Hedingen ZH

02. Januar 2018 19:29; Akt: 02.01.2018 23:11 Print

«Schickt Gebete und Liebe für die Prinzessinnen»

In einer Wohnung in Hedingen ZH wurden am Freitag drei Menschen mit Schussverletzungen gefunden. Eine der Frauen soll nie wieder laufen können.

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Zwei schwer verletzte Frauen, ein toter Mann und alle drei wiesen Schussverletzungen auf: In einem Mehrfamilienhaus in der Zürcher Gemeinde Hedingen kam es am Freitagabend zu einer dramatischen Auseinandersetzung. Wie es zu dem Vorfall kam und wer die Schüsse abgefeuert hat, ist auch mehrere Tage danach noch unklar. Auch über die involvierten Personen ist bis jetzt nur wenig, bis gar nichts bekannt.

Glaubt man diversen Facebook-Posts aus den letzten Tagen, sollen die beiden Frauen aber beste Freundinnen sein. Und: Der Mann soll in einer Beziehung mit einer der Frauen gewesen sein. Alle drei lebten aktuell zusammen in der Wohnung, wo die Tat passierte.

«Zustand wird von Schritt zu Schritt besser»

«Bitte sendet Kraft, Energie, Gebete und besonders eure Liebe für unsere beiden kämpfenden Prinzessinnen», schreibt eine Bekannte der beiden Frauen auf Facebook. In den letzten Tagen wurden Dutzende derartiger Meldungen veröffentlicht. Sie erhielten grossen Zuspruch, Mitgefühl und viele Herzen in der Kommentarspalte.

Ein Facebook-Nutzer berichtet am Dienstagmorgen auch von guten Neuigkeiten aus dem Spital: «Die Frauen sind stark – ihr Zustand wird von Schritt zu Schritt besser.» Eine weitere Frau bestätigt diese Aussage mit einem eigenen Facebook-Post: «Die Frauen sind stabil!» Eine Bekannte sagt gegenüber 20 Minuten aber: «Es ist der absolute Horror – eine Frau wird nie wieder laufen können.»

Das bestätigen auch Recherchen des «Tages-Anzeigers», wonach eine der beiden Frauen nun querschnittgelähmt sein könnte. Laut dem Zeitungsbericht könne es zudem sein, dass ein Beziehungsstreit zwischen dem Mann und der einen Frau das Motiv für die Tat gewesen sei: «Vermutlich hat der Mann zuerst auf die Frauen geschossen und sich dann selber gerichtet.»

Die Kantonspolizei Zürich hat am Dienstag auf Anfrage keine neuen Informationen preisgegeben oder bestätigt. Die Kommunikation liege nun bei der Staatsanwaltschaft.

(wed/tam)