Drama in ZH-Affoltern

18. November 2012 21:06; Akt: 19.11.2012 08:14 Print

«Ständig gingen Frauen ein und aus»

Eine 31-jährige Schweizerin streckt einen brasilianischen Kickboxer in seiner Wohnung mit fünf Schüssen nieder. Ein Nachbar fand den schwer verletzten Mann in seiner Wohnung.

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Am Samstagabend ereignete sich in einer 3,5-Zimmer Wohnung inmitten einer modernen Siedlung in Zürich-Affoltern eine schreckliche Bluttat. Eine 31-jährige Schweizerin streckte den Brasilianer Luis C.* (34) mit mehreren Schüssen nieder. Über die Motive der Täterin kann nur spekuliert werden. Der direkte Nachbar erzählt, wie er die Tat erlebte und reagierte.

«Erst fielen zwei, dann nochmals drei Schüsse. Sekunden später sah ich durch den Spion, wie die mutmassliche Täterin das Treppenhaus hinunter flüchtete», erzählt Roland Steiner (34). Zuvor hatten sich der Tote und eine Schweizerin heftig gestritten. «Als ich durch die Wand erst ein Wimmern vernahm, kurz darauf auch ein Röcheln durch die Wohnungstür, reagierte ich», so Steiner.

Jegliche Reanimationsversuche vergeblich

Als er die Wohnung betrat, bot sich ihm ein Bild des Schreckens: Luis C. lag zwischen Flur und Küche auf dem Rücken, splitternackt und mit Einschusslöchern in Brustkorb, Hüfte und rechtem Bein. Sein Puls war schwach, seine Augen verdreht. Sämtliche Reanimationsversuche waren vergeblich. Das Opfer verstarb noch am Tatort, wie die Stadtpolizei Zürich bestätigt. Die mutmassliche Täterin konnte sie wenige Meter vom Wohnhaus entfernt festnehmen.

Ein frivoles Liebesleben

Der 1.90-Meter grosse Hüne Luis C. arbeitete als Türsteher und Securitas. In seiner Freizeit stieg er als Amateur-Kickboxer in den Ring. Seine Ex-Frau habe der Vater eines zweijährigen Sohnes vor rund zwei Jahren aus der Wohnung geschmissen, erzählen Nachbarn. Zudem schien er ein sehr aktives Liebesleben geführt zu haben. «Ständig gingen junge hübsche Frauen ein und aus», sagt Hausabwartin Angela Vasapollo. Auch sie habe von ihm ein unmoralisches Angebot erhalten. Einmal habe Luis ausserdem mit blossen Fäusten mehrere Dellen in die Wand geschlagen und eine Tür demoliert.

Jetzt ermittelt die Zürcher Staatsanwaltschaft.

(hit)

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Ausgewählte Leser-Kommentare

R.I.P. mein Freund. Nur die Besten sterben jung – Mike

R.I.P mein Bro, du warst ein aufgestellter und herzensguter Freund... Die Leute die dich gekannt haben werden dich vermissen. Mögest du in Frieden ruhen! – aleks/sevi

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • P.Ramon am 19.11.2012 11:15 Report Diesen Beitrag melden

    R.I.P

    Lebe in Frieden Lois. Du has das nicht verdient.

  • Jolli am 19.11.2012 14:38 Report Diesen Beitrag melden

    Dämliche Berichterstattung!

    1. Interessiert das Liebesleben des Opfers niemanden und 2. So ein braves Unschuldslamm wie das hier geschildert wird war der Typ auch nicht (er war bewaffnet!). Viele im Quartier hatten Angst vor ihm und seinen Kumpanen.

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  • Leserin am 19.11.2012 10:26 Report Diesen Beitrag melden

    befremdliche "Berichterstattung"

    Bei diesem Artikel stellt sich mir die Frage, was uns das Sexleben eines Ermorderten angeht. Wieso nehmen sich die Medien das Recht heraus, die Intimsphäre eines Mordopfers derart mit den Füssen zu treten?Auch ein Toter hat ein Recht auf eine Privatsphäre und dass diese von den Medien respektiert wird.Konzentriert euch doch auf den Fall.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Anonym am 21.11.2012 12:31 Report Diesen Beitrag melden

    Familie

    Das ist traurig...

