Neue Luxussiedlung

26. März 2013 10:56; Akt: 26.03.2013 10:56 Print

Nachbarn decken Härterei mit Lärmklagen ein

von Tobias Wedermann - Die Anwohner des neuen Maaghof-Parks in Zürich decken den Härterei-Club mit diversen Lärmklagen ein. Der Club arbeitet an mehreren Lösungsmöglichkeiten.

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Der Eingang des Härterei Clubs mit dem neuen Maaghof-West Wohnblock im Hintergrund. (Bild: 20 Minuten/WED)

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Kaum ist der neue Maaghof-Park West fertiggestellt, beschweren sich die Bewohner der neuen Luxuswohnungen bereits über die Lärmemissionen des 100 Meter entfernten Härterei-Clubs.

Darko Soolfrank, Mitinhaber der Maag-Halle, hatte bereits vorausgesehen, dass die neuen Wohnungen zu Problemen führen könnten. «Wir haben von Anfang an den Dialog mit der Eigentümerschaft und den neuen Nachbarn gesucht und sie zu unseren Events eingeladen», sagt Soolfrank. Jedoch sei man auch verwundert über die Beschwerden. «Den Mietern war ja schliesslich bewusst, dass sie an einen pulsierenden Ort ziehen», so Soolfrank. Zur Attraktivität des Kreises 5 trage die Maag-Halle massgeblich bei – es gebe auch Mieter, die gerade deswegen hergezogen seien.

Negativer Höhepunkt am vergangenen Freitag

Nach den ersten Beschwerden wurden direkt erste Massnahmen ergriffen: «Wir haben die Raucherterrasse verlegt und lärmdämmende Elemente im Club installiert.»

Am letzten Freitagabend kam es dann zum negativen Höhepunkt. Der Club musste während der Partynacht die Musik leiser machen. Kurze Zeit später entschieden die Verantwortlichen, die Party vorzeitig zu beenden. «Am Samstag verlief die Partynacht jedoch wieder ohne Zwischenfälle», ergänzt Soolfrank.

Judith Hödl, Sprecherin der Stadtpolizei Zürich, bestätigt die diversen Lärmklagen: «Die Situation ist seit dem Neubau neu zu bewerten.» Man sei aber mit den Clubverantwortlichen in Kontakt, um eine Lösung zu finden.

«Eine Lösung, die für alle verträglich ist»

Da 2015 auch der zweite Teil des Maaghof-Parks fertig gestellt wird, der noch näher an der Härterei ist, überlegt man sich gemäss Darko Soolfrank verschiedene Szenarien – wie beispielsweise eine Verlegung in eine andere Räumlichkeit der Maag-Halle. «Wir sind daran interessiert eine Lösung zu finden, die für alle verträglich ist.»

Für das kommende Osterwochenende müssen sich die Härterei-Gäste jedoch keine Sorgen machen. «Wir haben drei grossartige Partys vor uns, die zu hundert Prozent stattfinden werden», verspricht Soolfrank.

Ob die Partys in der Härterei oder in einer anderen Eventlocation der Maag Halle veranstaltet werden, entscheidet sich in den nächsten Tagen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Büezer am 26.03.2013 12:42 Report Diesen Beitrag melden

    Ja ne ist klar...

    ...neben die Disco ziehen und sich dann über den Lärm beklagen. Neben der Kirche wohnen und sich über das Glockengeläute beschweren. Neben die Bahngleise ziehen und die SBB verklagen. Auf das Land ziehen und sich über die Kuhglocken ärgern. Wie kindisch ist das denn? Ein bisschen mitdenken wäre schon angebracht.

