Havarie auf dem Vierwaldstättersee

08. Dezember 2017 15:34; Akt: 08.12.2017 16:24 Print

Reparatur der MS Diamant kostet Millionen

Am Donnerstagabend lief die MS Diamant auf dem Vierwaldstättersee auf Grund. Nun wurde sie provisorisch geflickt und nach Luzern gefahren.

Stefan Schulthess von der SGV spricht über den Unfall der MS Diamant. (Video: jas)
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Das Motorschiff Diamant ist am späten Donnerstagabend etwa 400 Meter vor einer Schiffanlegestelle auf dem Vierwaldstättersee auf Grund gelaufen. Die 15,5 Millionen teure MS Diamant konnte noch mit eigener Kraft zur Schiffstation Kehrsiten fahren, wo die 163 Passagiere unverletzt das Schiff verlassen konnten.

Wie der «Blick» berichtet, fand auf dem Schiff ein Firmenanlass statt, an dem auch Schweizer Prominente wie DJ Mr. Da-Nos teilnahmen.

MS Diamant nun in Luzern

Nachdem Polizeitaucher die Lecks provisorisch abgedichtet hatten, konnte das Schiff aus eigener Kraft in seinen Heimathafen Luzern zurückkehren. Die Schiffsmotoren haben den Unfall unbeschädigt überstanden. «Im Motorraum gab es keinen Wassereinbruch», sagte SGV-Direktor Stefan Schulthess. Auf der Fahrt von Kehrsiten über den Vierwaldstättersee nach Luzern wurde die MS Diamant zur Sicherheit von weiteren Schiffen begleitet.

«Es wurde die ganze Nacht bis zum Morgen daran gearbeitet, dass das Schiff es nach Luzern schafft», so Schulthess. Jetzt wird die MS Diamant auf ein Schwimmdock gehoben, «erst dann sehen wir, wie gross die Schäden im Rumpf tatsächlich sind.» Es werde nun so schnell wie möglich mit der Analyse und der Behebung der Schäden begonnen.

Vor allem Küchengeräte erlitten Schaden

«Im Moment schauen wir, was alles kaputt gegangen ist», so Schulthess. Es sei weniger der Rumpf, der Schaden von dem Aufprall genommen habe, sondern viel mehr die Geräte, die an Bord seien. «Vor allem viele Küchengeräte und die Heizung waren lange unter Wasser. Wir müssen davon ausgehen, dass die Elektronik grossen Schaden erlitten hat und nun ausgewechselt werden muss», sagt der SGV-Direktor.

Motorschiff Diamant läuft auf Grund

Erste Sichtung bringt Einschätzung über Sachschaden

Da nicht bekannt sei, wie lange die Lieferfristen für die neuen Geräte sind, sei es schwierig zu sagen, ab wann Gäste wieder an Bord der MS Diamant gehen können. Ebenso könne kein genauer Sachschaden beziffert werden, so Schulthess. Doch er befürchte, dass der Sachschaden in Millionenhöhe liege. Gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte er, er vermute, der Sachschaden liege im «siebenstelligen Bereich».

(jas)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Soleil am 08.12.2017 15:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Arbeit

    Und, wie ist das ganze eigentlich passiert, ein Schiff läuft nicht einfach so auf den Grund, keine Einzelheiten bekannt, spannend!

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  • Simi am 08.12.2017 15:44 Report Diesen Beitrag melden

    Schettino 2.0?

    Ja und was war jetzt die Ursache für das Auflaufen? Hatte der Kapitän eine hübsche Frau in der Brücke und wollte sie durch eine ufernahe Fahrt beeindrucken?

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  • W. Stätter am 08.12.2017 15:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bürgenstock

    Die MS Diamant hat sich vor dem Bürgenstock Resort verneigt, wie eine Bonsai Costa Concordia.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Flick Moby Flick am 09.12.2017 19:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sorry...

    Sorry neuste Recherchen werfen alles über den Haufen, der Russe war es, der Gütsch- Russe habe vor Wochenfrist ein U-Boot Gewässert und das Nacht und Nebel, jetzt kann es sein, dass er Auftauchen wollte und dabei das Schöne Juwel, der Diamant des Vierwaldstätter See gerammt hat. Also sofort das Hotel Gütsch konfiszieren, wenigsten das Küchen-Mobiliar.

  • Flick Moby Flick am 09.12.2017 17:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So war es..

    Ich habe es mir ander's überlegt, es war der Dampfkochtopf, der ist explodiert und hat ein Leck in den Rumpf geschlagen, genau so war's, oder doch ein Ferngesteuerter Felsen, gelenkt von einem "Riesseckel" der unter dem Titanik Syndrom leidet, auch unter dem Fachausdruck Schiffsphophie bekannt. Na ja irgendwie so muss es abgelaufen sein.

  • Chester am 09.12.2017 09:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kapitän abgelenkt?

    Haben dieses Schiff auch schon für Anlass gechartert. Gäste durften alle auf der Brücke ein und aus gehen wie sie wollten.

    • samt & sonders am 09.12.2017 12:36 Report Diesen Beitrag melden

      elektronik abgelenkt?

      vieleicht war eine antenne für etwas absurdes empfänglich?

    • Autopilot am 09.12.2017 13:04 Report Diesen Beitrag melden

      @samt & sonders

      Vieleicht empfing der Höhenmesser ein falsches Signal, was für den hohen Tiefgang ursächlich war;)

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  • Dominik am 09.12.2017 07:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fragen

    Diese Havarie wirft bei mir ein paar Fragen auf. Warum fährt der Kapitän so nahe am Ufer, eigentlich wäre es ja verboten. Oder hat es mitten im See Felsen die auf der Seekarte nicht markiert sind? Und ist dieses Schiff nicht mit einem Echolot ausgestattet welches dem Kapitän signalisiert "Achtung Untiefe"?

  • Flick Moby Flick am 09.12.2017 05:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz klar....

    Nach langem Überlegen und Analysen, weiss ich jetzt warum es da gekracht hat.... Ganz klar Überlast. Ist doch klar, also es waren, ja was,, Prominente Gäste an Bord, das heisst wo Prominente, hat es Unmengen an Personenschützer und die wiederum sind übermässig Bewaffnet. Durch Arsenal an Geschützen wurde das Gewicht unterschätzt und Bums,,, Loch im Schiff, Ende der Fahnenstange. Fazit Prominente sollten nicht Schiff fahren, die können zB. Schwimmen gehen oder ein Schützenlotto besuchen usw. Aber nicht Schiff fahren.

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