Schuldig

30. November 2012 00:38; Akt: 30.11.2012 00:39 Print

Neun Monate Haft für «Geschäftsfrau»

von Daniela Gigor - Das Luzerner Kriminalgericht hat die betrügerische Susanne C. zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Ihr Anwalt Valentin Landmann erwägt Berufung.

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Susanne C. hat keine Löhne bezahlt und ist ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachgekommen.

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Susanne C.* ritt mehrere Firmen in den Konkurs. Ihren Mitarbeitern zahlte sie die Löhne nicht, und sie kam auch anderen finanziellen Verpflichtungen nicht nach (20 Minuten berichtete).

Jetzt erhält sie für dieses Geschäftsgebaren ihre Strafe: C. wurde der mehrfachen Misswirtschaft, Urkundenfälschung, Erschleichen einer falschen Beurkundung und Unterlassung der Buchführung schuldig gesprochen. Hinzu kommt ein Pfändbetrug. Wegen dieser Delikte hat das Kriminalgericht C. zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt. Davon muss C. neun Monate hinter Gitter. Nach der Entlassung muss sie sich während drei Jahren tadellos verhalten, ansonsten muss sie für weitere zwei Jahre in den Knast. Ausserdem muss C. dem Gericht über 22000 Franken Verfahrenskosten bezahlen.

«Provisorische Berufung angekündigt»

Die Kosten für C.s amtlichen Verteidiger, den Zürcher Staranwalt Valentin Landmann, in Höhe von über 14500 Fr. müssen allerdings die Steuerzahler berappen. Landmann hat gegen das Urteil des Kriminalgerichts provisorische Berufung angemeldet. «Wenn ich das begründete Urteil gelesen habe werden wir das weitere Vorgehen entscheiden», sagt Landmann.

Über eine Berufung würde sich René Wagner, Vater eines eines geschädigten Ex-Mitarbeiters von C. freuen: «Das würde der Staatsanwaltschaft die Möglichkeit geben, die Gefängnisstrafe auf ein Jahr zu erhöhen.» Das Urteil des Kriminalgerichts ist noch nicht rechtskräftig – und C. muss darum zumindest vorerst noch nicht in Haft.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Anton Meier am 01.12.2012 12:47 Report Diesen Beitrag melden

    Lachhaft

    Freichheit eins, die lächerliche Strafe. Frechheit zwei, dass ein von Steuergeldern bezahlter Verteidiger sich überhaupt überlegt, dagegen Berufung einzulegen. Denn wir zahlen schlussentlich die Sause. Die Frau ist hochkriminell, bescheisst nach Prinzip und kommt so weg.

  • Felix am 30.11.2012 20:23 Report Diesen Beitrag melden

    Kriminelle -DE - Energie ausschaffen

    solche Kriminelle-Energien muss man nach der Haftstraf-Verbüssung ausschaffen.

  • Moin Fehr am 30.11.2012 18:16 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht jeder hat das gleiche Recht!

    Blödsinn. Je nach Richter hat man mehr oder weniger Strafe. Naiv zu meinen, dass jeder das gleiche Recht hat. So ist es ganz bestimmt nicht.

  • Ius am 30.11.2012 13:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Seien Sie froh

    Liebe Laien, solange Sie sich nicht mit dem schweizerischen Rechtssystem auskennen, sollten Wertungen ihrerseits ausbleiben. Jeder Mensch in der Schweiz hat Anspruch auf einen fairen Prozess mit denselben Voraussetzungen. Denken Sie immer daran, wie es in anderen Staaten ist und vergessen Sie nicht, wie froh Sie um die Existenz unsere Rechtsordnung wären, wenn Ihnen etwas passieren würde. Auch wenn man nicht immer mit der Rechtssprechung einverstanden ist, sollte man sich dessen Bewusstsein. Denn wenn Sie z.B. Aus fahrlässigem Handeln jemanden zu Tode fahren, möchten sie auch nicht 20 J. Knast

    • Bodo Haudruff am 30.11.2012 16:35 Report Diesen Beitrag melden

      Wasser, Wein oder Jus ?

      Gut gepredigt!

    • spotlite zh am 30.11.2012 18:50 Report Diesen Beitrag melden

      Wer ist hier der Laie? gewagte Theorie..

      Naja, das muss ich relativieren. Wenn Banker, welche tausende von Leuten in den Ruin treiben oder durch-geknallte Raser welche unbeteiligte Leute totfahren oder schwer verletzen mit bedingten Gefängnisstrafen davonkommen, dann setze ich doch ein grosses Frage-zeichen hinter unsere Justiz. Die Opfer werden immer mehr zu Mittätern gemacht und im Regen stehengelassen. Ob so eine Justiz wirklich das vertritt, was das Volk will ist eher fragwürdig. Und: es ist nicht an der Justiz zu ent-scheiden sondern der Souverän gibt der Justiz Vorgaben welche von der Justiz immer weniger respektiert werden.

    einklappen einklappen
  • Profi Tabel am 30.11.2012 12:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Hmmm...das Lohnt sich ja richtig zu betrügen! Der gestrafte ist und bleibt der ehrliche Arbeiter und Bürger

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