Sursee LU

06. März 2011 23:01; Akt: 06.03.2011 21:51 Print

Vom Kritiker zum Politiker

von Lena Berger - Er ist einer der fleissigsten Leserbrief-schreiber der Schweiz. Jetzt will Pascal Merz selbst politisch aktiv werden – und kandidiert für den Kantonsrat.

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Pascal Merz hat bereits über 3000 Leserbriefe geschrieben. (Foto: mfe)

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Über 3000 Leserbriefe hat Pascal Merz (32) bereits verfasst. Von der «Weltwoche» über die «SonntagsZeitung» bis hin zum «Tages-Anzeiger» – sein Name erscheint seit zehn Jahren regelmässig in allen Medien. Als Beobachter und kritische Stimme begleitet Merz die politische Berichterstattung auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene. Unter der Woche verbringt er täglich rund zwei Stunden damit, seine fünf abonnierten Zeitungen zu lesen – am Wochenende können es schon mal vier Stunden werden.

Jetzt will der fleissige Schreiberling selber aktiv ins politische Geschehen eingreifen: Am 10. April kandidiert er für die SP als Kantonsrat. «Für mich ist das ein Schritt aus der Anonymität – ich möchte meinen Worten nun ein Gesicht ­geben», sagt der Surseer. Zeitungslesen betrachtet er als gute Voraussetzung für eine politische Tätigkeit. «Wenn man sich für ein Amt zur Verfügung stellt, muss man nah am Zeitgeschehen sein», so Merz. Angst, durch die neue Bindung an eine Partei seine Funktion als kritisches Sprachrohr zu verlieren, hat der Product Manager nicht: «Die SP hat mich als Kandidat angefragt. Ich bin mir sicher, dass meine kritische Stimme deshalb Platz hat in der Partei», schmunzelt er.

www.mistermarch.ch

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Robo Bono am 07.03.2011 08:58 Report Diesen Beitrag melden

    Wo kritisch?

    Kritisch? Nein, einfach gegen das reche Lager. Was hat das mit kritisch zu tun?

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  • Josef Müller am 07.03.2011 13:48 Report Diesen Beitrag melden

    Wahlwerbung

    Super-Wahlwerbung, die da für Merz betrieben wird. Seine Leserbriefe werden ja meist gar nicht mehr gelesen, weil er zu allem seinen Senf geben will. Ich glaube auch nicht, dass so einer gewählt wird.

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  • Toni am 07.03.2011 13:28 Report Diesen Beitrag melden

    Mit einseitiger SP-Politik löst man auch

    keine Probleme. Anonyme Kritiker können viel mehr bewirken in der Politik etwas beitragen, und dabei muss man sein Gesicht nicht verlieren.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Josef Müller am 07.03.2011 13:48 Report Diesen Beitrag melden

    Wahlwerbung

    Super-Wahlwerbung, die da für Merz betrieben wird. Seine Leserbriefe werden ja meist gar nicht mehr gelesen, weil er zu allem seinen Senf geben will. Ich glaube auch nicht, dass so einer gewählt wird.

    • Pascal Merz am 07.03.2011 16:06 Report Diesen Beitrag melden

      Senf als würzende Zutat

      Lieber Herr Müller Senf ist gemäss Lexikon ein scharfes Gewürz, das aus den Samenkörnern des weißen, braunen und des schwarzen Senfs hergestellt wird. Gebräuchlich als würzende Zutat. Senf ist für mich daher etwas sehr positives. Aber zurück zu Ihrer Stellungnahme. Müsste und wollte ich tatsächlich überall ein würzende Zutat hinterlassen, dann müsste ich tatsächlich 24h "nur" noch Leserbriefe schreiben. Soweit ist es nicht und wird es auch nicht kommen. Und ich empfehle Ihnen meine Leserbriefe bis zum Ende zu lesen und dann können wir gerne mal persönlich und sachlich darüber diskutieren.

    • mib81 am 17.03.2011 12:09 Report Diesen Beitrag melden

      welche Würze?

      wenn denn wenigstens mal was drin stehen würde, was nicht hardcore-stromlinienförmig ausdrücken würde, was sich eh jeder denken könnte: "atomstrom ist böse!", "Die Natur hat uns wieder mal gezeigt, dass wir Menschen ganz klein sind", "Die Amis wollen nur das Öl".

