«Mundaun»

26. März 2018 18:13; Akt: 27.03.2018 13:58 Print

Dieses Schweizer Game wird von Hand gezeichnet

Hier steckt viel Arbeit drin: «Mundaun» wird mit Bleistift gezeichnet und digitalisiert. An der Game Developers Conference gab es für das Game eine Auszeichnung.

Der Trailer zum Game. (Video: Hidden Fields)

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«‹Mundaun› ist ein unheimliches Abenteuerspiel, das in einer düsteren Alpenwelt angesiedelt ist», sagt Entwickler Michel Ziegler. So viel sei verraten: «Nach der Nachricht des plötzlichen Todes seines Grossvaters in einem Brand macht Curdin den Aufstieg in dessen Bergheimat ‹Mundaun›», erzählt Ziegler. Dort findet er sich in einer urtümlichen Welt wieder. «Doch die Idylle trügt.» Seltsame Wesen streichen durch die Berglandschaft und auch die Bergbevölkerung verhalte sich eigenartig.

Dieses Schweizer Game wird von Hand gezeichnet

Speziell ist der Entwicklungsprozess des Spiels: «Die Spielwelt und ihre Inhalte werden ganz gewöhnlich in einer 3-D-Modelling-Software entworfen», sagt Ziegler. «Die sogenannten Texturen, also die Grafiken, die dann auf das 3-D-Modell projiziert werden, werden dann von Hand mit Bleistift auf Papier gebracht.» Danach werden die Zeichnungen digitalisiert: Zusammen mit dem 3-D-Modell ergeben sie das Endprodukt. Manchmal brauche es mehrere Anläufe, weil nicht immer vorauszusehen sei, wie die Zeichnung in 3-D aussieht.

«Honorable Mention» an Games Developers Conference

Ein Aufwand, der sich gelohnt hat: An der kürzlich zu Ende gegangenen Game Developers Conference (GDC) in den USA wurde «Mundaun» mit einer «Honorable Mention» ausgezeichnet. Ziegler freut sich: «Es ist eine Bestätigung, dass das Spiel, trotz oder sogar wegen seines Szenarios auch international eine grosse Anziehungskraft hat.» Der Entwickler war selbst an der GDC anwesend und habe viel positives Feedback erhalten.

Das Spiel erinnert in seiner Machart an vergangene Zeiten: «Mich faszinierte schon immer unser düsterer Sagenschatz», sagt der Entwickler. Die eigentümliche Stimmung der Sagengeschichten nahm Ziegler als Ausgangspunkt. «Jeremias Gotthelfs ‹Schwarze Spinne› und die Ästhetik alter Fotos vom Alltag in den Bergen waren weitere wichtige Referenzpunkte.»

Spiel erscheint im Herbst

Entwickelt hat Ziegler vom Luzerner Entwicklerstudio Hidden Fields das Spiel grösstenteils alleine, jedoch arbeite er auch mit einem Musiker und einer Autorin zusammen. «Die Entwicklung ist sehr aufwändig und läuft seit Herbst 2014 praktisch in Vollzeit.» Finanziert werde das Spiel zum Grossteil privat, rund 20 Prozent wurden durch Stiftungen und Unterstützerbeiträge übernommen.

Erscheinen soll das Spiel im kommenden Herbst für PC/Mac und für die Xbox One. Auch auf der Downloadplattform Steam soll das Spiel erscheinen.

Zeichnungen für die Texturen (Video: Hidden Fields)

(gwa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mundaun Platetg am 26.03.2018 18:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neben bei

    Mundaun. Ist übrigens ein Berg im bündner Oberland. Wohne am Fusse des selbigen. Sehr schön hier oben.

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  • Nina am 26.03.2018 18:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Grosses Kompliment, sieht wirklich super aus!!!!

  • subfox am 26.03.2018 18:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schöner Indietitel

    Sieht aus wie Oblivion von den Animationen her. Aber tolle Idee.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ronny C. am 27.03.2018 14:08 Report Diesen Beitrag melden

    Könnte was werden

    Endlich mal ein CH-Game, das nicht auf mobile Plattformen, also Smartphones zielt. Offenbar hat man begriffen, dass "Handygames" schon in der Sekunde des Releases in der Flut an anderen unterdurchschnittlichen Games versinkt. Viel Erfolg mit den Projekt, der Grafikstil könnte ein Alleinstellungsmerkmal sein, aber eye candies machen bekanntlich noch kein gutes Games. Hoffe es hat mehr zu bieten.

  • Spaniel am 27.03.2018 06:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schön gezeichnet

    Finde die Zeichnungen sehr schön gemacht. Gefällt mir einfach.

  • Heidi am 27.03.2018 03:00 Report Diesen Beitrag melden

    Wieder ein Game ...

    ...zur Förderung der Spielsucht.

    • Peter am 27.03.2018 03:05 Report Diesen Beitrag melden

      @Heidi

      Die Spielsucht ist in der Gesellschaft schon so verbreitet, dass die WHO diese als Krankheit anerkennen musste. Also sind Games-Spieler krank oder werden es.

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  • Neumann am 27.03.2018 02:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toi toi toi

    Wünsche diesem Game gutes Gelingen und der Gaming-Industrie der Schweiz ganz viel Erfolg. Wünschte mir, dass ihr Weltniveau erreicht!

  • Neumann am 27.03.2018 02:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Berner Zeichner?

    Keine Sorge, wenn das Game die Berner zeichnen, ists erst für die nächste Generation auf dem Markt. Oder direkt im Museum.

    • Ste am 27.03.2018 07:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Neumann

      Neumann, der ewige Kritiker und unangebrachte Kommentare-poster

    • Neumann am 27.03.2018 14:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ste

      Bitte erklären Sie mir kurz, was Sie denn an meinen Kommentaren unangebracht finden. Und übrigens, Nettigkeiten sind nett, aber helfen niemandem. Also sind sie überflüssig. Die Schweizer wollen immer so nett sein...

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