Luzerner Nachtleben

10. Dezember 2012 19:08; Akt: 11.12.2012 00:00 Print

Ausgehzonen gehen den meisten Parteien zu weit

Der Vorschlag, in der Luzerner Neustadt Ausgehzonen festzulegen, bietet Zündstoff. Die Parteien sind uneins.

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Wegen Verkehr und Partylärm kann Ruth Feri ihre Wohnungen an der Frankenstrasse kaum vermieten. (Bild: Irene Reis)

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Der Wirteverband GastroRegionLuzern fordert in Luzern Ausgehzonen, in denen die Anwohner erhöhte Lärmemissionen tolerieren müssen (20 Minuten berichtete).

Jetzt reagieren die Parteien auf den brisanten Vorschlag. Auf Zustimmung stösst er bei der FDP: «Ausgehzonen sind eine gute Idee. Sie müssten aber ausserhalb des Zentrums sein. In der Neustadt sind sie nicht denkbar», findet Fraktionschefin Sonja Döbeli.

Bei der SVP hingegen bezweifelt man, dass solche Zonen noch in der laufenden Revision der Bau- und Zonenordnung umsetzbar sind. Fraktionschef Marcel Lingg hat dennoch Verständnis, dass sich die Wirte dagegen wehren, die Sündenböcke zu sein. «Man kann die Wirte nicht für das negative Verhalten einiger Personen verantwortlich machen.»

Andere Parteien stehen der Volksmotion kritischer gegenüber. SP, GLP, CVP und Grüne sehen sowohl Anwohner wie Wirte in der Pflicht. Es brauche Toleranz von beiden Seiten. SP-Präsident Claudio Soldati: «Die Wirte profitieren von den Nachtschwärmern. Also müssen sie mithelfen, negative Begleiterscheinungen zu mindern.»

Dass Handlungsbedarf besteht, zeigt die Situation von Ruth Feri, die ein Haus in der Frankenstrasse besitzt – in unmittelbarer Nähe verschiedener Bars. «Die unterste Wohnung ist schlicht nicht vermietbar.» Der Partylärm und Verschmutzungen seien zu störend.

(rei)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fritz am 12.12.2012 04:42 Report Diesen Beitrag melden

    Einige dürfen sich alles erlauben.

    King Karli wirds schon richten, so wie immer. Fragen sie doch mal die Bewohner der Winkelriedstrasse, vis à vis des Nachtclubs Pravda, was da jahrelang in Sachen Lärm von betrunkenen gröhlenden Jugendlichen weit nach Mitternacht erduldet werden musste. Was machte die Polizei? Entweder nur vorbei fahren und nicht mal anhalten, sprich bloss Präsenz markieren, oder anhalten und die Türsteher herzlich und oft auch umarmend begrüssen.

  • Ausgänger am 11.12.2012 09:37 Report Diesen Beitrag melden

    Wucherpreise

    Evtl. könnte es auch daran liegen das die Wohnungen in der Stadt Luzern völlig überpreist sind, dass die Wohnung nicht vermietet werden kann. Vielleicht wenn Frau Feri den Mietzins etwas senken würde, würde sie die Wohnung auch vermieten können.

  • Martin am 11.12.2012 00:12 Report Diesen Beitrag melden

    Wer in der Stadt wohnt,

    der muss mit Lärm rechnen. Ich selber habe jahrelang an einer Strasse gewohnt, wo das Tram vor dem Haus hielt. Das hat mich nicht im geringsten gestört. Auch Geschrei nicht, weil ich es einfach nicht höre, wenn ich schlafe. Wer Ruhe haben will, der soll in einem Aussenquartier wohnen, dort gibt es keinen Lärm.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Luzernerin am 13.12.2012 17:17 Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist das Problem?

    Siehe keinen Handlungsbedarf. Kenne eine Vermieterin nebenan. Sie könnte Ihre Wohnung 20x vermieten. Frankenstrasse war und ist schon immer ein lautstarkes Quartier gewesen.

  • Philippe Trachsel am 12.12.2012 14:20 Report Diesen Beitrag melden

    Nur,

    Weil die älteren nicht mehr in den Ausgang gehen, und dies den Jungen nicht gönnen, müssen sie nicht so einen Aufstand machen. Dann sollen sie eben aufs Land ziehen. Wo ist in der Schwiz noch akzeptanz und toleranz zu erwarten ? Bald niergendswo mehr. Leider Schade !

  • Fritz am 12.12.2012 04:42 Report Diesen Beitrag melden

    Einige dürfen sich alles erlauben.

    King Karli wirds schon richten, so wie immer. Fragen sie doch mal die Bewohner der Winkelriedstrasse, vis à vis des Nachtclubs Pravda, was da jahrelang in Sachen Lärm von betrunkenen gröhlenden Jugendlichen weit nach Mitternacht erduldet werden musste. Was machte die Polizei? Entweder nur vorbei fahren und nicht mal anhalten, sprich bloss Präsenz markieren, oder anhalten und die Türsteher herzlich und oft auch umarmend begrüssen.

  • Peter Altstadt am 11.12.2012 17:18 Report Diesen Beitrag melden

    Altstadt

    Ich wohne in der Altstadt und finde es gut wenn die Stadt lebt und die Jugendlichen ihren Spass haben. Es sollte noch viel mehr Leben in die Altstadt kommen - ist mir viel lieber als dunkle und verlassene Gassen.

    • Fritz am 12.12.2012 04:44 Report Diesen Beitrag melden

      Die Nacht gehört den Schlafenden!

      @Peter.... Sie mögen in der Altstadt wohnen, aber bestimmt schlafen sie dort des Nachts nicht, oder? Ansonsten kann ich mir ihren Wunsch nicht erklären. Fragen sie doch mal die Bewohner der Winkelriedstrasse im Bereich des Nachtclubs Pravda/ Restaurant La Cucina was Nachtlärm bedeutet bevor Sie ihn sich wünschen!

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  • Müller 11,12,12 am 11.12.2012 14:57 Report Diesen Beitrag melden

    Luzern zu Laut.

    Wohne in der Allmend neuen Hochhäuser ,im Mietvertrag steht das wir Mieter kein recht zur Reklamation betrifft Lärms hätten,, Alässe oder , Fussball, zudem sei das im Mietzins schon enthalten.Uns Mieter wurde das Maul schon vor dem Einzug zugemacht.Das wäre doch was für Luzern

    • Hans Satt am 12.12.2012 00:30 Report Diesen Beitrag melden

      Heieieiei...

      Dann ziehen Sie nicht in die Stadt... was erwarten Sie denn?!

    • Fritz am 12.12.2012 04:45 Report Diesen Beitrag melden

      Schallschutz?

      @Müller.... Wenn sie die Fenster und die Balkontüre zu haben, hört man dort nicht mal die startenden F18 Jets. Nicht überall, ist der Schallschutz so gut vorhanden. Seien Sie dankbar.

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