Jöö im Tierpark Goldau SZ

24. August 2016 16:15; Akt: 25.08.2016 09:47 Print

Wenn Esel und Ferkel miteinander flirten

von Sandro Bucher - Eigentlich leben Esel und Schweine im Tierpark getrennt. Doch im Sommer dürfen die sechs Ferkel das ganze Gelände erkunden. Dabei passierte etwas Erstaunliches.

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Die sechs Ferkel vom Tierpark Goldau haben im Sommer viel Auslauf. Sie dürfen ihre Anlage verlassen und auch auf den Wegen der Besucher auf Erkundungstour gehen. Doch das reichte den rund drei Monate alten Schweinen in diesem Jahr anscheinend nicht. Denn jetzt besuchen sie auch ihre Nachbarn neben dem Schweinegehege – vier weisse Barockesel.

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Die Barockesel sind eine bedrohte Rasse, von der heute nur noch etwa 200 bis 400 Tiere bekannt sind. Da sie nicht denselben Auslauf geniessen dürfen wie die Schweine, sind sie auch im Sommer durch einen Zaun von den Besuchern getrennt. Der jedoch ist für die flinken Ferkel kein Hindernis: «Eines Tages sind sie unter dem Zaun durchgekrochen und haben sich auf dem Gelände der Esel ausgetobt», sagt Tierarzt Martin Wehrle.

Keine Liebe auf den ersten Blick

Die Beobachtungen der Tierpfleger zeigen, dass sich die tierischen Nachbarn zuerst nur halbwegs verstanden. Denn anfangs haben die Ferkel nur auf der Wiese gegrast und den Eseln das Futter weggeschnappt. «Daraufhin hat einer der Esel ein Ferkel sanft mit dem Kopf angestupst. Das heisst so viel wie ‹geh bitte wieder in dein eigenes Reich›», sagt Wehrle. Doch davon liessen sich die Schweine nicht beeindrucken.

Mittlerweile seien die Esel und Schweine ein eingeschworenes Team: «Eines Tages jagten sich die Esel und Schweine spielerisch um die Bäume. Seither besuchen die Ferkel ihre neuen Freunde immer wieder.»

Abendliches Schweinerennen

Nach ihren Ausflügen lassen sich die jungen Schweine jeweils problemlos wieder einfangen. Sobald Tierpflegerin Andrea Stadler auf der Schlussrunde mit dem Futtereimer auftaucht, kehren die jungen Ausbrecher zurück.

Die Tiere reagieren auf das Schütteln des Futters im Eimer oder auf ein Schlüsselklimpern der Tierpflegerin. Dann startet ein regelrechtes Schweinerennen und alle Ferkel versuchen, zwischen den Beinen der Besucher hindurch möglichst rasch zur Anlage zurückzugelangen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Laura am 25.08.2016 13:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freude herrscht

    Ein toller Artikel. Neben all dem Negativen darf man sich hier über jede Zeile erfreuen. Gratulation dem Verfasser und dass Sie das mit den Lesern teilen.

  • Ike60 am 25.08.2016 09:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das erinnert mich

    an mein Kätzchen, sie wacht auch wie ein Tiger auf mich

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  • kula am 25.08.2016 18:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freunde

    So schön ist das Leben ( oder könnte sein )

Die neusten Leser-Kommentare

  • Berner Bär am 30.08.2016 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    Fuchs/Ente

    Ich kenne im Raum Bern eine offensichtliche Freundschaft zwischen einer Stockente und einem Fuchs. Seit fast einem Jahr treffen sich die beiden täglich und der Fuchs verteidigt den Enterich sogar gegen Katzen.

  • Impa am 27.08.2016 10:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geht alles wen sein muss.

    Ein halber Tag hat es gedauert, bis mein Pflegehund damals, meine Kaninchen akzeptierte. War viel Arbeit, ihm zu verstehen zu geben das es keine Beute sondern Freunde sind. Bin ihn aber nicht bösse den er musste erst gegen seine Instinkt arbeiten um das zu verstehen. Mitlerweille können die Kaninchen neben ihm rum hoppeln oder zu ihn rüber und er bleib ruhig ligen. Manchmal stupste sie sogar auch die Nase zusammen. Er braucht seine Zeit, denk aber das er wenn man sie ihm gibt und ihm bri der Annäherung hilft, geht das mit jedem Tier. Auch bei unser 5 Monate alten Tochter hatte er seine Zeit gebraucht.

  • kula am 25.08.2016 18:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freunde

    So schön ist das Leben ( oder könnte sein )

  • Laura am 25.08.2016 13:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freude herrscht

    Ein toller Artikel. Neben all dem Negativen darf man sich hier über jede Zeile erfreuen. Gratulation dem Verfasser und dass Sie das mit den Lesern teilen.

  • Ike60 am 25.08.2016 09:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das erinnert mich

    an mein Kätzchen, sie wacht auch wie ein Tiger auf mich

    • Berner Bär am 30.08.2016 08:56 Report Diesen Beitrag melden

      @Ike60

      Das hat wohl eher der Grund, dass sie die Futterquelle sind... Trotzdem schön!

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