Nur für Luzern

04. August 2016 10:08; Akt: 09.08.2016 12:22 Print

Poké-Radar zeigt, wo seltene Monster stecken

von Sandro Bucher - Ein Luzerner Twitter-Account wirft das Spielprinzip von «Pokémon Go» über den Haufen: Im Minutentakt twittert er, wo sich die seltensten Minimonster verstecken.

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Der seltene Kraftprotz Machomei, ein vollentwickeltes Machollo, am Franziskanerplatz in Luzern. (Bild: 20 Minuten/Sandro Bucher)

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Die Sammlungen der Luzerner Pokémon-Jäger dürften sich in den nächsten Tagen schneller füllen als die in der restlichen Schweiz: Grund dafür ist ein neuer Twitter-Account.

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Der «PokéListener» twittert im Minutentakt, wo die seltensten aller Minimonster in der Stadt Luzern zu finden sind. Da sich die Fabelwesen oft nur für zehn Minuten zeigen, verwandelt sich das bisherige «Pokémon Go»-Spielprinzip von einem Ausharren an Pokémon-Hotspots in eine rasante Schnitzeljagd quer durch die Stadt.

22-jähriger Entwickler aus Luzern

Hinter dem Twitter-Bot steckt der 22-jährige Software-Entwickler Patrick Muff aus Triengen. «Die Idee basiert auf den vielen Pokémon-Maps weltweit, die zeigen, wo sich sämtliche Pokémon befinden. Da diese aber auch auf schwache und häufige Pokémon hinweisen, konnten Jäger unmöglich die ganz seltenen Monster ausfindig machen.» Deshalb hat Muff einen Scanner entwickelt, der die raren Geschöpfe für Luzerner herausfiltert und diese per Tweet ankündigt.

«Momentan arbeiten über 60 computergesteuerte  ‹Pokémon Go›-Accounts gleichzeitig für meinen Scanner. Sie teleportieren sich an berechnete Koordinaten in Luzern und schauen – wie normale Spieler auch – welche Pokémon sich dort befinden.»

Danach schickt die virtuelle Pokémon-Suchtruppe von Patrick Muff die Koordinaten sämtlicher Monsterchen, die sie finden, an seine Datenbank. Dort werden aus den gesammelten Daten die Fundorte der seltenen Kreaturen herausgefiltert und an den Twitter-Account geschickt. Dieser twittert automatisch die Informationen, die die Pokémon-Jäger in ganz Luzern bei der Jagd unterstützen.


Erfolgreiche Stadt-Jagd

Ein kurzer Spaziergang am Mittwoch zeigt: Der Twitter-Account funktioniert tadellos. Am Franziskanerplatz in Luzern liess der seltene Kraftprotz Machomei seine Muskeln spielen. Ein Pokémon, das auch drei Wochen nach dem offiziellen Schweizer Release von «Pokémon Go» in den meisten Schweizer Sammlungen fehlen dürfte.

Auffällig ist, dass sich die seltenen Pokémon scheinbar besonders rund um die Jesuiten- und die Franziskanerkirche wohlfühlen. «Bisher gibt es wenige Anzeichen von wirklichen Mustern», sagt Muff. «Jedoch habe ich beobachtet, dass sich in der Altstadt und am Bahnhof Luzern die besten Pokémon tummeln.»

Weitere Städte möglich

Muffs virtuelle Suchtruppe ist bisher einmalig in der Schweiz. Lediglich für die Berner Altstadt existiert ein ähnlicher Twitter-Account, der aber auch die Fundorte von weniger seltenen Pokémon ankündigt.

Weil die Entwicklung seines Scanners für die Stadt Luzern lediglich fünf Stunden dauerte, kann sich Muff eine Ausweitung des Angebotes vorstellen: «Es wäre kein Problem, neben Luzern auch weitere Städte mitzuscannen, falls Pokémon-Jäger in anderen Orten der Schweiz daran interessiert wären.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kokuna am 04.08.2016 10:20 Report Diesen Beitrag melden

    Hornliu das Stärkste.

    Ich fange nur Hornlius. Alles andere interessiert mich nicht.

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  • Bergtroll am 04.08.2016 10:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Serverüberlastung

    Das die Server ein problem haben wenn für jeden realen Spieler noch zig computer gesteuerte dazukommen kann ich mir ja vorstellen. Aber 90% der Spieler geht es ja nicht wirklich ums cheaten, sondern darum überhaubt eines in ihrer Umgebung zu finden. Das Problem wäre nur halb so schlimm, wenn Niantic ihre Möglichkeit fixen würde und sie nicht einfach entfernt!

  • Trainer am 04.08.2016 11:23 Report Diesen Beitrag melden

    Nur Stubenhocker brauchen solche Dienste

    Ich hab das Radar nie wirklich benutzt und verwende nach wie vor keine externen Drittanbieter. Trotzdem bereits über 110 im Pokedex. Es geht also auch ohne, und ja ich habe einen Job. Des Rätsels Lösung ist nunmal zu reisen. Wer nur zwischen Zuhause und Arbeitsort hin und her pendelt wird keine grosse Vielfalt finden, wer hingegen immer wieder neue Orte bereist schon eher.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Chuck Norris am 05.08.2016 21:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pokemon

    habe ich alle schon gefangen. Mit dem Festnetztelefon.

  • Herr Üzgür am 05.08.2016 21:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wurst

    Heute gabs bei mir eine Bratwurst mit Rösti.

  • Jan am 04.08.2016 18:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pokemon radar

    Es gibt auch ein app für die ganze welt!!

  • Michael-Benjamin Haas am 04.08.2016 12:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Polestops in Aarau

    In Aarau im park gibt es 2 Pokestops nebeneina der im Abstand von 10m... Wenn beide mit einem Lockmodul ausgestattet sind braucht man nurnoch zu warten, pickniken oder auch dösen... Habe in 1h so 46Pokemon gefangen und 4Lvl aufgestiegen... Und es ist in einem kleinen Park, stört also keinen...

    • Löli am 04.08.2016 13:02 Report Diesen Beitrag melden

      Gute Strategie

      Mehrere Pokestops an einem Ort gibts oft. Vor dem Grand Casino in Baden sind 3 gleich nebeneinander .

    • Pokestopnest am 16.08.2016 15:19 Report Diesen Beitrag melden

      juhu

      Casino in Bern sind es 5 Pokestops auf einmal :-)

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  • Jane38 am 04.08.2016 12:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    cool

    mir macht das spiel spass, auch ohne diesen radar. obwohl es manchmal nervt nicht zu wissen wo die seltenen sind

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