Sammel-Kult

21. März 2016 05:33; Akt: 08.11.2016 09:34 Print

Tschuttiheftli gibts jetzt hautnah

24 Mannschaften, 365 Motive und eine Startauflage von fast vier Millionen Bildli – das Tschutti-Heftli wird immer erfolgreicher. Für die Euro 2016 setzen die Luzerner Macher auf Österreich.

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Das Kult-Sammelalbum Tschuttiheftli startet bald in die neue Runde: Ab dem 9. April gibts das Heft zur EM 2016. Die Schweizer Nationalmannschaft - illustriert von Raoul Schweizer - sieht so aus. Hier Xherdan Shaqiri im Bild. Das Sammelheft aus Luzern legt seit seinem Start im Jahr 2008 eine Erfolgsstory hin (im Bild: Stephan Lichtsteiner). Das alternative Sammelalbum ist 2016 auch in England, Deutschland und Österreich erhältlich (im Bild: Nationaltrainer Vladimir Petkovi). So sieht das Cover des Euro-2016-Tschuttiheftli aus. Das Konzept: Statt gewöhnlicher Porträtbilder werden die Mannschaften von verschiedenen Künstlern illustriert. Mit dem Verkaufserlös werden Kosten gedeckt und karitative Einrichtungen unterstützt - dieses Jahr Terre des Hommes. (hier im Bild: Jogi Löw, Nationaltrainer Deutschland). Jedes Bild ist ein kleines Kunstwerk (Mesut Özil, Deutschland) Die Künstler wurden von einer hochkarätigen Fussballjury ausgewählt: Mit dabei sind Kult-Trainer Gilbert Gress oder Teamchef Marcel Koller (im Bild) aus Österreich. Weiter in der Jury: «Tages-Anzeiger»- und «WOZ»-Cartoonist Ruedi Widmer, der australische «Guardian»-Zeichner David Squires und der englische Illustrator Brian Grimwood (im Bild: Robert Almer, Österreich). Auch Frauen sind im Tschuttiheftli enthalten: Für die aktuelle Ausgabe wurden All Stars des Frauenfussball illustriert (im Bild: Lara Dickenmann). 2016 wird das Sammelheft noch kultiger. Fans können ihre Leidenschaft nun auch auf der Haut zeigen: Neben Stickern gibt es auch abwaschbare Tattos (im Bild: Ruslan Rotan, Ukraine). Mit einem Kick-off-Event im Neubad in Luzern wird das Tschuttiheftli am 8. April lanciert. Verkaufsstart ist am 9. April (im Bild: Képler Laveran Lima Ferreira alias Pepe, Portugal) Durch den Kick-off-Event führt Kult-Moderator Beni Turnheer. Zudem wird die Luzerner Band Norman Die den neuen Tschuttiheftli-Song «Stick Together» live performen. Und: Einen Tschuttiheftli-Clip gibts ebenfalls (im Bild: Oliver Norwood, Nordirland). Marouane Fellaini, Beglien Petr Cech, Tschechien. Robbie Keane, Irland. Robert Lewandowski, Polen. Rzvan Rat, Rumänien. Taulant Xhaka, Albanien. Marcelo Brozovi, Kroatien. Wayne Rooney, England. Alan Jelisbarowitsch Dsagojew, Russland. Ádám Lang, Ungarn. Arda Turan, Türkei. David Silva, Spanien. Erkan Zengin, Schweden. Birkir Bjarnason, Island. Giorgio Chiellini, Italien. Gareth Bale, Wales. Juraj Kucka, Slowankei. Hugo Lloris, Frankreich.

Zum Thema
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Die Euro 2016 steht vor der Tür: Nur noch 82 Tage dauert es bis zum Eröffnungsspiel am 10. Juni. Bei den Fans ist die Fussball-Europameisterschaft jedoch schon jetzt Thema Nummer 1: Seit Freitag sammeln sie eifrig Panini-Bildli. Mindestens ein 20-Minuten-Leser hat das Album schon voll. Bald können auch die alternativen Sammler eifrig tauschen und feilschen: Denn am 9. April erscheint das Kult-Sammelalbum Tschuttiheftli. Angerührt wird mit der grossen Kelle: Kult-Kommentator Beni Thurnheer führt durch den Kick-off-Event am 8. April im Luzerner Neubad, die Luzerner Band Norman Die hat mit «Stick Together» einen Tschuttiheftli-Song geschrieben. Einen Videoclip gibts ebenfalls.

