Polizei-Austausch

01. November 2012 20:30; Akt: 01.11.2012 20:30 Print

«Die Schweiz ist ein Paradies für Drogendealer»

von Maja Sommerhalder - Die Stadtpolizei Zürich hat Besuch von Kollegen aus Nigeria. Sie finden, dass Drogendealer hier zu gut behandelt werden.

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Fahnden in Zürich: Kabiru Ibrahim (l) und Benneth Uche (Bild: som )

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«Die Schweiz ist ein Paradies für nigerianische Drogendealer», sagt Kabiru Ibrahim. Der nigerianische Drogenfahnder weilt mit seinem Kollegen Benneth Uche für drei Wochen in Zürich. Gemeinsam mit den Stadtzürcher Polizisten fahnden sie nach Dealern aus ihrer Heimat: «Wir wollen die Zusammenarbeit verstärken, da der Kokainhandel fest in nigerianischen Händen ist», so Bruno Gentilesca, Chef Fahndung, Abteilung Brennpunkt.

Die nigerianischen Polizisten arbeiteten sehr professionell und hätten viel leichter Zugang zu ihren Landsleuten gefunden: «Uns hingegen bezeichnen Dealer oft als Rassisten, wenn wir sie kontrollieren wollen», so Gentilesca. Die Nigerianer indes finden, dass Drogenhändler hier mit Samthandschuhen angefasst werden: «Wenn hier einer erwischt wird, kommt er vielleicht zwei Tage ins Gefängnis. Das ist doch wie Ferien», so Uche. In seiner Heimat gebe es hingegen für Drogenhandel lebenslänglich und für Konsum fünf bis 15 Jahre. Dafür lebten Schweizer Polizisten weniger gefährlich. «Viele unserer Kollegen wurden bei der Arbeit leider ermordet», so Ibrahim.

Ein bisschen kühl ist ihm in seiner kurzärmligen Polizeiuniform: «Ich habe hier zum ersten Mal Schnee gesehen – das war schön.» Die Kälte sei aber gewöhnungsbedürftig.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • jowe am 02.11.2012 16:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    im Westen nichts Neues

    ist ja nichts neues, sondern nur eine Bestätigung dessen was ja Bekannt ist

  • Mike Hafner am 02.11.2012 16:02 Report Diesen Beitrag melden

    only god can judge

    Ob da einer härtere Bestrafung besteht oder nicht. Meistens stehen doch alle unter einer Decke !! Auch Politiker und Beamte !! So wird es immer Leute geben wo dealen und konsumieren!! Alles kann bei falscher Dosierung zur Droge werden!! Schlussendlich verkaufen Sie auch nur einen Artikel wie ein anderer Verkäufer!! Um das Schweizer Drogenproblem in Angriff zu nehmen sollte man in den Grundschulen Aufklärungen zusammen mit ehemaligen Junkis machen. Damit es jeder verstehen kann! Wenn keine Nachfrage mehr existiert, muss man den Handel gar nicht mehr verbieten!!

  • Christoph Geiser am 02.11.2012 13:34 Report Diesen Beitrag melden

    Find ich auch

    Dass unsere Polizei da nur profitieren kann, ist ja nicht sonderlich verwunderlich. Da geht es in anderen Ländern etwas anders ab, wie bei uns. Legalisiert den Mist endlich, dann gibts auch keinen illegalen Drogenhandel mehr.

  • R. Saubermann am 02.11.2012 11:52 Report Diesen Beitrag melden

    Recht habens sie.

    Rechen haben die beiden. Wir sind generell zu lasch mit den strafen.

  • Robert am 02.11.2012 11:07 Report Diesen Beitrag melden

    Härte strafe die Lösung?

    Ich glaube nicht das härte Gefängnisstrafe alleine die Lösung ist. In den U.S.A z.b haben sie höhere Strafen aber auch eine der Grössten Drogenprobleme. Das Problem ist nicht nur Politisch sondern ein Grossteil Gesellschaftlich. Zu viele Konsumenten beeinflussen das Drogenproblem. "Nachfrage bestimmt das Angebot".

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