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  • Toni am 07.03.2011 13:28 Report Diesen Beitrag melden

    Mit einseitiger SP-Politik löst man auch

    keine Probleme. Anonyme Kritiker können viel mehr bewirken in der Politik etwas beitragen, und dabei muss man sein Gesicht nicht verlieren.

    • Pascal Merz am 07.03.2011 15:52 Report Diesen Beitrag melden

      Warum ist SP Politik einseitig und nicht lösungsor

      Lieber Toni Warum die SP Politik einseitig und nicht lösungsorientiert sein soll, dies müssen Sie mir mal persönlich erklären. Gerne setze ich mich mit Ihnen mal an einen Tisch, um dies zu diskutieren.

    • Sacha Leibundgut am 10.03.2011 08:24 Report Diesen Beitrag melden

      Herr Merz hat zuviel Zeit

      Herr Merz muss ja endlos Zeit haben. Er will immer nur Diskutieren. DA scheint er in der Politik richtig: Reden, Schwatzen, Reden, Schwatzen...

    • Pascal Merz am 11.03.2011 09:33 Report Diesen Beitrag melden

      Zeit kann man sich nehmen

      Lieber Herr Leibundgut Glücklicherweise sind wir hier nicht in einer Demokratie und da dürfen wir noch miteinander diskutieren. Die Zeit nehme ich mir sogar sehr gerne, wenn man mir die Chance dazu gibt. Doch dies scheint nicht in Ihrem Interesse zu sein, auch gut. Ich zwinge niemanden dazu, schliesslich leben wir hier in der Schweiz glücklicherweise in Freiheit.

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  • Denker am 07.03.2011 09:34 Report Diesen Beitrag melden

    Viel Glück

    Solche Leute sind mir in der Politik lieber, als manche teilweise abgehobene Politiker.

  • Paul Adank aus Sursee am 07.03.2011 09:09 Report Diesen Beitrag melden

    erst Vielschreiber, jetzt Vielredner?

    Wenn er als Politiker ebensoviel redet wie er bisher geschrieben hat, kommt das nicht gut. Schwätzer und Besserwisser haben wir genug im Parlament. Glaubt Merz ernsthaft, wir hätten jetzt auf ihn als SP-Mann gewartet?

    • Pascal Merz aus Sursee am 07.03.2011 15:48 Report Diesen Beitrag melden

      Niemand wartet grundsätzlich auf Politiker

      Lieber Herr Adank Herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung. Um Ihre Frage zu beantworten, ich glaube nicht, dass jemand auf einen Politiker wartet. Sie haben ja gesehen, was mit Herrn Karl Theoder zu Guttenberg passiert ist. Was ich hingegen schon ein bisschen anmassend finde, ist Ihre Pauschalkritik am Parlament. Gerne würde ich mit Ihnen mal an einen Tisch sitzen und sachlich diskutieren.

    • db3 am 09.03.2011 22:57 Report Diesen Beitrag melden

      Allgegenwärtig?

      Whow Herr Merz, hat es noch Platz am runden Tisch, wenn die alle kommen? Dann komm ich auch ;-) Freundliche Grüsse: Ihre Konkurrenz

    • Pascal Merz am 11.03.2011 09:38 Report Diesen Beitrag melden

      Authentik und Glaubwürdigkeit

      Lieber Herr db3 Es würde grundsätzlich schon mal ausreichen, wenn Sie mit Ihrem richtigen Namen zu Ihrer Meinung stehen würde. Ist sehr viel authentischer und glaubwürdiger. Mit den besten Grüssen Pascal Merz

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  • Robo Bono am 07.03.2011 08:58 Report Diesen Beitrag melden

    Wo kritisch?

    Kritisch? Nein, einfach gegen das reche Lager. Was hat das mit kritisch zu tun?

    • Pascal Merz am 11.03.2011 09:44 Report Diesen Beitrag melden

      Konstruktives sachliche politische Lösungen

      Lieber Herr Bono Gerne informiere ich Sie darüber, dass ich durchaus mehr biete, als gegen das rechte Lager zu sein. Vor allem die Einordnung in das links-rechts Schema widerstrebt mir. Schlussendlich geht es um die besten konstruktiven Lösungen und dafür braucht es alle wichtigen Regierungsparteien, die zusammenarbeiten. Dies heisst aber nicht, dass Vorschläge aus verschiedenen politischen Lagern auch kritisch begutachtet und beurteilt werden sollen.

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