Zürich

09. März 2017 15:11; Akt: 09.03.2017 15:15 Print

Linksautonome wollen SVP-Jubiläumsfeier stören

«Kein Galaanlass für die SVP!», fordern Linksautonome und rufen zur Störung der 100-Jahr-Feier der Zürcher SVP im Kongresshaus auf. Polizei und Security sind gewappnet.

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Linksautonome wollen der SVP am 18./19. März «das ganze Wochenende vermiesen». Das jedenfalls war gemäss Aufrufen im Internet der Plan. Am 18. März in Bern wird dies schon mal nicht mehr nötig sein, denn die Demo gegen die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative wurde aus Angst vor Krawallen abgesagt.

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Was den Autonomen noch bleibt, ist die Störung der Jubiläumsfeier 100 Jahre SVP Kanton Zürich am 19. März im Zürcher Kongresshaus. «Alle auf den Bürkliplatz! Gemeinsam gegen Neoliberalismus, rechte Hetze und Rassismus! Kein Galaanlass für die SVP!», schreibt Antifarally dazu auf Facebook. Treffpunkt ist um 13 Uhr bei der Tramhaltestelle Bürkliplatz, also ganz in der Nähe des Kongresshauses.

«Ich bedaure dies sehr»

Bei der SVP weiss man von der geplanten Störaktion: «Ich bedaure dies sehr», sagt Kurt Zollinger, Präsident des Organisationskomitees. «Man will uns einschüchtern, aber eine Absage des Anlasses kommt für uns nicht infrage.» Man nehme die Ankündigung jedoch ernst. «Wir sind uns ja von der Albisgüetli-Tagung Anfeindungen gewöhnt und haben ein entsprechendes Sicherheitsdispositiv aufgezogen.»

Auch die Stadtpolizei Zürich beurteilt die Situation mit Blick auf die neuste Entwicklung laufend neu, wie Sprecherin Judith Hödl sagt: «Wir werden ein entsprechendes Aufgebot bereithalten, um auf Störaktionen reagieren zu können.» Grundsätzlich sei im Kongresshaus aber die SVP für die Sicherheit verantwortlich.

Im Unterschied zum Albisgüetli handelt es sich laut OK-Präsident Zollinger sowieso nicht um eine «hochpolitische» Parteiveranstaltung, sondern um eine Jubiläumsfeier, «zu der jedermann herzlich eingeladen ist – und dies, ebenfalls im Gegensatz zum Albisgüetli, gratis».

Lüpfige Ländler-Musik

Eingestimmt werden die Anwesenden von der «Superländlerkapelle» Carlo Brunner. Danach kriegen sie unter anderem Ansprachen von Alt-Bundesrat und SVP-Chefstratege Christoph Blocher sowie von SP-Regierungspräsident Mario Fehr zu hören. Überdies wird Christoph Mörgeli aus der 100-jährigen Parteigeschichte erzählen und sein Buch vorstellen. Danach heisst es «Hoch die Tassen!» beim offerierten Apéro.

Dass SVP-Anlässe Zielscheibe von Störaktionen sind, kommt immer wieder mal vor. Das weiss Zollinger selber nur zu gut: 2011 wurde er vor der Albisgütli-Tagung angegriffen, am selben Abend, als Hans Fehr nach einer Attacke sogar ins Spital musste. Die letzte grössere Störaktion ereignete sich 2015: Damals warfen linke Chaoten Nebelpetarden gegen einen Wahlkampfanlass der SVP im Zürcher Hauptbahnhof.

(rom)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Olivia am 09.03.2017 15:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SVP

    Soll die Feste feiern wie sie fallen! Würde die SVP so eine " Aktion " starten, dann wäre ganz sicher der Teufel los. Mehr braucht man dazu wohl nicht sagen....

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  • Kontrapunkt am 09.03.2017 15:23 Report Diesen Beitrag melden

    Geht gar nicht!

    Ist doch typisch. Die meisten Demonstrationen in der Schweiz werden von rechten und linken Kravalltouristen missbraucht, um sich gegenseitig niederzuknüppeln. Es geht dabei kaum um Politik. Die SVP-Führung wusste schon, warum sie die MEI-Demo abgeblasen hat. Da wären einerseits die Linksautonomen dagewesen, aber eben auch tiefbraune Leute. Die Schlagzeilen wären also auch auf die SVP zurückgefallen. Bei dieser Jubiläumsfeier sieht das wohl anders aus. Da sind die normalen Leute anwesend und darum soll ein solcher Anlass auch unbedingt durchgeführt werden können.

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  • Olaf Rustle am 09.03.2017 17:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Primitiv

    Wenn man keine Argumente hat, kann man ja immernoch Steine schmeissen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ruedi Weber, Züri am 19.03.2017 17:09 Report Diesen Beitrag melden

    Terror

    Wann wird die ANTIFA endlich als terroristische und staatsfeindliche Organisation klassifiziert, verboten und pfefferscharf verfolgt? Wir Arbeitnehmer und Steuerzahler sind nicht mehr länger bereit, deren Kosten zu übernehmen!

  • Seabreeze am 19.03.2017 15:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Links Extrem

    Wieso redet man von links Autonome? Die sind genauso extrem wie Rechtsextreme

  • Spiegel am 13.03.2017 10:08 Report Diesen Beitrag melden

    Das sind keine "Links"-Autonomen!

    "Links" und "Rechts" sind politische Meinungen. die Medien bezeichnen Randalierer, Prügler und Vandalen immer als "Linksautonom", und das ist grundfalsch. Es ist wie beim Umzug vom 1. Mai: Die, die den Anlass organisieren, haben tatsächlich eine politische Meinung, aber die die randalieren, haben keine - denen geht es ausschliesslich um den Kick. Darum bitte: Im Zusammenhang mit Zerstörungen bitte das Wort "links" nicht mehr benutzen; es ist eine Beleidigung für die wirklich Linken. Danke.

    • Seabreeze am 19.03.2017 15:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Spiegel

      Genau meine Meinung, Linksautonom wird von den Medien benutzt um das Tun schön zu reden. Es sind Chaoten und es hat nichts mit autonom zu tun.

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  • Dieter am 09.03.2017 20:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum?

    Da kann man nur sagen: Wie im Kindergarten. Warum werden gewisse Menschen (Linksautonome) nie erwachsen?

    • Wörni am 19.03.2017 14:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Dieter

      Vielleicht sogar aus besserem Haus und dann getraut dich die Politik nicht mehr.

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  • K S am 09.03.2017 17:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig geht die Schweiz zu grunde

    Wir haben doch freie Meinungsäusserung in diesem Land Schweiz?? Eine bewilligte Demonstration wird nicht durchgeführt weil man Angst vor diesen Linksautonomen hat! Traurige, traurig.