Luzern

23. April 2018 12:59; Akt: 23.04.2018 17:48 Print

Polizei fasst notorischen Sex-Täter dank DNA

von Daniela Gigor - Die Staatsanwaltschaft Luzern hat einen Mazedonier angeklagt, der mehrfach Frauen sexuell genötigt hat. In einem Fall kam es zu einer versuchten Vergewaltigung.

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Im Dezember 2010 hat ein Mann versucht, eine Frau in Luzern beim Bahnhof zu vergewaltigen. (Bild: 20 Minuten)

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Der 32-jährige Mann aus Mazedonien wird beschuldigt, im Oktober 2010 am Morgen früh in der Stadt Luzern eine ihm unbekannte Frau angesprochen und sexuell genötigt zu haben. «Sie war zuvor an einer Party und auf dem Heimweg, als sie am Quai vom Mann angegangen wurde», sagte Simon Kopp, Informationsbeauftragter der Luzerner Staatsanwaltschaft.

Zudem soll der Mann im Dezember 2010 am Bahnhof Luzern versucht haben, eine Frau zu vergewaltigen. Das Opfer wehrte sich allerdings massiv, worauf der Täter flüchtete, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Dieser Fall ereignete sich laut Kopp morgens um sechs Uhr, die Frau sei ebenfalls auf dem Heimweg nach dem Ausgang gewesen.

Der Mann konnte nun dank einer DNA-Spur identifiziert werden, die ihm wegen Verdacht auf eine andere versuchte sexuelle Nötigung im Kanton Obwalden abgenommen wurde. Dieser Übergriff ereignete sich im Februar 2017. Damals belästigte und schlug er eine Frau, die in Alpnach am Morgen früh unterwegs war. Bei solchen Fällen würden dem mutmasslichen Täter standardmässig DNA-Proben abgenommen und in eine Datenbank eingegeben, so Kopp. In diesem Fall gabs eine Übereinstimmung zum Fall in Luzern.

Mehrjährige Freiheitsstrafe gefordert

Der Mazedonier befand sich mehrere Wochen in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Luzern hat die Untersuchungen nun abgeschlossen und ihn wegen sexueller Nötigung und versuchter Vergewaltigung beim Kriminalgericht angeklagt.

Sie fordert eine mehrjährige Freiheitsstrafe. Zudem soll sich der Mann einer Therapie unterziehen. Diese Massnahme wird vom Bewährungsdienst des Kantons Luzerns überprüft und überwacht.

Mit dem Vergewaltigungsfall von Emmen im Jahr 2015 hat der 32-jährige Mazedonier aber nichts zu tun. Der Täter in diesem Fall ist immer noch unbekannt.

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