Luzern

26. Juli 2017 12:03; Akt: 26.07.2017 12:03 Print

Polizist entschuldigt sich bei Nordafrikanern

Ein Kaderpolizist ist nach einer Untersuchung abgemahnt worden. Er mischte sich als Privatmann in eine Festnahme ein und machte ehrverletzende Äusserungen.

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Ein Luzerner Kaderpolizist ist nach einem Vorfall abgemahnt worden. (Symbolbild Keystone/ Urs Flüeler)

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Dem Luzerner Kaderpolizisten wurde vorgeworfen, während der Fasnacht zwei bereits arretierte Männer aus Nordafrika beschimpft und tätlich angegangen zu haben. Der Vorfall ereignete sich am 25. Februar 2017 am «rüüdige Samschtig» unter der Egg in der Altstadt. Mitarbeiter der Polizei nahmen zwei Männer fest. Dabei mischte sich der Kaderpolizist ein, der privat an der Fasnacht war.

Äusserungen nicht gravierend

In der Folge reichte der Polizeikommandant gegen den Beamten eine Strafanzeige ein. Der Untersuchungsbeauftragte des Administrativverfahrens habe die ehrverletzende Äusserung allerdings als nicht gravierend beurteilt, wie die Luzerner Polizei am Mittwoch mitteilte. Eine Tätlichkeit, die dem Polizisten ebenfalls vorgeworfen wurde, konnte nicht nachgewiesen werden. Trotzdem sei das fehlbare Verhalten schriftlich abgemahnt worden.

Dem Image der Polizei geschadet

Der fehlbare Beamte habe eingestanden, mit seinem Verhalten dem Image der Polizei geschadet zu haben. Er hat sich bei den Betroffenen und bei der Polizei entschuldigt. Weil die beiden Nordafrikaner keine Strafanträge stellten, wurde das Strafverfahren eingestellt und die Administrativuntersuchung weitergeführt. Das Verfahren wurde von einem Zuger Anwalt geführt.

(dag/sda)

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