Grüezi Universum

25. März 2014 13:54; Akt: 25.03.2014 17:50 Print

Entlebucher ködern Aliens mit Alphornmusik

Riesiges Medienecho für die Werbeaktion der Unesco-Biosphäre Entlebuch: Die Bewohner laden Ausserirdische zu sich ein. In den Medien ist die Kampagne ein Hit.

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«Viele Journalisten waren zu Beginn der Medienkonferenz sehr skeptisch», so Biosphärendirektor Theo Schnider. Bald hätten die Medienschaffenden im «randvollen Saal» aber gemerkt, dass es die Entlebucher ernst meinen und tatsächlich Ausserirdische in ihre Heimat einladen. Die Idee verfehlte ihre Wirkung nicht: Die Werbekampagne wird derzeit von diversen Medien aufgegriffen: «Schweizer Alphornbläser grüssen Ausserirdische», schreibt etwa «Die Welt», «Ausserirdische, packt die Koffer!», ist auf der Website des WDR zu lesen. Und auch die Bild titelte: «Sternwarte soll Ausserirdische in die Schweiz locken». Am Dienstagabend wird RTL voraussichtlich einen Sonderbeitrag zum Thema ausstrahlen.

Um die Einladung ins Universum zu senden, reiste eine sechsköpfige Delegation ins deutsche Bad Münstereifel: Von dort aus schickten sie ihre Nachricht per Astropeiler der Radiosternwarte Stockert ins All: «Grüezi liebes Universum. Kommen Sie uns besuchen. Hier ist es schön. In 50 Jahren. In 500 Jahren. In 500'000 Jahren.» Gemäss Direktor Schnider wird das Entlebuch noch so lange derart schön sein, «dass man auch Leute einladen darf, die einen etwas weiteren Weg haben».

Bisher noch keine Reaktionen

Mit Alphornklängen und Jodelgesang wurde der Botschaft zudem einheimische Musik beigefügt. Dabei griff Schnider selbst zum Alphorn: «Es ist ein fantastisches Gefühl.» Die Botschaft und die Musik in die Weiten des Weltalls hinauszusenden, «zeigt, wie klein wir sind. Das bringt einen auf den Boden zurück.» Weiter schickten sie Bilder, Videos und Tonaufnahmen zu den Aliens.

Nicht nur für die Entlebucher sei es einzigartig gewesen: Auch bei der Sternwarte habe man zuvor noch nie Daten ins All geschickt. «Es war auch für sie eine Premiere», so Schnider. Eine Antwort steht noch aus: «Bis jetzt hatten wir noch keine Reaktionen.»

(gwa)

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