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09. Juli 2018 17:53; Akt: 09.07.2018 17:53 Print

«Mall of Switzerland ist auf Kurs»

Mehrere Mieter der Mall of Switzerland klagten kürzlich über schlechte Zahlen. Jetzt kontert der Mall-Manager.

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Leere Gänge und Ladenlokale – nachdem sich gegenüber der «Sonntagszeitung» anonym Mieter der Mall äusserten und über ausbleibende Kunden und tiefe Umsatzzahlen klagten, reagiert nun das Mall-Management.

«Umnutzung ist schlichtweg der falsche Begriff

«Fakt ist: Die Mall of Switzerland ist auf Kurs, die Umsätze der Läden entsprechen gesamthaft den Erwartungen», hält Mall-Manager Jan Wengeler in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber «Zentralplus» fest. Von Nervosität beim Management könne keine Rede sein. Zudem sei es auch längst bekannt, dass die Kundenzahlen teilweise tief seien. Sowieso würden in allen Einkaufszentren im Sommer die Kundenzahlen sinken.

Auch dass noch nicht alle Ladenflächen vermietet sind, sei längst bekannt. Mall-Manager Jan Wengeler präzisiert, dass im Attikageschoss – wo rund die Hälfte der Fläche unvermietet sei – keine Umnutzung, sondern allenfalls eine Art Zwischennutzung geplant ist: «Umnutzung ist schlichtweg der falsche Begriff. Das
suggeriert, dass dort beispielweise Wohnungen eingerichtet werden könnten. So etwas steht jedoch nicht zur Diskussion», sagt Wengeler auf Anfrage. Man wolle klar innerhalb des ursprünglichen Konzepts von Einkauf, Freizeit, Gastronomie, Services und medizinischen Leistungen bleiben. Etwas anderes sei beispielsweise auch weder räumlich noch rechtlich möglich.

Mieter entscheidet über definitiven Ausbau

Zwischennutzung sei der passendere Begriff. «Wir haben viele Freiflächen bewusst im Attikageschoss zusammengefasst, damit wir bei einer künftigen Nutzung möglichst flexibel sind. Das bietet natürlich auch viel Spielraum für eine allfällige Zwischennutzung vor der definitiven Vermietung», so der Mall-Manager. Denn: «Die Flächen dort oben befinden sich im Rohbau. Eine Zwischennutzung muss also einfach gestaltet werden können.» Wie die Flächen ausgebaut werden, entscheide der zukünftige und definitive Mieter.

«Kein Fünf-Sterne-Hotel»

Es sei aber korrekt, dass sich eine «Projektgruppe» mit dem Attikageschoss auseinandersetze. Dort sei etwa die Centerleitung sowie Spezialisten aus verschiedenen Gebieten vertreten, die die Centerleitung mit ihrem Wissen unterstützen. So kläre man beispielweise mit Co-Working-Experten aufgrund einer
entsprechenden Anfrage, ob sich ein Angebot in diesem Bereich für eine Zwischennutzung eignen würde.

So oder so ist Wengeler aber überzeugt, dass die Kundenzahlen sich positiv entwickeln. So würde etwa die Indoor-Surfanlage, die im September eröffnet, neue Besucher anziehen. Zudem wird im November auch eine ärztliche Gruppenpraxis des Luzerner Anbieters MedCenter eröffnet, betont die Mall-Leitung. Und: Aktuell gehe man auch die schon ursprünglich geplante Realisierung eines Hotels am Ebisquare an. Vieles dabei sei
aber noch offen und man werde« zur gegeben Zeit über das Vorhaben informieren».


(gwa)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Chrümmel am 09.07.2018 18:07 Report Diesen Beitrag melden

    Parkplätze gratis machen

    Macht die Parkplätze gratis dann werden auch die Leute kommen.

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  • Kerzscheks am 09.07.2018 18:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Talfahrt

    Bergab ist auch ein Kurs.

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  • DRIVER I am 09.07.2018 18:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Managementgeblabber

    Das haben die verantwortlichen beim Stücki in Basel auch gebetsmühlenartig erzählt. Nun kommen sort Kinos rein und in win paar Jahren wird das Stücki abgerissen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Berner Bär am 16.07.2018 08:46 Report Diesen Beitrag melden

    Erinnerungen an die 70er Jahre

    Noch gut erinnere ich mich, als das "Shoppyland" (schreckliches Denglisch: Sinnbefreit, aber in einem Marketinghirn entstanden.) in Schönbühl eröffnet wurde: Wer nicht innert den ersten drei Monaten da war, galt nichts. Sogar Maibummel führten in dieses Einkaufszentrum! (Ja, sie lesen richtig: Es hiess "Einkaufzentrum" und nicht "Shopping Mall"!!!) Auch Kritiker, die diesen "Konsumtempel" verfluchten, fanden sich nach spätestens einem halben Jahr ein. Heute ist das "Shoppy" kein grosses Thema mehr und ich bezweifle, dass es noch zu Wallfahrten wie anno dazumals kommt.

  • Willi Tell am 12.07.2018 12:46 Report Diesen Beitrag melden

    Wer ist der Manager der Mall of S..

    Die Mall of Switzeland wird von einem Deutschen geleitet. Das ist ja eine solcher Wiederspruch, wie wenn wir dem "Gipfeli" neu "Hörnchen" sagen müssten.

    • Mann aus Allemania am 15.07.2018 01:22 Report Diesen Beitrag melden

      Oh ja!

      Und dazu wie wenn wir "Widerspruch" statt "Wiederspruch" sagen würden. Bitte immer zuerst vor der eigenen Haustüre kehren!

    • Te Rasse am 15.07.2018 09:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Willi Tell

      Sie wollten (Sie) ja nicht.

    • Dirk am 15.07.2018 09:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Willi Tell, keine Sorge

      In Bayern sagt man dazu Kipferl und Hörnchen ist sowieso nicht allzu sehr verbreitet. Warum aber ein Deutscher den Job bekommen hat und kein Schweizer, sollte man mal näher überprüfen. Vielleicht liegt es ja am mangelnden Qualifikationsnachschub.

    • Berner Bär am 16.07.2018 08:38 Report Diesen Beitrag melden

      @Dirk

      Schon interessant, auch in Deutschland wird über den "Fachkräftemangel" gejault...

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  • Francoisbiker am 11.07.2018 15:24 Report Diesen Beitrag melden

    Hallenbad

    In der Region wird sehnlichst ein Hallenbad erwartet.

  • Adi Iseli am 11.07.2018 14:44 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Mitleid

    Ich habe überhaupt kein Mitleid - dieses Gebäude hätte nie gebaut werden dürfen. Ich werde nie einen Fuss da rein setzen. Es gibt wirklich genug Einkaufsmöglichkeiten in unserer Region.

  • montouli am 11.07.2018 08:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falsche Läden

    Es sind doch immer die gleichen Läden. Wieso sollte ich für einen Laden rüber fahren, den ich auch näher bei mir habe?! Man hätte schauen sollen, dass man etwas anbietet, was es nicht an jeder anderen Ecke auch schon gibt. Denn, ja, es gibt wesentlich mehr Läden als die ewigen 5, die überall zu finden sind!