Street Parade

13. August 2017 16:36; Akt: 13.08.2017 17:52 Print

«Security drückte Mann brutal zu Boden»

An der Street Parade gingen Sicherheitsleute bei einem Einsatz laut einem Leser-Reporter brutal vor. Ganz anders sehen das die Parade-Organisatoren.

Bildstrecke im Grossformat »
Leser-Reporter R.S. wurde an der Street Parade Zeuge, wie Sicherheitsleute einen Mann festhielten. «Sie gingen dabei unverhältnismässig vor», findet er. Anders sehen das die Organisatoren der Parade. Viel zu tun hatte auch die Polizei am Samstag: Sie hat an der Street Parade 130 Personen verhaftet - das sind fast doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. 30 Diebe wurden verhaftet. Wie an der letzten Parade wurden bei Entreissdiebstählen des öfteren Reizgase verbreitet. Auch konnte die Polizei mehr Betäubungsmittelhändler fassen. Love never ends... das Motto der Street Parade 2017. Güsel-Parade. Der Boden war übersät. Im Dunkeln ist gut munkeln. An der Street Parade lebt der eine oder andere Raver wohl auch ganz gern seinen gut gepflegten Fetisch aus. No comment zu diesem Bild eines Lovemobiles. Also eigentlich ist nicht wirklich Bikiniwetter in Zürich. Aber am grössten Rave des Landes spielt das keine Rolle. Die weissen Indianer. mit dem schicken Kopfputz posieren für den Fotografen. Die Parade rollt: Auf und unter der Brücke säumen Tausende den Zug der Lovemobiles. Boah! Ist das voll... Viel Verkehr auf der Quaibrücke. Auch auf den Lovemobiles haben sich die Raver mächtig in Party-Schale geworfen. Noch posieren die vier Frauen am Boden. Doch bald heben sie an der Street Parade 2017 ab. Spieglein, Spieglein im Gesicht. Sag mir ob diese Parade wieder Rekorde bricht. Street Parade 2017 mit dem Motto «Love never ends»: Es geht ganz schön aufwendig mit den Kostümen. Die Party vor den Lovemobiles. Auch auf dem See ist ein bisschen Party. Ja, Mann kann auch im Schottenrock zur Street Parade. Erlaubt ist, was gefällt. Dien einen tragen fast nichts, anders sind mit Bierwesten bewaffnet. Woher diese Jungs wohl kommen? Nein, das ist kein Sonnenbrand, sondern Airbrush. Das Motto auf dem Bauch: Love never ends. Gehört leider zur Street Parade wie der Bumm-Bumm-Sound: Extasy und andere Drogen. Geschickt verhüllt. Oder doch eher enthüllt? Street Parade 2017. Alles kann, nichts muss. Familie Rosamilia aus Hunzenschwil AG kommt seit 26 Jahren an die Street Parade. Teufel und Spartaner vereint am Feiern. Das erste Love-Mobile rollt zum Start: Bald gehts los! Alle Jahre wieder lassen sich die Besucher die phantasievollsten Kostüme einfallen. Die Lasershow sorgte auch für einige faszinierte Raver. Diese Italiener sind schon voll am abfeiern! Da haben sich mal zwei getroffen. Die Love-Mobiles sorgten ordentlich für Stimmung. Hier im Bild ein Truck von einem spanischen Party-Label. Auch auf dem Wasser gab es einige gut besetzte Motorboote. Die acht Bühnen sorgten für Stimmung. Auf der Luftaufnahme kann man die gigantische Menschenmenge gut erkennen. Auch an der diesjährigen Street Parade war die Polizei sehr stark vertreten. Alle Zufahrten auf das Party-Gelände abgesperrt und bewacht. Diese Security-Mitarbeiter haben den Überblick. Leider kein Einzelfall: Mehr als 300 Partygänger mussten ärztlich versorgt werden.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Leser-Reporter R.S. war am Samstag gegen halb fünf Uhr beim Bellevue, als sich ein Mann ziemlich renitent verhielt, erzählt er: «Was dann aber die Security machte, war unverhältnismässig.»

Umfrage
Waren Sie auch an der Street Parade?
15 %
4 %
7 %
74 %
Insgesamt 12544 Teilnehmer

Diese hätten den Mann zu sechst gegen ein Geländer gedrückt und seine Hände mit Kabelbindern festgebunden: «Als er sich wehrte, haben sie ihn brutal zu Boden gedrückt – der Mann blutete dabei aus der Nase.» R.S. ist geschockt: «Ich war selber jahrelang Sicherheitsmann, aber so etwas habe ich noch nie gesehen.» Die Sicherheitsleute hätten mit Kanonen auf Spatzen geschossen: «Ich glaube auch nicht, dass Sicherheitsleute Kabelbinder einsetzen dürfen.»

