Luzern

01. Mai 2012 21:18; Akt: 01.05.2012 20:20 Print

Prostituierte sollen in ein belebtes Gebiet

von Martin Messmer - Seit der Strich an den Stadtrand verlagert wurde, leben die Dirnen in Angst. Fürs Erste soll ein Bus sie beschützen.

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Eine Prostituierte wartet auf Kundschaft. (Bild: Keystone)

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«Es war ein Schnellschuss, die Prostituierten aus dem Luzerner Tribschenquartier zu verbannen»: Das sagt Doro Winkler von der Fachstelle Frauenhandel und -Migration. «Seit sie in den unbelebten Gebieten Ibach und an der Ried­strasse arbeiten müssen, ist die Situation prekär. Dort sind die Frauen isoliert und einsam. Das erhöht die Gefahr von Übergriffen enorm», sagt Winkler. Sie und drei weitere Fachfrauen von der Katholischen Kirche Luzern und der Aids-Hilfe Luzern haben nun einen offenen Brief an die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Grossen Stadtrates und an alle Fraktionen geschrieben. Darin fordern sie: «Für die Sicherheit ist ein Strassenstrich in einem belebten Gebiet vorzuziehen.» GPK-Präsidentin Luzia Vetterli bestätigt den Erhalt des Briefes. «In der Kommission teilen wir die Bedenken wegen der Sicherheit. Das muss der Stadtrat im Auge behalten.»

Alle ausser die SVP für Beratungsbus

Das Stadtparlament entscheidet Ende Mai über eine Anpassung des Reglements. Vorab bürgerliche Parlamentarier äusserten sich klar dagegen, den Strich zentrumsnäher anzusiedeln. Daniel Wettstein (FDP) und Marcel Lingg (SVP) sagten gestern beide: «Den Strich in ein belebtes Gebiet zu holen, bedeutet letztlich nichts anderes, als ihn wieder in ein Wohnquartier zu holen.»

Um die Situation der Frauen vorläufig zu verbessern, soll nun ein «Beratungsbus» im Ibach eingesetzt werden. Dies forderten gestern Vertreter von FDP, CVP, SP, GLP und Grüne.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Bürger am 04.05.2012 22:45 Report Diesen Beitrag melden

    lasst diesen Frauen den Arbeitsplatz

    Immer wieder wird gegen das Sex-Geschäft gelästert. Es ist doch das älteste Gewerbe, und ich denke, dass dadurch viele Vergewaltigungen ausbleiben.

  • Beobachter am 03.05.2012 21:15 Report Diesen Beitrag melden

    Bevor man jammert

    sollte man einmal dafür sorgen, dass der Strich wirklich aus dem Tribschenquartier verbannt wird!!!

  • Hans am 02.05.2012 14:12 Report Diesen Beitrag melden

    Ausl. Sex-Schwarz-Arbeiter Abschieben

    Die Schweiz darf kein Sex-Zuwanderungs-Land werden.

  • Daniel am 02.05.2012 14:10 Report Diesen Beitrag melden

    Risiko gewählt - Risiko in Kauf nehmen

    Es kann nicht sein, dass der CH-Staat für diese Sex-Gesellschaft Wunschdenken erfüllt werden.

  • alice.gurini am 02.05.2012 13:38 Report Diesen Beitrag melden

    nicht in Ordnung

    Das Ist unvernünftig wir hatten das ja schon in andern Städten und Die Kondome am Morgen mussten Die Verkäuferinnen weg räumen und Zigistumpen !das war GRUUUUSIG. aslo nicht vor Geschäften ! Puffhäuser ist die Iniezative!im Gewerbe Quartier!

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