50'165 Fälle

23. Februar 2016 13:29; Akt: 23.02.2016 13:29 Print

Staatsanwaltschaft Luzern versinkt in der Arbeit

Zahlreiche Fälle sind 2015 mangels Ressourcen liegen geblieben. Dies soll sich bald ändern: Im Juli soll die neue Abteilung für Wirtschaftsdelikte ihre Arbeit aufnehmen.

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Der Luzerner Oberstaatsanwalt Daniel Burri. (Bild: pz)

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Bei der Luzerner Staatsanwaltschaft ist 2015 die Fallbelastung erneut gestiegen. Die Zahl der neu eingegangenen Fälle stieg um 1388 oder 3 Prozent auf 50'165. Im Juli soll die neue Abteilung für Wirtschaftsdelikte in Kriens ihre Arbeit aufnehmen. «Dank der neuen Abteilung werden wir schneller und wirksamer gegen die Wirtschaftskriminalität vorgehen können», sagt Oberstaatsanwalt Daniel Burri.

Die rechtlichen Grundlagen und die Finanzen zur Schaffung der Abteilung seien beschlossen, heisst es in dem am Dienstag veröffentlichen Jahresbericht der Luzerner Staatsanwaltschaft. Die neue Spezialabteilung wird im Einkaufs- und Bürogebäude Schappecenter in Kriens eingerichtet.

Wirtschaftskriminelle im Visier

Ursprünglich hätte die Spezialabteilung mit neun Staatsanwälten bereits im April die Arbeit aufnehmen sollen. Die dreimonatige Verzögerung sei auf die Planungsarbeiten für den Bezug und den Umbau von Räumlichkeiten zurückzuführen, heisst es im Bericht.

Bei den Wirtschaftsdelikten blieb die Situation laut Mitteilung gegenüber dem Vorjahr praktisch unverändert. So registrierte die Staatsanwaltschaft 5338 Vermögensdelikte, was einem Plus von fünf Prozent entspricht. Zahlreiche Fälle sind mangels Ressourcen liegen geblieben.

So viele Fälle wie noch nie

Im vergangenen Jahr knackten die Luzerner Strafverfolgungsbehörden bei den Falleingängen erstmals die 50'000er-Marke. Die Gesamtstatistik zeigt laut Jahresbericht ein ausgeglichenes, eher unauffälliges Bild wie schon im letzten Jahr.

So kam es bei den Übertretungen im Allgemeinen und den Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz im Speziellen (31'546/+15 Prozent) zu einem weiteren Anstieg. Delikte gegen Leib und Leben hingegen wurden weniger verübt, nämlich 881 (-7 Prozent).

Angestiegen hingegen sind die Zahlen bei den Betäubungsmitteldelikten (1665/+13,5 Prozent.) Trotz rückläufiger Entwicklung in den letzten zwei Jahren könne dies nicht als Trendwende gewertet werden, heisst es in der Mitteilung.

Insgesamt konnte die Staatsanwaltschaft mehr Fälle erledigen als auch schon. So stieg die Erledigungsquote von 96 auf 102 Prozent. Die Steigerung erklärt die Staatsanwaltschaft mit organisatorischen Massnahmen. Diese hätten im Bereich des Massengeschäfts wie Übertretungen und Strassenverkehrsverstösse zu Effizienzverbesserungen geführt.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Von der Heide am 23.02.2016 15:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Justizindustie

    Sozialindustrie, Asylindustrie, usw....

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  • Luzernerli am 23.02.2016 13:43 Report Diesen Beitrag melden

    mehr erledigt als 100% ?

    "So stieg die Erledigungsquote von 96 auf 102 Prozent"

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  • Mike am 23.02.2016 14:12 Report Diesen Beitrag melden

    Falsche Statistik

    Die Zunahmen und Rückgänge der Fälle können als Delikte erst nach Bestätigung durch eine richterliche Verurteilung von Tätern als solche benannt werden. Und da die Anträge ja seit sehr langer Zeit vor sich hinstauben und nicht eingereicht werden, lassen sie sich zahlenmässig auch nicht erheben. Was die Aussagen der Behörden vermitteln sollen, bleibt deshalb unklar.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Luzerner 25,02,16 am 25.02.2016 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    Schlaf Mützen

    in Hochdorf lu kam ein Auto auf die gleise Bahnverkehr war gesperrt, auf der A" Unfälle a, Mass, was ist mit euren Nachrichten los man sollte glauben das amn online Benachrichtigt wird Schlaft Ihr bei dem Wette sind Nachrichten unbedingt,,

  • J.B.A. am 23.02.2016 23:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Staatsanwälte

    ich persönlich fände es sehr positiv, wenn wir zukünftig mehr Staatsanwälte haben, denn schliesslich sind die auch echt heiss und beflügeln meine Fantasie immer wieder aufs Neue.

  • Tschönäs am 23.02.2016 21:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mal arbeiten?

    ich würde, anstatt mich lange zu beschweren, die zeit lieber darin investieren, fäll abzuarbeiten. aber das juckt den staat ja nicht...

  • Ab am 23.02.2016 20:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Arbeit der Ämter

    Zurück in die DDR. In diesem Land CH ist ja fast alles verboten. Alles wird gebüsst und geahndet. Das neue Zeitalter der Kontrollierter Diktatur hat bereits begonnen.

    • Willweg am 24.02.2016 14:52 Report Diesen Beitrag melden

      Hat was

      Richtig. Im Moment gibt es nicht viele Arten zu leben. Entweder voll im System, unter dem Radar, oder komplett als Aussteiger (Also nicht hier). Für mich wird letzteres immer interessanter. Kein Arbeitssklave des Systems mehr sein. Das wärs. Und das wünsche ich allen.

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  • Sepp am 23.02.2016 18:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abzocke ohne Risiko ist Favorit

    Bei den Autofahrern lässt sich einfach und gefahrlos Geld einnehmen. Die Statistik spricht für sich.

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