«Sicherheitsmann hat sich korrekt verhalten»

Darf und musste sie sogar in diesem Fall, sagt Stefan Epli, Sprecher der Street Parade. Aus seiner Sicht hat sich die von der Street Parade engagierte Sicherheitsfirma absolut korrekt verhalten: «Vielleicht hat ja der Augenzeuge nicht die ganze Szene gesehen.»

Laut Epli attackierte der Mann Frauen und dann den Sicherheitsmann: «Deshalb hat dieser Verstärkung aufgeboten, worauf der unter Drogeneinfluss stehende Mann noch aggressiver wurde.» Um Schlimmeres zu verhindern, hätte man ihn dann mit Kabelbindern ruhig stellen müssen: «Die Sicherheitsfirma hat ihn dann der Polizei übergeben.»

(som)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • w8 am 13.08.2017 16:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    so so

    na wenn das mister R.S finden dann wird es wohl so sein. Vielleicht könnte er sich dann nächstes jahr melden und die sicherheit übernehmen

    einklappen einklappen
  • Andi am 13.08.2017 17:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    R.S

    Lieber R.S ich glaube kaum, dass Sie in der Sicherheit gearbeitet haben. Ansonsten würden Sie nicht so einen Blödsinn sagen. Vielleicht haben Sie eine Baustelle bewacht. Vielleicht auch nicht. So wie ich das gelesen habe, möchten Sie sich nur wichtig machen. Vorallem Urteile ich nicht über einen Einsatz wo ich nicht von Anfang an weiss, was vorgefallen ist. Im nachhinein alles besser Wissen. Es ist bei uns so und bei der Polizei ebenso. Nichts kann man euch recht machen. Dann versucht es doch einfach nächstes Jahr selber einmal.

    einklappen einklappen
  • Gast Parde am 13.08.2017 20:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke Sesa

    Jeder weiss es besser obwohl keine Kompetenz vorhanden ist. Die Sicherheitskräfte haben super reagiert. Wie soll man sonst reagieren, wenn ein renitenter unter Drogen und Alkoholstehender Mann Frauen und Sicherheitskräfte attackiert?! Der Sicherheitschef (MH / i) der Parade und seine Leute sind absolute Profis in diesem Bereich. Sind wir froh, dass wir diese haben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Wisser am 13.08.2017 20:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Möchte gerne Polizist werden!!

    Ja Security sind meist Gewalt bereit die warten nur bis sie Drein Schlagen können. Übrigens jeder weiß das man nicht so auf einem Glasdach rum trampelt das ist ein Zeichen an mangelnder Intelegenz .

  • Rob R. am 13.08.2017 20:38 Report Diesen Beitrag melden

    Geschlafen ?

    R.S. hat wahrscheinlich bei der Grundausbildung geschlafen. Natürlich muss man jemanden fixieren, wenn er sich oder andere gefährdet. Menschen unter Drogen entwickeln enorme Kräfte und sind schmerzresistent. Ich habe Situationen erlebt in denen Leute mit Schädelfraktur wieder aufgestanden sind oder sich einer die Augäpfel selbst rausgedrückt hat (no joke...).

  • roll2go am 13.08.2017 20:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    soll einer Zürich verstehen

    Zürich soll laut Juso autofrei werden. Wohl um die Umweltbelastung solcher Monsteranlässe zu egalisieren. Mal ganz abgesehen vom (polizeilichen) Aufwand dabei, Verbrechen und Unglücke dabei zu verhindern!

  • Gast Parde am 13.08.2017 20:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke Sesa

    Jeder weiss es besser obwohl keine Kompetenz vorhanden ist. Die Sicherheitskräfte haben super reagiert. Wie soll man sonst reagieren, wenn ein renitenter unter Drogen und Alkoholstehender Mann Frauen und Sicherheitskräfte attackiert?! Der Sicherheitschef (MH / i) der Parade und seine Leute sind absolute Profis in diesem Bereich. Sind wir froh, dass wir diese haben.

  • Möri Peter am 13.08.2017 20:09 Report Diesen Beitrag melden

    Tanz dich frei.

    Ich persönlich finde es eine Frechheit, was sich der Sicherheitsdienst erlaubt.Ich war auch anwesend. War aber nicht frei. Konnte nicht Tanzen wie ich wollte. Darum weg mit dem Sicherheitsdienst, damit die Leute frei sind.