Abwaschbare Tattoos für die Fans

Illustriert wurden die Bilder der 24 Teams von 24 Grafikern und Illustratoren. Für die Euro gibts neben den Stickern neu in jeder Sammeltüte abwaschbare Tattoos: «So können die Fans bei den Spielen auch auf der Haut zeigen, wen sie unterstützen», sagt Silvan Glanzmann vom Tschuttiheftli. Zudem gibts neben den 24 Turnierteilnehmern auch Bilder der Mannschaft der Frauen- Allstars.

«Wir wollen nicht in den Kommerz abdriften»

Für die kommende Euro haben die Luzerner Macher des Tschuttiheftli nochmals kräftig zugelegt: Die Startauflage beträgt fast vier Millionen Sticker. Bei der WM 2014 war die Startauflage bei zwei Millionen gelegen, verkauft wurden schliesslich rund 2,5 Millionen Sticker. 2016 setzen die Luzerner nun auch auf Österreich, dessen Nationalteam nach 2008 ebenfalls wieder an der Euro vertreten ist.

«Wir haben mit Jobtransfair in Österreich einen neuen Vertriebspartner gefunden», so Glanzmann. Das gemeinnützige Unternehmen vermittelt im Arbeitsmarkt benachteiligten Menschen Anstellungen und hat kürzlich eine neue Vertriebsabteilung ins Leben gerufen. Das erste Produkt im Programm: das Tschuttiheftli. Weitere sollen noch folgen. Bis zu 14 Arbeitsplätze sollen im neuen Geschäftszweig dereinst geschaffen werden.

Glanzmann freut sich: «Es ist super, wenn wir wachsen und uns gleichzeitig bei sozialen Projekten vernetzen können. Wir wollen nicht in den Kommerz abdriften.» Dies entspreche auch dem Leitbild vom Tschuttiheftli, das mit dem Verkaufserlös jeweils die Produktionskosten bezahlt und karitative Organisationen unterstützt – dieses Jahr arbeitet man mit Terre des Hommes zusammen. «Zudem können wir den Künstlern eine internationale Plattform bieten», sagt Glanzmann.

Tschuttiheftli auch in England und Deutschland

Aber auch sonst wird der internationale Erfolg immer grösser: 2016 ist das Album neben der Schweiz in Österreich und in Deutschland erhältlich. Künftig soll es auch in England verkauft werden. Am Wochenende präsentierten die Luzerner zudem das alternative Sammelheft am Internationalen Football Film Festival «11 Millimeter» in Berlin: «Wir hatten viele positive Reaktionen. Viele haben grosse Freude am Tschuttiheftli», so Glanzmann. Dabei habe man auch mit möglichen Partnern für eine zukünftige Zusammenarbeit gesprochen. «Mehr als ‹laut gedacht› haben wir aber nicht. Wir haben mit der aktuellen Euro im Moment genug zu tun».

Im Mai können die Tschuttiheftli-Erfinder möglicherweise auch an einem Fussballfilm-Festival in Frankreich teilnehmen. «Definitiv ist aber noch nichts», sagt Glanzmann. Der französische Markt dürfte jedoch Potential bieten. Einen Haken hat die Sache aber noch: «‹Tschuttiheftli› ist schon in Deutschland fast ein Zungenbrecher. Für Frankreich müssten wir uns wohl etwas Neues ausdenken.»

(gwa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • el_nibbler am 21.03.2016 08:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    karten an die kids

    jetzt ists soweit jetzt werden erwachsrne wieder mehr sammeln als die kids und es diesmal mit kunst entschuldigen :)

  • Niggi am 21.03.2016 05:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kunst?

    Einfach grässlich diese Bilder, dass geht gar nicht.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • el_nibbler am 21.03.2016 08:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    karten an die kids

    jetzt ists soweit jetzt werden erwachsrne wieder mehr sammeln als die kids und es diesmal mit kunst entschuldigen :)

  • Niggi am 21.03.2016 05:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kunst?

    Einfach grässlich diese Bilder, dass geht gar nicht.

    • Reto am 21.03.2016 12:10 Report Diesen Beitrag melden

      Die sache mit das und dass...

      Das einzige was nicht geht ist die missachtung von das und dass... ;)

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