Luzerner Wandbild

20. Juni 2017 14:46; Akt: 20.06.2017 17:52 Print

Imaginäre Strasse muss aufgehübscht werden

von Nicole Agostini - Fast jeder kennt das Wandbild an der Steinenstrasse in Luzern. Doch mit den Jahren wurde es bleich und bröckelte – aber es gibt ein Happy End.

Illusion einer ganzen Strasse: das Wandbild an der Steinenstrasse in Luzern. (Video: MME)
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Wer wurde nicht schon einmal vom gigantischen Wandbild (acht Meter breit und 20 Meter hoch) in der Steinenstrasse optisch getäuscht und meinte, dass die Strasse eigentlich länger sei als in Wirklichkeit? Das Bild des Künstlers Werner Vogel ist eine optische Illusion für das Auge des Betrachters, denn der Fluchtpunkt der Perspektive ist auf dem Bild so realistisch abgebildet, dass man meint, es ist Wirklichkeit, aber dem ist nicht so: Wenn man von der Steinenstrasse abwärts in Richtung Stadt Luzern fährt, muss man nämlich links abbiegen und kann gar nicht weiter geradeaus fahren, so wie das Bild es vortäuscht.

Projekt kostet 60'000 Franken

Das Wandbild ist mittlerweile 39 Jahre alt und hat eine Renovierung nötig. «Die Farbe bleicht und zeigt einige Risse auf. Wir wollen, dass das Wandbild wieder so wie früher aussieht», so Carlo Durrer, Projektleiter der Sanierung und Vorstand des Verbandes luzernermaler. Der Verband suchte gemeinsam mit dem Quartierverein Hochwacht ein Jahr lang Sponsoren für die Sanierung und plante die Vorbereitungsarbeiten.

Jetzt kann das Projekt endlich realisiert werden: Es wird von über 60 Firmen, Organisationen und Privatpersonen, die vor allem aus dem Quartier sind, unterstützt. Die Sanierung kostet 60'000 Franken, teilte der Verband luzernermaler mit.

Künstlerische Leitung unter Werner Vogel

Der Künstler Werner Vogel ist bei der Sanierung der künstlerische Leiter des Projektes und geht mit aufs Gerüst. Aber nicht alleine: Gemeinsam mit ihm werden verschiedene Fachleute und Lernende aus Betrieben der luzernermaler das Wandbild restaurieren und die Originalfarben wieder auftragen.

«Das Wandbild wird wieder aufgefrischt. Zuerst reinigen wir das Bild, beheben die Flickstellen, und dann wird es wieder mit den Originalfarben übermalt. Zum Schluss kommt dann noch die Lackierung drauf», erklärt Durrer.

Optische Täuschung muss aufgehübscht werden

Nach Sommerferien findet Vernissage statt

Das Gerüst für die Sanierungsarbeiten steht schon seit Dienstag, die Arbeiten beginnen am 22. Juni und werden voraussichtlich sechs Wochen dauern. Wie gross der Schaden sei, könne man noch nicht sagen, aber Durrer hat ein gutes Gefühl. Er freut sich auch schon auf die kommende Vernissage, wenn das frisch sanierte Wandbild nach den Sommerferien gefeiert wird.

Backstein für 500 Franken reservieren

Wer sich persönlich auf dem Wandbild verewigen lassen will, kann sich einen persönlichen Backstein zu 500 Franken reservieren und beschriften lassen. Zudem bekommt man eine persönliche Einladung zur Vernissage. Für die Backstein-Reservierung kann man sich bis spätestens 30. Juni bei Carlo Durrer via E-Mail marketing@luzernermaler.ch oder beim Quartierverein Hochwacht, kontakt@qvhochwacht.ch, melden.

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