Stadt Luzern

12. August 2015 10:07; Akt: 12.08.2015 13:09 Print

Toter lag eine Woche lang in Asyl-Notunterkunft

Tragischer Vorfall in Luzern: Mitbewohner entdeckten in einer Notunterkunft die Leiche eines abgewiesenen Asylbewerbers. Er hatte gut eine Woche tot in seinem Zimmer gelegen.

storybild

In der Asylnotunterkunft am Stadtrand von Luzern leben rund 30 Personen. (Bild: vro)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Mann mittleren Alters beging Mitte Juli in seinem Einzelzimmer Suizid. Mitbewohner entdeckten den Toten wegen des Verwesungsgeruchs. Der Luzerner Asylkoordinator Ruedi Fahrni bestätigte am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA entsprechende Informationen der «Neuen Luzerner Zeitung».

Vor seiner Tat hatte sich der Mann bei den Behörden für ein bis zwei Wochen abgemeldet, sagte Fahrni. Darum sei er auch nicht vermisst worden.

Seit sieben Jahren im Heim

Der betroffene Mann lebte mit Unterbrüchen während rund sieben Jahren in der Unterkunft. Weshalb er sich das Leben nahm, ist unklar. Er habe kein Schreiben hinterlassen und zuvor keine Tötungsabsichten kommuniziert, sagte Fahrni.

Aus welchem Land der Mann stammt, dazu geben die Behörden keine Auskunft. In der Notunterkunft am Stadtrand von Luzern leben rund 30 Personen, darunter auch Kinder. Es handelt sich um abgewiesene Asylbewerber. Diese erhalten neben Unterkunft und medizinischer Versorgung zehn Franken Nothilfe pro Tag.

(sda)

FCL.TV
Der TV-Player benötigt einen aktuellen Adobe Flash Player: Flash herunterladen