Bürgenstock

02. März 2017 17:24; Akt: 02.03.2017 17:24 Print

Resort will nun doch mehr Schweizer anstellen

von Noah Knüsel - Das Bürgenstock-Resort stand in der Kritik, da sie 70 bis 80 Prozent ihrer Angestellten im Ausland rekrutieren wollten. Nun scheint ein Umdenken stattgefunden zu haben.

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Das Bürgenstock-Resort will nun doch vermehrt inländische Arbeiter einstellen. (Bild: Emanuel Ammon/aura)

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«Wir brauchen insgesamt rund 800 Angestellte, das wird aber erst im Vollbetrieb 2020 der Fall sein», sagt Raphael Amrein, Medienverantwortlicher des Resorts. Ab Sommer 2017 werden rund 450 Angestellte benötigt, von denen hundert bereits eingestellt seien, zum Grossteil in Kaderstellen und Administration. Das seien grossmehrheitlich Personen mit Schweizer Pass. Ausserdem sollen mehrheitlich Ausländer angestellt werden, die bereits auf dem Schweizer Markt tätig sind.

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Noch im März beginne die sogenannte «heisse Phase der Rekrutierung», so Amrein. Das auch, weil viele Arbeiter saisonal bei anderen Betrieben angestellt sind. Es seien rund 1000 Bewerbungen eingegangen, die meisten von Schweizern. Diese würden nun überprüft. Das ganze Resort besteht unter anderem aus vier Hotels, Suiten, Restaurants und umfasst insgesamt 30 Gebäude.

«Das Resort steht im engen Kontakt mit den RAV und wir werden demnächst abklären, welche der interessierten Arbeitslosen in Frage kommen», sagt Amrein weiter. Im März werden so genannte Job-Datings durchgeführt, bei denen Interessierte aus den RAV Ob- und Nidwalden ins Resort eingeladen werden. «Die Besucher können uns Können und ihre Erfahrungen aufzeigen und wir sagen ihnen, welche Qualifikationen wir benötigen.» Rund 200 Personen werden zu den Job-Datings auf den Bürgenstock kommen. Wie viele von diesen schlussendlich eine Stelle bekommen, lässt sich jetzt aber noch nicht sagen. Grundsätzlich sehen jedoch RAV aus der ganzen Schweiz, wenn im Resort Stellen ausgeschrieben sind.

Grosse Eröffnung erst 2018

Obwohl der Betrieb ab Sommer 2017 startet, findet die grosse Eröffnungsfeier erst im Frühling/Sommer 2018 statt. «Das ist normal», sagt Amrein, «so hat man eine gewisse Vorlaufzeit, bis alle Abläufe eingespielt sind.» Bereits im Verlaufe dieses Monats geht das Palace Hotel in Betrieb. «Bis im Sommer werden da Veranstaltungen und Events stattfinden, vor allem von regionalen Unternehmen und Organisationen», so Amrein. Konkrete Namen will er aber nicht nennen. Ab Sommer können dann auch Individualgäste im 4-Sterne-Bau übernachten.

Auch das Shuttleschiff zwischen Luzern und dem Bürgenstock-Resort wird erst noch gebaut, wird jedoch erst auf das nächste Jahr fertiggestellt werden. Bis dann wird ein bestehendes Kursschiff eingesetzt. Amrein: «Die Finanzierung war lange unsicher. Es war nicht klar, wer wie viel zahlt.» Das habe aber nichts mit dem Postulat der SP zu tun, denn das sei erst eingereicht worden, als die Finanzierung bereits gesichert war.

Grundsätzlich sei das Resort aber auf Kurs: «Das ganze touristische Angebot wird im Sommer 2017 den Betrieb aufnehmen.» Einzig das «Kurhaus» Waldhotel eröffne erst im Herbst, das sei so geplant. Man wolle das Kurhaus separat eröffnen, weil es sich vom Rest des Resorts etwas abheben soll.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pit am 02.03.2017 19:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schande

    Wenn ich mir die "Zerstörung" des Bürgenstock ansehe. Die Geldgier kennt keinen Respekt vor der Natur.

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  • Im am 02.03.2017 17:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut

    Finde ich gut dass man alle (oder fast) einbürgert bevor man sie einstellt. Ironie off

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  • Klarfa am 02.03.2017 17:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Schade für den überbauten Berggipfel, überall wird es immer dichter und enger, wieso kann man nicht mehr Natur genießen. Oder wenigstens dem Ort entsprechende Bauten aufstellen (Steinhäuser)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Eibeler8 am 03.03.2017 12:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    CH Imagepflege

    Gibts denn wirklich keinen Gastropatron mehr welcher die echte schweizer Freundlichkeit und deren Karaktere als Aushängeschild erkennt? Der Bürgenstock trägt wohl ganz offen die schweizer Geldgier in die weite Welt. So funktioniert Imagepflege nun wirklich nicht. Oder sagen dann die Gäste "läck sind die SCHWEIZER gastfreundliche Gastgeber"???

  • Dani D am 03.03.2017 07:49 Report Diesen Beitrag melden

    Nur warten. Geht ganz von selbst

    Es liegt an uns, diesen Komplex so lange zu boykottieren, bis der Laden pleite ist. Dann kurz mit dem Bulldozer drüber und in 20 Jahren sieht man nicht mehr, dass das mal was stand.

    • schoggifresser@gmail.com am 03.03.2017 09:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Dani D

      Du glaubst doch nicht im Ernst daran, dass dieses Resort 'das Volk" gerne sehen wird!!! Die sind um jeden 'Arbeiter" froh, wo sich nicht Blicken lässt und die GÄSTE nicht stört!!!

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  • Cavi33 am 03.03.2017 07:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mühsame Sache

    Es geht doch, aber nur wenn man Druck macht. Das finde ich bedenklich und diese immer gleichen faulen Ausreden der Verantwortlichen. Muss mir doch niemand erzählen dass es im Hotelfach zu wenig CH Bewerber gibt.

    • Rudi Iten am 03.03.2017 13:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Cavi33

      Die Schweizer wollen leider keinen Schichtdienst. Daran scheitert es!

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  • Ernst Hunziker am 03.03.2017 06:47 Report Diesen Beitrag melden

    Bürgenstock

    Der Konkurs steht vor der Tür , in 2 Jahren aus für immer

    • Aussteiger am 03.03.2017 10:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ernst Hunziker

      Da hoffe ich seeehr dass du recht hast, aber dies bezweifle ich leider....

    • Cocitoni am 06.03.2017 01:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ernst Hunziker

      Ich frage mich wirklich auch ob das auf geht! Warum musste mann denn alles so überbauen. Das kann ich nicht begreifen. Und ich glaube auch nicht das es eine überlebens Chanse hat. Warten wir mal ab.

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  • Chris am 03.03.2017 05:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es reicht

    Es reicht mir. Volle Züge, volle Strassen, überall wird gebaut. Anscheinend haben wir irgendwann 10 millionen Einwohner. Wir bezahlen teuer für unseren Luxus.

    • Carla am 03.03.2017 09:31 Report Diesen Beitrag melden

      @Chris

      Wo ist der Luxus? Mehr Steuern? Diktiert von EU? Höhere Kriminalität? Also für mich ist das kein Luxus.

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