Bierdusche für Mario Fehr

17. Mai 2018 14:02; Akt: 17.05.2018 14:02 Print

«Ermittlungen waren nicht übertrieben»

Die Ermittlungen der Polizei nach der Bierdusche für SP-Regierungsrat Mario Fehr waren nicht übertrieben, sagt der Gesamtregierungsrat.

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Die Bierdusche für den Zürcher Regierungsrat Mario Fehr (SP) hat mittlerweile auch den Gesamtregierungsrat beschäftigt. Dieser musste zum Vorfall Stellung nehmen. Das Resultat: Keine übertriebene Ermittlung. Bei jedem anderen Bier-Opfer wäre die Polizei im gleichen Umfang tätig geworden.

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Ein Besuch der Schützenwiese Winterthur im Mai 2017 endete für den Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr unerfreulich: In der Stadionbar wurde er mit Bier überschüttet. Der Plastikbecher traf seinen Kopf, die Kleider wurden durchnässt.

Galten andere Regeln als sonst?

Fehr erstattete einige Tage später Strafanzeige bei der Kantonspolizei. Im April diesen Jahres gelangte die Bierdusche in die Schlagzeilen. Der Vorwurf: Fehr habe die Kantonspolizei angewiesen, den Fall mit übermässigem Aufwand zu verfolgen. Die Polizei dementierte.

Die beiden AL-Kantonsräte Markus Bischoff und Manuel Sahli wurden misstrauisch und richteten eine entsprechende Anfrage an den Gesamtregierungsrat. Sie vermuten, dass bei den Ermittlungen gegen Fehrs Angreifer andere Regeln galten als in «normalen» Fällen.

«Es gab keinen Ermittlungsauftrag»

Der Gesamtregierungsrat streitet diese Vorwürfe jedoch ab. In seiner Antwort, die am Donnerstag publiziert wurde, schreibt er, dass alles seine Richtigkeit gehabt habe. Es stimme nicht, dass der Sicherheitsdirektor einen «Ermittlungsauftrag» erteilt habe. Der Ermittlungsaufwand im vorliegenden Fall sei «nicht aussergewöhnlich». Hätte eine Privatperson eine entsprechende Anzeige gemacht, hätte die Kantonspolizei genau gleich ermittelt.

Der Becherwerfer wurde schliesslich durch den «Sonntags-Blick» enttarnt: Es handelte sich ausgerechnet um den Sohn einer Thurgauer SP-Regierungsrätin. Fehr zog seine Anzeige schliesslich zurück. Er wolle den beruflichen Werdegang des jungen Mannes nicht durch ein Strafverfahren gefährden.

(tam)