Zug/Zagreb

11. Juni 2018 05:42; Akt: 11.06.2018 09:28 Print

Zuger nach Explosion wegen Duftspray im Spital

Weil ein Duftspray ein Leck gehabt habe, verteilten sich Dämpfe im Auto eines 22-Jährigen. Als er sich eine Zigarette anzündete, kam es zu einer Verpuffung. Nun will er andere warnen.

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Das Unheil begann ganz harmlos: Mit einem Autoduftspray hat ein 22-jähriger Zuger* am vergangenen Samstag in Zagreb während eines Wochenendaufenthaltes sein Auto aufgefrischt. «Wegen der warmen Temperaturen hat der Duftspray später ein Leck bekommen», sagt er. So hätten sich mit der Zeit die Dämpfe im Auto verteilt. Später zündete sich der Mann eine Zigarette im Auto an – und entzündete dabei die Dämpfe: Es kam zur Verpuffung.

Der Mann wurde dabei verletzt: «Ich bin danach ins Spital gefahren, um mich verarzten zu lassen.» Im ersten Moment habe er die Schmerzen noch gar nicht gespürt.

Die Wucht der Verpuffung habe auch einigen Schaden am Wagen angerichtet: Eine Autotür wurde nach aussen gedrückt und verbogen. Wenn man das Auto anschaue, könne man sich vorstellen, welcher Druck da gewirkt habe.

«Zum Glück ist nicht mehr passiert»

Der Mann zog sich Verletzungen am Kopf, den Armen und den Beinen zu: «Die Haare und die Augenbrauen wurden angesengt, meine Arme sind nun komplett eingebunden», sagt er.

Es handle sich um Verbrennungen zweiten Grades. Dabei seien offene Wunden entstanden, die starke Schmerzen verursachen. «Die Wunden könnten vollständig heilen, aber auch Narben hinterlassen. Zum Glück ist nicht mehr passiert», sagt er weiter.

Heilungsprozess dauert 6 bis 8 Monate

Nach dem Unfall wurde der 22-Jährige in einem Spital erstversorgt und danach in eine Spezialklinik gebracht. «Ich hoffe, dass ich nun so schnell wie möglich wieder nach Hause kann», sagt der Mann. Inzwischen konnte er das Spital verlassen, muss aber regelmässig das Verbandsmaterial wechseln lassen. Bis die Wunden verheilt sind, soll es sechs bis acht Monate dauern. «Ich muss nun den ganzen Sommer meine Haut vor der Sonne schützen, um diese zu schonen.»

Nun will er andere vor der Gefahr warnen: «Viele meiner Freunde meinten: ‹Das hätte mir genau so gut passieren können›», sagt er. Und: «Mir geht es darum, die Leute vor solchen Unfällen zu bewahren. Das könnte ja auch mit einem Deo oder anderen Sprays passieren, wenn das Auto von der Sonne aufgeheizt wird», sagt der 22-Jährige.

Einen ähnlichen Vorfall gab es im vergangenen September in St. Margrethen SG: Dort hatte sich ein Mann Verbrennungen im Gesicht und an der Brust zugezogen, als er sich nach dem Einsatz von Duftspray im Auto eine Zigarette anzündete.

* Name der Redaktion bekannt

(gwa)

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