Waffensammler-Börse

25. März 2018 20:01; Akt: 25.03.2018 20:01 Print

Polizei zeigt mit Quiz, was legal ist und was nicht

An der Waffen-Sammlerbörse in Luzern sind viele Ausstellungsstücke zu sehen. Die Luzerner Polizei leistet auf spielerische Weise Aufklärungsarbeit.

Die Luzerner Polizei ist bei der Waffen-Sammlerbörse in Luzern für die Sicherheit zuständig. (Video: tk)
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Die Waffen-Sammlerbörse fand auf der Messe Luzern von Freitag bis Sonntag statt. Am ersten Tag treffen sich mehrheitlich Sammler, um die attraktivsten Stücke an den über hundert Ausstellungsständen zu ergattern. «Die Sammler, die nach einem speziellen Stück suchen, stehen meistens schon am Morgen vor der Eröffnung vor der Tür», sagt Messeveranstalter Marco Biland.

«Die Vorlieben reichen von Bogensport, Schiesssport bis zu Sportbekleidungen. Zu finden sind aber auch Munitionen und Uniformen. Am Ende verbindet all diese Leute das Gleiche – eine Begeisterung für dieses Thema», sagt Biland. Unter den Besuchern trifft man nicht nur Männer an, sondern auch Frauen, Kinder und Jugendliche. Die Kinder begeistern sich vor allem für das Bogenschiessen, Jugendliche interessieren sich für Gewehre.

Schlagring ist in der Schweiz verboten

Ein besonderer Stand fand sich gleich am Eingang der Messe. Die Luzerner Polizei informierte mittels einem Quiz über Waffen, die in der Schweiz verboten sind. Es galt verschiedene ausgestellte Waffen einzuteilen in legal oder illegal. Eine verbotene Waffe ist etwa der Schlagring.

Nach gründlicher Überprüfung, einer Kopie der Identitätskarte und des Strafregisterauszuges ist es möglich, direkt an der Messe einen Waffenerwerbsschein zu beziehen. «Viele Jugendliche bestellen Waffen im Internet, die sie gar nicht besitzen dürften», sagt Josef Rust, Leiter des Fachbereichs Waffen und Sprengstoff bei der Luzerner Polizei. «Dazu gehören beispielsweise Softair- oder Luftdruckwaffen, die für das Transportieren in die Schweiz eine Bewilligung benötigen. Hält sich jemand nicht daran, macht er sich strafbar.»

Auch die Gesellschaft für ein freiheitliches Waffenrecht mit dem Namen «Protell» war vor Ort anwesend. Angesprochen auf die aktuellen Anti-Waffen-Proteste in den USA betont Generalsekretär Robin Udry, die Situation in Amerika sei mit der Schweiz nicht vergleichbar: «Das Gesetz hier in der Schweiz ist sehr streng. Unsere Gesetze und Traditionen sind verbunden mit Sicherheit.»


(tk)

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