligungen gehen vom Kanton aus, die Infrastruktur in der Stadt von der Gemeinde.

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  • Monika Portmann-Schwegler am 17.08.2017 22:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    vorsicht

    Da würde ich nachts sicher nicht runtergehen

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