Engelberg

09. April 2018 17:52; Akt: 10.04.2018 08:37 Print

Bär trottet an Pistenpersonal vorbei

Am Montag wurde ein Bär gesichtet. Dieser hielt sich im Gebiet Gerschnialp oberhalb von Engelberg auf. Er spazierte auch an einem Pistenbully mit zwei Arbeitern vorbei.

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Am Morgen des 9. Aprils wurde im Gebiet Gerschnialp oberhalb Engelberg ein Braunbär beobachtet. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um das gleiche Tier, das sich letztes Jahr in Uri und Bern aufgehalten hat, teilte das Amt für Wald und Landschaft des Kantons Obwalden mit. Damals ergab eine DNA-Probe, dass es sich um M29 handelt, das Bärmännchen wurde erstmals in Trentino 2014 genetisch bestimmt. Wohin M29 jetzt wandert, sei laut dem Amt völlig offen.


Dafür weiss man, wo M29 war, bevor er nach Engelberg gekommen ist: Nach Angaben der Urner Jagdverwaltung konnte aufgrund von Spuren festgestellt werden, dass der Braunbär vom Meiental über den Grassen nach Engelberg eingewandert ist. Die Wahrscheinlichkeit, als Wanderer oder Spaziergängen auf einen Bären zu treffen, sei sehr gering, heisst es in der Mitteilung. Auf einem Bild ist aber zu sehen, wie der Bär an einem Pistenbully mit zwei Arbeitern vorbeispaziert, die Entfernung beträgt wenige dutzend Meter.

Niemals einen Bären verfolgen

Die Behörden mahnen zur Vorsicht: «Der Bär ist ein Raubtier und zu ihm ist Distanz zu halten», heisst es in einer Mitteilung. Konkret geben die Behörden bei Bärenbegegnungen oder -Sichtungen folgende Tipps:

- Bleiben Sie ruhig stehen und versuchen Sie die Situation zu erfassen
- Machen Sie mit möglichst natürlichem Reden auf sich aufmerksam
- Versuchen Sie auf keinen Fall, sich dem Bären zu nähern
- Ziehen Sie sich langsam zurück (niemals rennen, Bären sind viel schneller als wir)
- Vermeiden Sie alles, was der Bär als Bedrohung auffassen könnte (Stock rumfuchteln, Steine werfen, schreien etc.)
- Locken Sie niemals freilebende Bären mit Futter an
- Verzichten Sie zugunsten ihrer Sicherheit auf Fotos
- Verfolgen Sie niemals einen Bären, der sich zurückzieht.

Falls man einen Braunbären beobachte oder frische Bärenspuren (Tatzenabdrücke, Kot) entdecke, solle man sich den genauen Fundort notieren und dokumentieren dies der Wildhut melden.

(sw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ursula am 09.04.2018 18:06 Report Diesen Beitrag melden

    Bär inkognito ziehen lassen

    Verstehe nicht, warum man immer wieder Bären-Sichtungen publik macht. Das verunsichert nur die Bevölkerung oder zieht Gaffer an. Lasst den Bären doch in Ruhe!

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  • Bud am 09.04.2018 18:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wunderbar

    das finde ich fantastisch,so langsam werden wir uns aneinander gewöhnen müssen !

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  • Markus Waldis am 09.04.2018 18:48 Report Diesen Beitrag melden

    Bärensichtung

    Ich gehe sehr viel z Berg, hauptsächlich in der Zentralschweiz und im Engadin. Ich machte auch schon eine Bärensichtung, werde mich aber hüten zu sagen wann und wo! Dem Bären zuliebe!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • 20min am 10.04.2018 18:33 Report Diesen Beitrag melden

    Gaffer

    Wenn der Bär angreift, haben diese beiden Gaffer keine Chanche...

  • Bud am 10.04.2018 13:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Begegnungen mit Wildtieren

    Es ist kein Problem mit der nötigen Vernunft!

  • Pascal am 10.04.2018 13:25 Report Diesen Beitrag melden

    Fishermans Friend Strongmanrun

    Bald ist da oben der FFSMR. Ist der bär als zusätzliches eingeplant?

  • John Doe am 10.04.2018 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    Der Bär wollte sicher mal nachschauen,

    was mit den Bärner Mutzen los ist und weshalb sie im Halbfinal rausgeflogen sind.

  • Corinne K. am 10.04.2018 12:16 Report Diesen Beitrag melden

    Engelbergerin

    Eigentlich sollte die Schweiz mal Besuch von vielen giftigen Giftschlangen und Giftspinnen erhalten. Diese wären nicht einfach abzuschiessen. So könnte unsere ach so Ziviliste Bevölkerung mal wirklich lernen, was Respekt vor der Natur... dann brauchen wir auch keine Angst vor Bären und Wölfen zu haben! Immer diese Ausrede: wir haben keinen Platz für.... wir wollen diesen Tieren keinen Platz geben wäre die richtige Aussage... ich finde es sehr schade... zumal wir der Kuckuck wieviele Touristen auf unsere Berge lassen, aber der Bär hat keinen Platz!