Schluss mit Gerangel

25. Mai 2018 05:49; Akt: 25.05.2018 07:52 Print

Via Handy finden Studenten freien Platz

Damit Studenten der Uni Luzern während der Prüfungszeit keine wertvolle Zeit mehr verlieren, gibt es jetzt einen Navigator, der in Echtzeit freie Arbeitsplätze anzeigt.

Die Zentral- und Hochschulbibliothek testet ein neues System, um freie Arbeitsplätze zu finden. (Video: tk)
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Die Bibliothek im Uni-Gebäude in Luzern ist besonders während den Vorbereitungen zu den Prüfungen sehr gefragt. Bisher beanspruchte die Suche nach einem freien Arbeitsplatz viel Zeit. Auf Wunsch der Studenten nach Arbeitsplätzen hat die Zentral- und Hochschulbibliothek (ZHB) nun gehandelt: In einer Testphase, die bis am 16. Juli läuft, kann der sogenannte «Seat Navigator» im Eulensaal getestet werden. Wie es anschliessend weitergeht, ist noch offen, wie Benjamin Flämig, Abteilungsleiter Informatik von der ZHB, sagt: «Das wird vom Feedback der Studenten abhängen.»

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Nutzen Sie den Seat Navigator der Zentral- und Hochschulbibliothek in Luzern?

Bei Rot sind die Plätze besetzt

Und so funktioniert die Übersicht über die freien Arbeitsplätze: Studenten können sich beispielsweise von zu Hause aus über die Webseite der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern informieren, ob einer der 96 Arbeitsplätze frei ist. Sind die Plätze rot markiert, sind sie besetzt. Freie Plätze sind grün eingefärbt. Um die Plätze zu erfassen, wurden unter den Tischen Sensoren befestigt, die darauf reagieren, wenn ein Student Platz auf dem Stuhl genommen hat. Verlässt er den Arbeitsplatz, wird der Platz als frei angezeigt.

Längere Abwesenheiten sollen markiert werden können

Genau hier muss noch nachgebessert werden. Die ZHB versucht die Sensoren so einzustellen, dass noch während fünf bis zehn Minuten der Arbeitsplatz als besetzt angezeigt wird, etwa für eine kurze Pause der Studenten. In diesem Bereich gibt es auch am meisten Kommentare in der Umfrage der Uni. Geht es nach der Idee von Flämig, soll künftig ein Pausenknopf entwickelt werden, der von den Studenten beispielsweise auf eine Stunde Abwesenheit eingestellt werden kann, etwa für eine Mittagspause. Dieser soll den anderen Studenten in gelb sichtbar machen, dass der Platz nur für eine bestimmte Zeit verlassen wurde.

Sensoren sind Swiss Made

«Die Sensoren wurden vom Luzerner Start-up Thingdust entwickelt», sagt Flämig weiter. Produziert werden die Sensoren im Kanton Thurgau. Sie übertragen die Daten kabellos und im Vergleich zu WLAN- und Mobilfunknetzen mit dem wesentlich strahlungsärmeren Low-Power-Network der Swisscom. Aus Deutschland stammt das Rauminformationssystem. Ganz wichtig ist, dass keine Daten über die Studenten gesammelt werden.

Weiterer Ausbau des Systems ist möglich

Wenn die Feedbacks der Studenten zum Seat Navigator positiv ausfallen, wird beurteilt, ob das System auf den ganzen Bibliotheksstandort oder möglicherweise auf den ganzen Campus ausgedehnt werden soll. Für ein erstes Fazit ist es noch zu früh. Aber erste Rückmeldungen sollen positiv ausfallen.

Michi End (22) etwa begrüsst das neue Angebot. Sevil Özkarakas (28) sagt: «Ich würde mich sehr freuen, wenn das fortschrittliche System auch in anderen Bibliotheken eingeführt würde.» Früher hat Granit Sermaxhaj (25) oft viel Zeit verschwendet, wenn er auf der Suche nach einem Arbeitsplatz war. Heute könne er dies bequem via Laptop oder Handy erledigen.

(tk/dag)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Student Uni Luzern am 25.05.2018 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    "Mein Talent hat keinen Sitzplatz"

    Der Seat Navigator ist zwar ein netter Versuch, erfasst aber das eigentliche Problem nicht im Ansatz. Die Bibliothek im Unigebäude ist masslos überlastet. Die Zahl der Arbeitsplätze ist viel zu gering. Mit der Einführung der Wirtschaftsfakultät und der zunehmenden Zahl an Studierenden verschlechtert sich die Situation stetig. Die Uni-Leitung und das Bibliothekspersonal scheinen jedoch davor die Augen zu schliessen. So trifft statt des Werbeslogans "Mein Talent hat Zukunft" wohl eher "Mein Talent hat keinen Sitzplatz" auf die aktuelle Situation zu.