  • Anonym am 20.11.2012 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    Schluss mit entwürdigenden Kommentaren!!

    Diese albernen Beiträge in der Presse und die Kommentare und Spekulationen von Leuten, die die Personen nicht kannten und nicht dabei waren machen mich wütend. Ich war die Mitbewohnerin von Luis und habe nach der Tat gesehen wie sich die Presse wie Geier auf die Nachbarn gestürzt hat. Ich finde das so entwürdigend. Luis war ein sehr netter Kerl und hat nicht verdient, dass man sich so das Maul über ihn zerreist. Keiner kann Antwort darüber geben was in einem Menschen vorgeht der so etwas tut.. Ich hoffe das Luis seine Ruhe findet, und das ganze Theater nicht miterleben muss!

    • Patrick.O am 21.11.2012 19:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Lasst ihn endlich in ruhe

      Danke. Das sehe ich genau so

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  • Michael Knöpfli am 20.11.2012 00:03 Report Diesen Beitrag melden

    So Sinnlos, wie viele Tötungsdelikte

    So Sinnlos, wie viele andere Tötungsdelikte und doch geschehen sie immer wieder. Er stand x - schwereren Gegner gegenüber, x - Gefährlicheren Szenen war er Meister und Herr der Situation und dann musste er so sterben. Warum auch immer,ich will es wohl gar nie wissen, fakt ist kein Mensch hat das recht über den anderen zu entscheiden zu urteilen egal wie sehr er in seinem Stolz, Ehre oder Gefühlen verletz ist. Luis Du warst einer der Stärksten die ich wohl kannte und doch wurdest Du nun ein Opfer Deiner wenigen schwächen. Ich danke Dir für die guten Zeit und dem Schutz welchen ich in Zürich an

  • Soldat am 19.11.2012 23:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erklärung meines Beitrages

    Da sich offenbar einige über die Armeewaffen- Thematik aufregen: Ja, im Bericht steht nicht, was für eine Waffe gebraucht wurde, und ja, die Entwaffnung der Armee spielt keine echte Rolle bei diesem Drama! Aber solche Themen kommen sonst sehr schnell zur Diskusion!! Ich wollte etwas sarkastisch darauf aufmerksam machen, das offenbar das Geschlecht des Täters eine Rolle dabei spielt, ob die Armee mal wieder an allem Schuld ist oder nicht!

  • Dan The Man am 19.11.2012 23:10 Report Diesen Beitrag melden

    Urteilsfähigkeit überprüfen!

    Es ist erstaunlich, wie viele Leute sich anmassen, in einem Beziehungsdrama urteilsfähig zu sein. Niemand hat eine Ahnung, was sich genau zugetragen hat aber jeder weiss es besser. Egal, ob man das Opfer kannte oder nicht, wer nicht dabei war, sollte beser schweigen, aus Respekt sowohl an die eigene Uwissenheit als auch an Opfer und Trauernde. Und die, welche glauben, dass man für jemanden die Hände ins Feuer legen könne, sollen bedenken: 1. entsteht ein Streit nie wegen einer einzelnen Person und 2. hatte bisher noch niemand Einsicht ins genaue Innenleben eines anderen Mensch...

    • Menschenleben am 20.11.2012 09:44 Report Diesen Beitrag melden

      Wie bitte?

      Ist jetzt das Opfer schuld, wenn es erschossen wird? Weil es zwei braucht zum Streiten. Niemand weiss was vorgefallen ist (wahrscheinlich aber keine Notwehr). Aber sobald man etwas als Beziehungsdrama bezeichnet, wird verharmlost, dass Menschen ermordet oder getötet werden. Interessanterweise wird es bei Leuten aus anderen Kulturkreisen aber als Ehrenmord bezeichnet.

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