  • Maaghof am 27.03.2013 10:01 Report Diesen Beitrag melden

    Anwohner

    Ich wohne im Maaghof und kann die Lärmklagen nicht wirklich nachvollziehen. Es ist tatsächlich so, dass man den Bass hämmern und die Leute auf der Raucherterrasse hört, allerdings nur wirklich, wenn man im Bett liegt und sowieso empfindlicher auf Geräusche ist. Dann höre ich aber auch die Züge und alles was sonst noch so Lärm von sich gibt. Willkommen in der Grossstadt! Bei der Härterei ist es mit den neuen Lärmschutzmassnahmen übrigens bedeutend besser geworden. Zudem wird das neue Gebäude bald stehen, dann ist eh Ruhe. Meine Empfehlung: am Weekend Oropax rein oder rüber gehen und mitfeiern!

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  • Babup am 28.03.2013 12:24 Report Diesen Beitrag melden

    Gegen die Verbiederung der Stadt

    10:0 für die Härterei, wenn man die Kommentare liest und sich Bisschen umhört! Das es JETZT ein "Wohngebiet" ist ist nicht relevant, bevor man einzieht, muss man halt schauen was rundherum ist... Die Langstrasse ist auch ein Wohngebiet und man hat keine Ruhe in der Nacht. So einfach und simpel ist es. Ob Bonzen oder nicht... spielt keine Rolle.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ticket4free am 29.03.2013 00:55 Report Diesen Beitrag melden

    Stadt Zürich?Polzeistaat? Wer hat schuld

    Die Magghalle gibt es seit 10 Jahren,vor 4 Jahren wurde dann der Club eröffnet.Das Wohnaus gibt es seit ca.4 Monaten.Dort ist schon so manch ein Star aufgetreten.(LadyGaga,Hurts,Bombay Street,Sunrise Avenue und und und) Das soll nun alles vorbei sein. Weil sich ein paar Personen von dem Lärm gestört fühlen. Mich stört allerdings der Anblick des Hauses(erinnert an einen Plattenbau der DDR) Anstatt die Anwohner mal eine Konversation mit den Betreibern gesucht hätten,rufen sie lieber 117. Nun werden viele Leute Arbeitslos.Danke liebe Maaghof Anwohner !

  • I.D. am 28.03.2013 15:18 Report Diesen Beitrag melden

    Club-Sterben in Zürich?

    Aber unbedingt im IN-Viertel Zürich-West wohnen, oder? Nach dem Abart nun die Härterei, what's next?

  • Babup am 28.03.2013 12:24 Report Diesen Beitrag melden

    Gegen die Verbiederung der Stadt

    10:0 für die Härterei, wenn man die Kommentare liest und sich Bisschen umhört! Das es JETZT ein "Wohngebiet" ist ist nicht relevant, bevor man einzieht, muss man halt schauen was rundherum ist... Die Langstrasse ist auch ein Wohngebiet und man hat keine Ruhe in der Nacht. So einfach und simpel ist es. Ob Bonzen oder nicht... spielt keine Rolle.

  • genervteZHin am 28.03.2013 12:22 Report Diesen Beitrag melden

    unverschämtheit...

    dan packt eure sachen und verschwindet von dort, ganz einfach! man zieht doch nicht in eine gegend und beklagt sich dan! ich habe um meine siedlung einen naherholungsgebiet, lieber staat, das sind mir zu viel bäume, bitte entfernt diese, das passt mir nicht *ironie-off*.. unglaublich diese gesellschaft echt!!

  • Christoph Gysi am 28.03.2013 10:06 Report Diesen Beitrag melden

    Urbanität und Erdgeschossnutzungen

    Innerstädtische Atmosphäre und Urbanität werden nicht zuletzt durch Erdgeschossnutzungen erzeugt. Diese ziehen Publikum und Leben an. Wenn die Härterei und später die Maag-Halle abgerissen werden, herrscht Ruhe. Diese Grabesruhe kann bereits heute genossen werden, wenn keine Veranstaltungen im Maag Areal sind. Dann "tötelets" rund um den Primetower, nur der kalte Wind ist zu spüren. Bye bye little New York Feeling! Dies sollten sich die planenden Grundeigentümer und Bewohner bei der Bereinigung des Quartiers gut überlegen. Die Pendler zu den Büroarbeitsplätzen reichen nicht für Lebendigkeit.