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24. Oktober 2017 09:51; Akt: 24.10.2017 09:51 Print

Kunst oder Kiosk – neues Leben für alte Telefonhüsli

von Daniela Gigor - In der Stadt Luzern gibt es noch 27 öffentliche Publifone der Swisscom, teils an bester Lage. 2018 werden sie verschwinden oder neu genutzt – zum Beispiel als Kiosk.

20 Minuten hat sich umgehört, wann die Luzerner zuletzt eine Telefonkabine benützt haben. (Video: Jacqueline Straub)
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Ab 2018 sind die Publifone nicht mehr Teil der Grundversorgung durch die Swisscom. Die bestehenden Telefonkabinen werden schrittweise verschwinden. Dabei geht die Swisscom so vor, dass sie die Gemeinden oder die Städte über das Vorhaben informiert. «Meldet etwa die Stadt Luzern das Bedürfnis an, einzelne leere Telefonkabinen weiterzunutzen, überlassen wir diese kostenlos», sagt Sabrina Hubacher, Sprecherin der Swisscom.

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In der Stadt Luzern gibt es noch 27 öffentliche Telefonkabinen und 21 private Publifone. Diese werden durch die Swisscom im Auftrag von Dritten wie etwa Hotels oder Spitälern betrieben. Grund für das Verschwinden der Publifone ist, dass sie kaum mehr genützt werden, weil fast alle ein Handy besitzen. Von 2004 bis 2016 ging die Anzahl der Gespräche in Telefonkabinen um 95 Prozent zurück.

Kabine am Schwanen soll ausgeschrieben werden

Die Stadt Luzern besitzt zudem noch fünf bis sieben sogenannte Einbaukabinen, die noch von der Swisscom genützt werden. Eine davon steht am Schwanenplatz. «Sie wird nicht mehr zum Telefonieren genutzt und Abklärungen haben ergeben, dass wir keinen internen Bedarf sehen», sagt Hans Petermann, Leiter Portfoliomanagement bei der Abteilung Immobilien der Stadt Luzern. Diese Kabine soll bis Ende Jahr zur Zwischennutzung auf raumboerse.ch ausgeschrieben werden. Petermann: «Weil das Platzangebot sehr eng ist, sind wir auf die Resultate der Ausschreibung gespannt. Anfragen erhielt die Stadt zum Beispiel für den Betrieb eines Mini-Kiosks.»

Swisscom hat die Verträge noch nicht gekündigt

Ob allenfalls andere Telefonkabinen auch zur Vermietung ausgeschrieben, sonst wie neu genutzt oder abgebaut werden, ist offen. In Luzern ist die Telefon-Hüsli-Akte momentan in Prüfung bei den Behörden. Ob die Stadt einen Teil der 27 Telefonkabinen übernehmen möchte, ist laut Petermann offen: «Wir haben einen laufenden Vertrag mit der Swisscom. Sollte dieser gekündigt werden, wird dies intern geprüft.»

Vielleicht stehen einige der Luzerner Telefonkabinen aber bald auch in Vorgärten: Auch Private können diese kaufen – Stückpreis: 1500 Franken. Hinzu kommen Kosten für den Transport und die Montage. Total dürfte eine nostalgische Kabine ohne Telefon etwa mit 3000 Fr. zu Buche schlagen.

1995 gab es in der ganzen Schweiz über 58'000 Publifone. Nun verschwinden diese schweizweit oder werden neu genutzt – etwa als Büchertauschbörse oder als Standorte für Defibrillatoren. Am Mühlenplatz in Luzern hat die Stadt der Hochschule Gestaltung und Design eine Einbaukabine als Ausstellungsort zur Verfügung gestellt.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • K. Linker am 24.10.2017 10:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verdichtetes wohnen

    Wegen der Überbevölkerung, könnten die Hüsli als Einzimmer-Wohnung genutzt werden. Gewisse Volksimporteure reden doch ständig von zusammen rücken.

  • a.jung am 24.10.2017 11:12 Report Diesen Beitrag melden

    mein vorschlag:

    könnte man in diese alten Telefonhüsli nicht Defibrillatoren montieren.

    einklappen einklappen
  • Kunigunde am 24.10.2017 11:16 Report Diesen Beitrag melden

    Fumoir

    Die Telefonkabine kann als Fumoir um genutzt werden. Dann können die Raucher bei Regen und kälte dort drinn weiter rauchen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Andreas W. am 24.10.2017 19:44 Report Diesen Beitrag melden

    Bibliothek

    Regale einbauen und jeder kann dort gelesene Bücher hineinstellen oder mitnehmen. So gesehen in Prag.

  • Kunigunde am 24.10.2017 11:16 Report Diesen Beitrag melden

    Fumoir

    Die Telefonkabine kann als Fumoir um genutzt werden. Dann können die Raucher bei Regen und kälte dort drinn weiter rauchen.

  • a.jung am 24.10.2017 11:12 Report Diesen Beitrag melden

    mein vorschlag:

    könnte man in diese alten Telefonhüsli nicht Defibrillatoren montieren.

    • Pitri am 24.10.2017 11:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @a.jung

      das wird im Tessin bereits gemacht.

    • Pius am 24.10.2017 13:06 Report Diesen Beitrag melden

      @a.jung

      Bitte zuerst lesen dies ist ein Vorschlag wird im Text erwähnt.

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  • GM am 24.10.2017 10:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ideale Wohnung für Party Gänger

    Die sind eh selten zuhause. Statt an fremde Häuser zu pinkeln, können sie diese Duftmarke an der eigenen markieren.

  • K. Linker am 24.10.2017 10:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verdichtetes wohnen

    Wegen der Überbevölkerung, könnten die Hüsli als Einzimmer-Wohnung genutzt werden. Gewisse Volksimporteure reden doch ständig von zusammen rücken.

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