Beischlaf mit Folgen

11. Dezember 2012 22:34; Akt: 11.12.2012 22:34 Print

40-mal Sex für 12'000 Franken

von Lena Berger - Weil sie in Geldnöten ist, schliesst eine Schweizerin einen ungewöhnlichen Deal mit einem Freier ab. Das dumme nur: Dieser bezahlt sie mit Falschgeld. Jetzt wurde der Mann wegen Urkundenfälschung verurteilt.

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Weil er eine Prostituierte mit Falschgeld bezahlte, wurde ein Freier jetzt wegen Urkundenfälschung verurteilt. (Bild: Keystone)

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Der Familienvater war im Internet auf das erotische Angebot von Barbara K.* gestossen. 2008 setzte er mit der jungen Frau – die in finanziellen Nöten war – einen «Darlehensvertrag» auf. Der Deal: Er sollte 12 000 Franken zahlen und sie würde diese mit 40-mal Sex «abarbeiten». Nach der Unterzeichnung schlief sie mit ihm. Was sie dabei nicht wusste: Der Mann unterschrieb nicht nur mit einem falschen Namen – er bezahlte sie lediglich mit Kopien von Banknoten.

In seinem Urteil spricht das Obergericht von einer «nicht zu bagatellisierenden kriminellen Energie», die der Freier an den Tag legte, um Barbara K. zu täuschen. Er habe darauf vertraut, dass sich die Frau, die sich gemäss Staatsanwaltschaft zum ersten Mal prostituierte, nicht an die Polizei wenden würde. Wegen Urkundenfälschung und Pornografie wurde der Schweizer daher bedingt zu 35 Tagen gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Das Gericht äusserte sich nicht zur Frage, ob Barbara K. für ihre einmalige Dienstleistung Anspruch auf Bezahlung hat.

Die rechtliche Situation in diesem Bereich ist derzeit in Bewegung: Der Kanton Bern fordert mit einer im Juni beschlossenen Standesinitiative, dass Sexarbeit auf Bundesebene nicht mehr als sittenwidrig gelten soll – und damit rechtlich anderer Arbeit gleichgestellt wird.

*Name geändert

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fritz am 12.12.2012 04:23 Report Diesen Beitrag melden

    Falschgeld als Strafbestand

    Ich wusste ja noch gar nicht, dass Falschgeld herstellen und in Umlauf bringen, als Urkundenfälschung gilt und mit lächerlichen 35 Tagen gemeinnütziger Arbeit bestraft wird. Ich dachte immer, dass wird viel härter bestraft. Naja, jetzt weiss ich wer denkt ;-)

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  • Felix am 12.12.2012 20:50 Report Diesen Beitrag melden

    Im Sex-Gewerbe muss man mit Risiko leben

    Diese Damen machen diese Sex-Arbeiten freiwillig, also müssen sie auch das Risko tragen.

  • Dirne am 11.12.2012 23:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kuscheljustiz

    Ich finde er sollte arbeiten gehen und ihr die 12 000 Franken bezahlen. Sie hatten eine Abmachung und er hat seinen Teil nicht gehalten. Das Urteil ist viel zu milde!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hanspeter am 14.12.2012 13:56 Report Diesen Beitrag melden

    SEX - SCWARZ - ARBEIT MEHR RAZZIA MACHEN

    Solche Beträge fehlen in der CH-Steuer-Staats-Kasse - diesem Treiben muss ein Riegel geschoben werden.

  • Sonja am 13.12.2012 02:20 Report Diesen Beitrag melden

    Was ich nicht verstehe...

    warum wurde der Typ wegen Pornografie verurteilt? Er hat doch nur mit einer Prostituierten geschlafen und das ist ja nicht strafbar - oder?

  • Felix am 12.12.2012 20:50 Report Diesen Beitrag melden

    Im Sex-Gewerbe muss man mit Risiko leben

    Diese Damen machen diese Sex-Arbeiten freiwillig, also müssen sie auch das Risko tragen.

  • Sven am 12.12.2012 13:06 Report Diesen Beitrag melden

    herrlich

    mit kopierten Banknoten, die sogar ein Kinder beim anfassen erkennt. Wie naiv Leute leben, unglaublich

  • jowe am 12.12.2012 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kaum

    ohne schriftlichen Vertrag.... o ohhh...

    • Küde am 13.12.2012 12:34 Report Diesen Beitrag melden

      doch...

      mündlich reicht.

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