Stanser Entwicklung

07. März 2018 05:47; Akt: 07.03.2018 08:57 Print

Gardisten bekommen Helme aus 3D-Drucker

von Tunya Koch - Die Schweizergarde in Rom bekommt neue Helme aus dem 3D-Drucker. Dabei setzt sie auf einheimische Produktion. Noch werden Sponsoren gesucht.

An der AMX Expo wird der Helm aus dem 3D-Drucker gezeigt (Video: tk/sw)
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Die AMX Expo ist die einzige Messe, die sich nur mit 3D-Druck beschäftigt und die am Dienstag und Mittwoch in Luzern stattfindet. Ein Highlight der Ausstellung ist der Prototyp eines neuen Helms für die Schweizergarde im Vatikan, der unter der Leitung von Marcus Risi, Geschäftsführer der Stanser Firma 3D-Prototyp, entwickelt wurde.

Die aktuellen Helme bestehen aus Blech und wurden stehts handgefertigt. Weil die schwarzen Helme, ihre besten Jahre hinter sich haben, beschloss man neue zu produzieren und dafür die Technolgie von 3D-Druck zu nutzen.

Massiv kürzere Herstellungsdauer

Vergangenen Sommer wurde die Firma 3D-Prototyp bezüglich der Produktion eines neues Helmes angefragt. Risi: «Ich habe grosse Freude, es geht hier primär nicht ums Geld, sondern darum, so ein spannendes Projekt als Zentralschweizer für Rom umzusetzen.» Initiiert hatte das Projekt der Bauingenieur Peter Portmann. Der Stanser stellte den Kontakt zwischen dem Vatikan und der 3D-Druckfirma her.

Das alles gibts an der Messe zu sehen. (Video: Keystone)

Die neue Kopfbedeckung wird aus sogenanntem ASA bestehen. Das kratzfeste und UV-resistente Material wird im Vergleich zum Vorläufer viel leichter sein und trägt auch sonst zum Komfort der Gardisten bei: «Blech kann schon sehr heiss werden», sagt Risi. Zudem verkürzt sich die Herstellungsdauer um dutzende Stunden auf rund 20 Stunden.

Für die Herstellung wurde zunächst der Standardhelm mit einem 3D-Scanner eingelesen. Danach wurden die aufgenommenen Daten von einem 3D-Artist aufbereitet und ein 3D-Prototyp hergestellt. «Anfangs arbeiteten wir mit zwei Halbschalen, mittlerweile ist das Ziel, den Helm in einem Stück auszudrucken», erzählt Risi. Bezüglich Design wird sich nicht viel ändern, nach Begutachtung des ersten Prototyps kam der Wunsch aus Rom, noch das Wappen von Papst Julius II auf den Helm zu drucken.

Interessenten können sich in Helmen verewigen lassen

Geplant ist es, die ersten Helme an der Vereidigung der neuen Gardisten im Mai zu präsentieren, wo Luzern als Gastkanton anwesend sein wird. Schlussendlich werden aber 100 Stück für die Schweizergarde gedruckt.

Für die Finanzierung der Helme sucht das Unternehmen nach Sponsoren, Privatpersonen etwa, aber auch Firmen oder andere Institutionen. Wer einen Helm sponsert, darf sich mit seinem Namen als Inschrift im Helm verewigen lassen. Laut Risi soll sich der Preis dafür zwischen 800 und 1000 Franken bewegen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Amen am 07.03.2018 06:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vatikan soll zahlen

    Warum werden sie Helme nicht vom Vatikan bezahlt. Die Garde beschützt doch den Papa (Papst).

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  • Konfilos am 07.03.2018 06:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vatikanstaat

    Rom resp. Der Vatikanstaat hat doch genug Geld???

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  • Typhoeus am 07.03.2018 06:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Als nächstes kommen Reliquien

    aus dem 3D Drucker, der Schritt der Kirche ins Digitalzeitalter.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Drcfan am 08.03.2018 13:31 Report Diesen Beitrag melden

    metall 3d drucm

    Als jemand der täglich mit Metall 3D druck (SLM) zu tun hat, kann ich hier nur den kopf schütteln. Es ist so ziemlich jedes argument gelogen

  • Ch. Mensch am 07.03.2018 13:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verkümmerte Gesellschaft

    Kein Handwerk mehr. Keine Denker mehr. Kein Stolz mehr.

    • Ueli am 07.03.2018 14:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ch. Mensch, tja

      Schrecklich. Und Hellebarden werden auch keine mehr hergestellt. Stattdessen belästigen uns nur noch helle Barden mit linken Liedern.

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  • Uwe am 07.03.2018 13:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na sowas

    Als ob es keine geeignete Objekte gäbe, die man mit 3D-Druckern realisieren kann.

  • Sepp Aelpler am 07.03.2018 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    Garde =Trachtengruppe!

    Ich frage mich Überhaupt ?:braucht es es eine solche Trachtengruppe. für mich wie Fasnacht folklore .

  • Linus am 07.03.2018 13:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sponsoring hat Tradition

    Schliesslich wurde auch die Schweizergarde selbst gesponsert - von den Fuggern aus Augsburg.

    • Emil am 07.03.2018 13:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Linus kann nicht sein

      Die Fugger haben doch den Habsburger Karl V. auch gesponsert. Die finanzieren doch nicht Österreicher und Schweizer.

    • Ueli am 08.03.2018 15:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Emil, warum nicht?

      Die Habsburger haben sich ja auch eine Schweizergarde als Bodyguards gehalten. War nix aussergewöhnliches damals. Hatte jeder Potentat.

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