Stadt Luzern

06. Januar 2017 05:53; Akt: 06.01.2017 05:53 Print

Holzbrücken werden auf Vordermann gebracht

Das Wetter und variierende Wasserstände setzen der Kapellbrücke zu. Deshalb müssen Teile des Wahrzeichens ersetzt werden. Auch die Spreuerbrücke wird untersucht.

Bereits werden erste Arbeiten an der Kapellbrücke durchgeführt. (Video: nk)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Sie gehören zu den meistfotografierten Sujets in der Stadt Luzern und werden pro Tag von über 22'500 Fussgängern benutzt: Die Luzerner Kapellbrücke und ihre kleine Schwester – die Spreuerbrücke. Die rege Benutzung und der Zahn der Zeit fordern jedoch ihren Tribut. Deshalb werden an der Kapellbrücke in den kommenden Wochen Unterhaltsarbeiten durchgeführt.

Umfrage
Was macht für Sie eine attraktive Stadt aus?
64 %
7 %
3 %
7 %
19 %
Insgesamt 346 Teilnehmer

Holzbrücken werden auf Vordermann gebracht

Arbeiten finden auch unter Wasser statt

Weil acht der 27 Jochen der Kapellbrücke Alterserscheinungen zeigen, müssen diese saniert werden. Dabei wird ein Teil der Pfähle, Streben und Zangen ausgewechselt. «Die Arbeiten werden wegen normalen Umwelteinflüssen nötig», sagt Markus Sigrist, Projektleiter Projekte beim Tiefbauamt der Stadt. So werden die Pfeiler gerade in jenem Bereichen stärker beansprucht, die mit unterschiedlichem Wasserstand abwechselnd Luft und Wasser ausgesetzt sind. «Auch Geschiebeteile, die sich im Wasser befinden, tragen zur Abnutzung bei», sagt Sigrist. Dabei kommen auch Taucher zum Einsatz: Bereits 2012 wurden solche Arbeiten durchgeführt.

Zudem wird beim Treppenaufgang am rechtsseitigen Reussufer auch ein stark beschädigter Randträger ersetzt: «Ein grosser Längsträger weisst an einer statisch relevanten Stelle Zersetzungen – morsches Holz – auf und muss deshalb ersetzt werden.» Auch Bodenriemen – die Bretter, auf denen Passanten gehen – müssen ersetzt werden. «Das wird nötig wegen der Abnützung durch Fussgänger», sagt Sigrist. Durch das Ersetzen der Bretter werde auch die Stolpergefahr reduziert.

Nördlicher Zugang wird gesperrt

Damit die Arbeiten effizienter durchgeführt werden können, wird der nördliche Zugang zur Brücke gesperrt. Trotzdem bleibt die Brücke passierbar: Vom Rathausquai her wird ein provisorischer Zugangssteg eingerichtet. «Dazu muss ein Teil des Geländers entfernt werden. Die Brücke bleibt aber passierbar.»

Die Arbeiten starten am 9. Januar und sollen am 22. Feburar fertig werden. «Wir sind zuversichtlich, dass die Arbeiten vor Beginn der Fasnacht abgeschlossen sein werden.» Denn: Am 23. Februar ist Schmudo.

Die Kapellbrücke ist die älteste Holzbrücke Europas. Gebaut wurde sie im 14. Jahrhundert. Ein so altes Bauwerk braucht Aufmerksamkeit. So wurden im vergangenen September rund 35'000 historische Ziegel geputzt und teilweise ersetzt.

Spreuerbrücke wird genau untersucht

Auch die Spreuerbrücke benötigt Aufmerksamkeit: Dort wurden bei Kontrollen auf der Mittelinsel Setzungen bei einem Brückenauflager festgestellt. «Die Brücke hat sich dort gesetzt, das heisst abgesenkt», so Sigrist.

Nun werden weitere Untersuchungen gemacht: «Zuerst wird das Fundament freigelegt, damit wir einen richtigen Einblick haben. Danach wird entschieden ob und welche Massnahmen nötig sind.» Laut Sigrist ist es möglich, dass man der Setzung mit kurzfristigen Massnahmen beikommen kann. Es könne aber auch sein, dass Massnahmen nötig werden, die eine längere Vorbereitungszeit benötigen. Gearbeitet wird an der Spreuerbrücke in den ersten beiden Januarwochen.


(gwa)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Geissenpeter am 06.01.2017 19:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schöne Brücke

    historisches Objekt. Dem muss Sorge getragen werden.

  • Roland Joe am 06.01.2017 10:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alle Jahre wieder...

    Um die Stolpergefahr zu vermeiden könnte man auch Hartholz statt Tanne, das sich schneller abnutzt, verwenden. Aber das will die Denkmalpflege nicht.

  • Spaniel am 07.01.2017 08:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich bin Luzern Tourist...

    Bei diesen Temperaturen ist ja keine Eile angesagt. Aber es ist schon ein besonderer Punkt für Luzern und dem muss Sorge getragen werden. Eines meiner Lieblingsfoto-Sujets ....

Die neusten Leser-Kommentare

  • Spaniel am 07.01.2017 08:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich bin Luzern Tourist...

    Bei diesen Temperaturen ist ja keine Eile angesagt. Aber es ist schon ein besonderer Punkt für Luzern und dem muss Sorge getragen werden. Eines meiner Lieblingsfoto-Sujets ....

  • Geissenpeter am 06.01.2017 19:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schöne Brücke

    historisches Objekt. Dem muss Sorge getragen werden.

  • Beo Bachter am 06.01.2017 18:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Prioritäten setzen

    Die Frage ist doch, ob die Sanierung wirklich noch warten kann oder ob dies so dringend ist.

  • Donna M. am 06.01.2017 17:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Luzern

    Schön, dass Luzern dafür Geld hat. Ich kenne welche die auf ihre Prämienverbilligung bis ca.März warten müssen. Langsam frage ich mich wirklich.

    • Faules Schwein am 06.01.2017 17:25 Report Diesen Beitrag melden

      @DonnaM

      Warum nicht bis Juli, dann kann man ja wieder die Schule das ganze Jahr hindurch öffnen.

    einklappen einklappen
  • Roland Joe am 06.01.2017 10:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alle Jahre wieder...

    Um die Stolpergefahr zu vermeiden könnte man auch Hartholz statt Tanne, das sich schneller abnutzt, verwenden. Aber das will die Denkmalpflege nicht.

FCL.TV
Der TV-Player benötigt einen aktuellen Adobe Flash Player: Flash herunterladen