Sieg vor Gericht

13. Dezember 2012 19:52; Akt: 13.12.2012 21:18 Print

Antifeminist Kuhn ist kein «Frauenhändler»

von Daniela Gigor - Das Luzerner Obergericht hat entschieden: René Kuhn darf nicht mehr als «Frauenhändler» bezeichnet werden. SP-Kantonsrat Lathan Suntharalingam unterliegt damit im jahrelangen Streit.

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Lathan Suntharalingam (rechts) hat vor dem Luzerner Obergericht gegen den Antifeministen René Kuhn eine Schlappe erlitten. (Bild: 20 Minuten)

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SP-Kantonsrat Lathan Suntharalingam ist vom Luzerner Obergericht wegen übler Nachrede schuldig gesprochen worden. Damit hob es den Freispruch der Vorinstanz auf. Suntharalingam bezeichnete den Antifeministen und ehemaligen SVP-Politiker René Kuhn als «Frauenhändler».

Kuhn war gestern glücklich über das Urteil des Obergerichts: «Seit Jahren wurde mir etwas unterstellt, das mich in ein falsches Licht rückte.» Kuhn ist ausserdem froh, dass der Streit mit Suntharalingam nach über drei Jahren ein Ende finden dürfte.

Auf alten Artikel gestützt

Suntharalingam hatte Kuhn 2009 während eines Wahlkampfs im Internet als «Frauenhändler» betitelt, als dieser noch Präsident der SVP der Stadt Luzern war. Suntharalingam stützte sich auf einen Jahre früher veröffentlichten Artikel im «Blick». Kuhn empfand diesen Vorwurf als ehrverletzend und reichte Klage ein.

«Ich verzichtete damals aus finanziellen Gründen auf eine Klage gegen den ‹Blick›», sagte Kuhn gestern.
Weil Suntharalingam nun vor Obergericht den Kürzeren zog, wird es für ihn teuer: Er muss sämtliche Verfahrenskosten tragen und wird mit 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von zwei Jahren bestraft.

Weiter muss Suntharalingam in 20 Minuten und der NLZ je ein Inserat schalten, dass er sich in diesem Zusammenhang der üblen Nachrede schuldig gemacht habe. «Wenn ich das begründete Urteil erhalten habe, werde ich mit meinem Anwalt besprechen, ob wir den Fall ans Bundesgericht weiterziehen», sagt Suntharalingam.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Linda am 13.12.2012 21:46 Report Diesen Beitrag melden

    Katalogbraut

    Wenn ein Mann eine Frau aus dem Katalog aussucht und dafür bezahlt, ist das ein Frauenhändler.

    einklappen einklappen
  • Urs Meier am 13.12.2012 22:37 Report Diesen Beitrag melden

    Danke René

    René Kuhn soll schweizer des jahres werden, er scheut sich nicht die realität auszusprechen. er setzt sich auch für die in diesem land benachteiligten männer ein, für männer in scheidungen die alles verlieren weil unsere gesetze unfair und nicht menschlich sind. Weiter so René, danke dass du nicht aufgibst.

  • Rolli Anderegg am 14.12.2012 17:04 Report Diesen Beitrag melden

    Super!!

    Eine deutliche Warnung an SP-Politiker, dass man sich nicht alles erlauben darf!! Die Liste solcher Gesetzesbrecher in der SP wird damit immer länger...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Rolli Anderegg am 14.12.2012 17:04 Report Diesen Beitrag melden

    Super!!

    Eine deutliche Warnung an SP-Politiker, dass man sich nicht alles erlauben darf!! Die Liste solcher Gesetzesbrecher in der SP wird damit immer länger...

  • Urs Meier am 13.12.2012 22:37 Report Diesen Beitrag melden

    Danke René

    René Kuhn soll schweizer des jahres werden, er scheut sich nicht die realität auszusprechen. er setzt sich auch für die in diesem land benachteiligten männer ein, für männer in scheidungen die alles verlieren weil unsere gesetze unfair und nicht menschlich sind. Weiter so René, danke dass du nicht aufgibst.

  • Linda am 13.12.2012 21:46 Report Diesen Beitrag melden

    Katalogbraut

    Wenn ein Mann eine Frau aus dem Katalog aussucht und dafür bezahlt, ist das ein Frauenhändler.

    • Femi Nin am 14.12.2012 11:09 Report Diesen Beitrag melden

      Sicher nicht...

      Nein. Er ist der Käufer. Die Frauenhändlerin ist nur die die sie anbietet. Wenn die bezahlten Beträge nur eine Vermittlungsgebühr ist, trifft nichts zu. Anrüchig ist dies nur wenn die "Katalogbraut" wie Sie diese so abschätzig nennen sich nicht freiwillig ausschreiben lässt. Oft hat das unverschämte Luder ja noch einem echten Ph.D. einer renomierten Uni, kulturelle Interessen und ist 5 sprachig. Sie wollen der Frau auch noch sagen wie sie einen Partner suchen muss damit es Ihren ethischen Vorstellungen passt. Die grössten Antifeministen sind die Feministinnen.

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