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  • Weekend Student am 25.05.2018 12:07 Report Diesen Beitrag melden

    Am Ziel vorbei!

    Statt auf coole aber wertlose Technik zu setzten, sollte die Bibliothek zuerst einmal bessere Bedingungen schaffen. An Samstagen wo die Nachfrage nach Arbeitsplätzen gross ist, schliesst die Bibliothek bereits um 15:30Uhr. Im Vergleich mit anderen Bibliotheken sind diese Öffnungszeiten am Wochenende nicht mehr zeitgemäss! Den was nützt die beste Technik, wenn die Bibliothek sowieso geschlossen ist.

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  • LU student 1 am 25.05.2018 11:49 Report Diesen Beitrag melden

    Quantität über Qualität - Umdenken nötig

    Die Strategie der Universität sollte dringend überdacht werden. Raumknappheit, zu wenig Arbeitsplätze, überlastete Mensa, die Universität platzt aus allen Nähten. Das Versprechen "persönlich und vielfältig" zu sein, verliert immer mehr an Bedeutung und wir zur Floskel.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Weekend Student am 25.05.2018 12:07 Report Diesen Beitrag melden

    Am Ziel vorbei!

    Statt auf coole aber wertlose Technik zu setzten, sollte die Bibliothek zuerst einmal bessere Bedingungen schaffen. An Samstagen wo die Nachfrage nach Arbeitsplätzen gross ist, schliesst die Bibliothek bereits um 15:30Uhr. Im Vergleich mit anderen Bibliotheken sind diese Öffnungszeiten am Wochenende nicht mehr zeitgemäss! Den was nützt die beste Technik, wenn die Bibliothek sowieso geschlossen ist.

    • Ärklärbär am 25.05.2018 22:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Weekend Student

      Ja so wie du wollen auch die ehemaligen Studenten so wenig wie möglich arbeiten....

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  • LU student 1 am 25.05.2018 11:49 Report Diesen Beitrag melden

    Quantität über Qualität - Umdenken nötig

    Die Strategie der Universität sollte dringend überdacht werden. Raumknappheit, zu wenig Arbeitsplätze, überlastete Mensa, die Universität platzt aus allen Nähten. Das Versprechen "persönlich und vielfältig" zu sein, verliert immer mehr an Bedeutung und wir zur Floskel.

  • G.D. am 25.05.2018 10:49 Report Diesen Beitrag melden

    Schöne Zukunft für eure Kinder

    Es wird überall noch enger auf diesem Planeten, unglaublich. Und dann unbedingt noch Kinder auf die Welt setzen wollen um dazuzugehören. Einfach nur krass.

  • Guschti am 25.05.2018 10:49 Report Diesen Beitrag melden

    System überlisten

    Wenn ich dann einen freien Platz ergattert hab, und eine Erholungspause machen muss, setze ich meine Gummisusi auf den Platz.

    • Benjamin am 25.05.2018 12:07 Report Diesen Beitrag melden

      Gute Idee

      Gute Idee, bringt aber bei diesen passiven Infrarotsensoren nicht so viel. Die reagieren nur auf die Kombination von Bewegung & Wärme. Da muss die Gummisusi vermutlich passen. ;)

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  • Student Uni Luzern am 25.05.2018 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    "Mein Talent hat keinen Sitzplatz"

    Der Seat Navigator ist zwar ein netter Versuch, erfasst aber das eigentliche Problem nicht im Ansatz. Die Bibliothek im Unigebäude ist masslos überlastet. Die Zahl der Arbeitsplätze ist viel zu gering. Mit der Einführung der Wirtschaftsfakultät und der zunehmenden Zahl an Studierenden verschlechtert sich die Situation stetig. Die Uni-Leitung und das Bibliothekspersonal scheinen jedoch davor die Augen zu schliessen. So trifft statt des Werbeslogans "Mein Talent hat Zukunft" wohl eher "Mein Talent hat keinen Sitzplatz" auf die aktuelle Situation zu.

    • Benjamin am 25.05.2018 12:14 Report Diesen Beitrag melden

      Die Augen sind weit offen ;)

      Ein absolut berechtigter Hinweis. Die Bibliothek und die Anzahl von Arbeitsplätzen zu vergrösseren ist aber weder einfach noch schnell erledigt. Mit dem Seat Navigator kann aber vielleicht der vorhandene Platz schnell effektiver genutzt werden. Stünde er zudem auch an anderen Standorten zur Verfügung wäre eine Art Campusplan mit Auslastungsanzeige möglich, mit dem auf weniger volle Bibliotheksstandorte in unmittelbarer Nähe hingewiesen werden könnte.

    • Ärklärbär am 25.05.2018 22:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Student Uni Luzern

      Zu viele Studenten? Oder die Talente sind einfach au einem zu tiefen Niveau.....

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