Kanton Luzern

30. November 2015 08:50; Akt: 30.11.2015 09:29 Print

Schüler demonstrieren zum Beginn der Spardebatte

Mehrere hundert Schüler haben am Montag vor dem Regierungsgebäude gegen die geplanten Sparmassnahmen im Bildungsbereich protestiert.

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Mehrere hundert Schüler nahmen an der Demonstration teil. (Bild: gwa)

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Die Mitglieder der Luzerner Kantonsräte sind auch im Vorfeld der diesjährigen Budgetdebatte von zahlreichen unzufriedenen Schülern begrüsst worden. «Opfert unsere Zukunft nicht auf dem Altar des Steuerwettbewerbs», forderten die Schüler auf Transparenten.

Vom Schwanenplatz her zogen die Schüler der Reuss entlang und dann über den Reusssteg zum Regierungsgebäude. Mit Buhrufen und Pfiffen taten sie den Kantonspolitikern kund, dass sie von deren Finanzpolitik nichts halten.

19,8 Millionen Franken Defizit

Der Voranschlag 2016, den der Regierungsrat dem Parlament zur Genehmigung unterbreitet hat, sieht bei einem Gesamtaufwand von 3,7 Milliarden Franken ein Defizit von 19,8 Millionen Franken vor. Darin eingerechnet sind zahlreiche Massnahmen, die die Ausgaben drosseln und die Einnahmen erhöhen sollen.

Umstritten sind vor allem die Massnahmen, die das Sozialwesen und die Bildung, aber auch die Polizei betreffen. Bei der Bildung geht es etwa um höhere Schulgelder, Zwangsferien oder die Schliessung der Fachklasse Grafik.

Kantonsrat diskutiert ab Montag

Die Chancen der Schülerschaft, dass ihre Anliegen zumindest teilweise erhört werden, sind intakt. Die vorberatende Kommission beantragt dem Parlament, auf gewisse Entlastungsmassnahmen in der Bildung und in anderen Bereichen zu verzichten.

Im Vorfeld hatten sich zahlreiche Gruppierungen bereits gegen die geplanten Sparmassnahmen gewehrt. So haben etwa die Schüler der Fachklasse Grafik eine Petition gegen die Schliessung der Schule eingereicht. Weiter hatte etwa die «Luzerner Allianz für Lebensqualität» gegen das Sparpaket protestiert und in den Bereichen Bildung, Gesundheit und ÖV drei Initiativen zum Thema lanciert. Auch an verschiedenen Schulen gab es Protestaktionen. Ab Montag diskutiert nun der Kantonsrat über die geplanten Massnahmen.

(gwa/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Minl am 30.11.2015 09:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bildung

    Man könnte bei so vielen Orten sparen. Wie kommt man bitte auf die Idee bei Bildung zu sparen ?

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  • Luzerner in ZH am 30.11.2015 11:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    am falschen Ort gespart

    Bildung ist nicht teuer, sondern viel BILLIGER als Arbeitslosen- und Sozialhilfegelder, die man später einem Arbeitslosen und Ausgesteuerten zahlen muss!

  • Cavi33 am 30.11.2015 10:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falsch sparen

    Man sollte zuerst bei den Beamtenlöhnen sparen, alle verdienen viel zu viel. Die Bildung ist das einzige Gut das immer in der Schweiz bleibt. Sonst landet ein Drittel der Bevölkerung beim Sozialamt. Hilfsjobs gibt es immer weniger.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter Zimmermann am 01.12.2015 15:05 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaubwürdig

    Genau diese Regierung singt in ein paar Tagen: "Ihr Kinderlein kommet" Und nach dem der Bauch voll ist: "Oh du fröhliche." Unglaubwürdig..... insbesondere gegenüber Kinder und Jugendlichen. Reform 91 Organisation für Strafgefangene und Ausgegrenzte

  • Men Sch Ver Stand am 01.12.2015 11:18 Report Diesen Beitrag melden

    Genug Akademiker, es reicht.

    Lustig das genau diese Demonstrieren, welche keine Steuern zahlen und folglich auch keinen Beitrag zur Kantonskasse leisten! Wenn gespart werden muss, dann soll überall gespart werden. Wenn dann die Studis auf die Strasse gehen, weil sie anstatt CHF 500.- pro Semester plötzlich CHF 600.- zahlen müssen, zeigt das wie realitätsfremd die Kinder denken! Es muss mir keiner kommen und sagen nicht jeder hätte in der Schweiz Chance auf gleichberechtige Bildung. Aber man muss die Uni's und FH's nicht ins bodenlose unterstützen. Man soll sich besser wieder auf die Berufslehren fokussieren!!

    • Schüler am 01.12.2015 15:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      erstmal lesen Bitte

      die rede ist nicht nur von Schulgeld sondern von ganzen schulschliessung bei den grafiker-lernenden und zwangsferien beim fmz sowie kanti und Berufsschule

    • Akademiker am 01.12.2015 16:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Wer lesen kann ist im Vorteil

      die selben Leute die sich an der akademisierung stören, versuchen, den einzigen nicht Akademischen Weg das Grafiker-HANDWERK in der zentralschweiz zu erlernen, ersatzlos zu streichen.

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  • Berner Bär am 01.12.2015 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    Beraterheere verkleinern

    Wie wäre es, wenn man sich von den sich teuer bezahlen lassenden, zT nutzlosen Beraterheeren trennt, die sich auf allen Stufen der Verwaltung breitmachen?

  • Jack Bauer am 01.12.2015 07:46 Report Diesen Beitrag melden

    Sparen geht

    Gutes Beispeil liefetre letzte Woche die Stadt Thun.Wenn man für einen Musiklehrer 30000.- ausgeben kann,der Gewaltverherliche Lieder singen lässt,dann zeigt es auf,dass man àuch in der Bildung sparen kann.Solange man Geld für solche Projekte ausgeben kann,kann es mit den Finanzen nicht zum schlechtisten stehen

    • Grafiker am 01.12.2015 15:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      grosse Auswirkungen

      sparen, aber nicht ersatzlos abbauen und damit einen ganzen Berufszweig praktisch aus der zentralschweiz verbannen

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  • hugline am 30.11.2015 17:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    spartrens

    es ist ja richtig im trend. alle wollen sparen. . . aber alle auf den köpfen der anderen. am liebsten bei den kleinen und fleissigen steuernzahler...!!! bei denen die e schon knapp durchs leben müssen....