Gefährlicher Trend

14. November 2013 10:43; Akt: 14.11.2013 10:43 Print

300 Blendangriffe mit Laserpointern registriert

Rund 300 Mal ist es seit 2011 im Kanton Zürich zu Attacken mit Laserpointern gekommen – vor allem auf Polizisten, Piloten, Lokführer. Die Polizei prüft den Kauf von Schutzbrillen.

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Blendangriffe mit Laserpointern etwa auf Lokführer stellen ein beträchtliches Risiko dar. (Bild: Keystone)

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Laserpointer dienen normalerweise als optische Zeigestäbe bei Vorträgen und Präsentationen, werden aber seit einigen Jahren vermehrt missbräuchlich verwendet. Rund 300 Blendattacken mit Laserpointer sind im Kanton Zürich seit 2011 polizeilich registriert worden. 73 Mal wurden Piloten und 15 Mal Polizeiangehörige geblendet, wie der Regierungsrat in seiner am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage von SVP-Kantonsrat Lorenz Habicher (Zürich) schreibt. Die SBB verzeichnete seit 2011 auf dem Gebiet des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) 90 Blendangriffe auf Personen im Führerstand von Lokomotiven.

Blendangriffe auf Lokführer und Piloten stellten ein beträchtliches Risiko dar, hält die Regierung fest. Wer eine solche Straftat begehe, müsse mit einer Verurteilung wegen Störung des öffentlichen Verkehrs oder wegen einfacher oder schwerer Körperverletzung rechnen. Bisher wurden im Kanton Zürich 40 Personen ermittelt, die Laserpointer missbräuchlich eingesetzt haben. Der Regierungsrat unterstützt deshalb Bestrebungen auf Bundesebene, Laserpointer mit einer Leistung von mehr als einem Milliwatt zu verbieten. In welchem Erlass künftig eine klare gesetzliche Regelung getroffen werde, sei von untergeordneter Bedeutung. Entscheidend sei, dass ein Verbot und Strafbestimmungen rasch erlassen werden.

Polizei testet Schutzbrillen

Im Kanton Zürich hat die Polizei im Sinne einer Sofortmassnahme damit begonnen, bei Personenkontrollen Laserpointer zu konfiszieren, wenn der Verdacht auf eine missbräuchliche Verwendung besteht. Ausserdem prüft die Kantonspolizei in Zusammenarbeit mit dem Forensischen Institut und dem Eidgenössischen Institut für Meteorologie neu auf den Markt kommende Schutzbrillen gegen Laserstrahlen. Erfüllten die Schutzbrillen die technischen Anforderungen, würden sie in einem Tragversuch getestet.

Am Versuch beteiligen sich neben der Zürcher Kantonspolizei die Stadtpolizeien Zürich und Winterthur. Ziel sei, für den polizeilichen Frontdienst möglichst rasch geeignete Schutzbrillen zu beschaffen, schreibt der Regierungsrat.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • swissgr am 14.11.2013 11:50 Report Diesen Beitrag melden

    Unter allem

    Wer sowas macht ist einfach extrem feige und unter aller Massen dumm und falls hier jemand mitlest der sowas macht, jeglichen Respekt und Achtung gehört euch verwehrt und in den Knast solltet ihr. Schutzbrillen sind eine Lösung, obwohl es tragisch ist das es sowas überhaupt braucht. Zudem sollten die Strafen massiv erhöht werden.

  • Dani am 14.11.2013 11:09 Report Diesen Beitrag melden

    Kriegsrechtlich ist das Blenden geächtet

    wie Giftgas ist das Blenden von Gegnern kriegsrechtlich geächtet. Dass gewisse Demonstranten von unserer Politik geschützt werden ist ein Skandal. Was nützen neue Verbote, wenn die nicht umgesetzt werden?

  • Pragmatiker am 14.11.2013 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht Schutzbrillen, durchgreifen!

    Jeder, der so etwas macht sollte wegen versuchter Tötung belangt werden (zumindest bei Piloten und Lokführeren, den hier nimmt der Angreifer Menschenleben in Kauf).

Die neusten Leser-Kommentare

  • John Basler am 14.11.2013 16:26 Report Diesen Beitrag melden

    Gleichgültige Justiz !!

    Die Schweizer Justiz schein ja gar nichts gegen diese Laser zu haben ,da es ja niemand für nötig empfindet richtige Strafen die weh machen zu verhängen !! An Demos müssen ja die anderen ,zum Beispiel die Polizei ihre Augen aufs Spiel setzt ,während die Politiker und Richter die etwas ändern könnten im gemütlichen Wohnzimmer ihren Feierabend geniessen !!

  • Roland Kämpe am 14.11.2013 13:40 Report Diesen Beitrag melden

    Grenzen

    Manche sind der Meinung, dass nur starke Laser gefährlich sind. Das stimmt schlicht nicht. Die Schranke, ab welcher ein Laser die Augen schädigt, liegt bei etwa 1mW. In einen 1mW Laser zu schauen ist - was den Schaden betrifft - vergleichbar mit in die Sonne zu schauen, das ist deshalb "ungefährlich", weil das Auge langsamer geschädigt wird, als man blinzeln (und dann wegschauen) kann. Bei 5mW ist dies schon nicht mehr der Fall und der Schaden ist nun schneller als das Blinzeln. Laser mit bspw 100 mW und mehr schädigen das Auge sofort und dauerhaft. Ab etwa 500mW schmerzt schon der Hautkontakt

  • swissgr am 14.11.2013 11:50 Report Diesen Beitrag melden

    Unter allem

    Wer sowas macht ist einfach extrem feige und unter aller Massen dumm und falls hier jemand mitlest der sowas macht, jeglichen Respekt und Achtung gehört euch verwehrt und in den Knast solltet ihr. Schutzbrillen sind eine Lösung, obwohl es tragisch ist das es sowas überhaupt braucht. Zudem sollten die Strafen massiv erhöht werden.

  • Dandy Warhole am 14.11.2013 11:33 Report Diesen Beitrag melden

    Lösung gibt's

    RUAG's neue Schutzbrille kaufen! 1. werden dadurch schweizer Stellen geschaffen 2. Ist das Produkt effektiv gegen die Attacken 3. Ist diese Brille der einzig zertifizierte Schutz

  • Dani am 14.11.2013 11:09 Report Diesen Beitrag melden

    Kriegsrechtlich ist das Blenden geächtet

    wie Giftgas ist das Blenden von Gegnern kriegsrechtlich geächtet. Dass gewisse Demonstranten von unserer Politik geschützt werden ist ein Skandal. Was nützen neue Verbote, wenn die nicht umgesetzt werden?