Velos

12. Juli 2012 21:46; Akt: 12.07.2012 21:53 Print

Feuchttüchlein für mehr Toleranz

von Roman Hodel - Autofahrer sollen am rechten Strassenrand eine Gasse für Velos frei halten. Am Freitag startet die Polizei eine Kampagne.

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Erfrischungstüchlein. (Bild: rom)

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Wenn einem in den kommenden Wochen ein Bike-Polizist an die Autoscheibe klopft, muss dies nicht wegen einer eben begangenen Verkehrssünde sein. Im Ge­genteil – man erhält von ihm sogar ein Give-away in Form eines Erfrischungstüchleins mit der Botschaft «Eine Gasse fürs Velo». So heisst die Kampagne, die die Stadtpolizei Zürich startet.

«Damit wollen wir bei Autofahrern die Akzeptanz gegenüber denjenigen Velofahrern fördern, die sich korrekt im Strassenverkehr verhalten», sagt Stapo-Sprecher Michael Wirz und schiebt nach: «Viele Unfälle könnten durch mehr Rücksichtnahme und partnerschaftliches Verhalten zwischen den einzelnen Verkehrsteilnehmenden verhindert werden.»

Pro Velo Zürich begrüsst Kampagne

Konkret sollen Autofahrer in stehenden Kolonnen und bei genügend breiter Fahrbahn am rechten Strassenrand eine Gasse für Velofahrer frei lassen. Dadurch wird laut Wirz verhindert, dass diese etwa verbotenerweise aufs Trottoir ausweichen und dort Fussgänger gefährden. «Die 73 Bike-Polizistinnen und -Polizisten werden auf ihren täglichen Patrouillen im Gegenzug aber auch Velofahrer dafür sensibilisieren, dass das Trottoir für sie tabu ist», betont Wirz.

Pro Velo Zürich begrüsst die Kampagne. Geschäftsführer Dave Durner: «Wir erwarten zwar nicht, dass sich die Situation deswegen schnell bessert – doch jede Aktion zur Lockerung des angespannten Klimas auf der Strasse bringt auf Dauer etwas.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sandra am 14.07.2012 13:47 Report Diesen Beitrag melden

    Ich pfeif auf Akzeptanz,

    schliesslich akzeptieren die Velofahrer auch keine Verkehrsregeln! Die sollen erst mal lernen, wie man sich im Verkehr benimmt - dann erst werde ich vielleicht eine Velogasse freihalten, nur vielleicht ...

  • Steff am See am 13.07.2012 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    zur Arbeit mit dem Velo

    Bike to work aber nur auf speziellen Velorouten.Alles andere ist nicht nur für Velofahrer sehr gefährlich.Gerade in Stosszeiten bei dichtem Verkehr in der Stadt ist es sehr schwierig immer und überall eine Gasse offen zu halten.Da gerade in Zürich das Verkehrsproblem in den Fünfzigerjahren nicht richtig angegangen wurde und noch heute sich Politiker mit fadenscheinigen Lösungen profilieren wollen kann man nur auf den gesunden Menschenverstand jedes einzelnen Verkehrsteilnehmers hoffen.Der Schwerverkehr hat in der Stadt nichts zu suchen und ein Autobahnring um die Stadt ist die Lösung.

  • Anneliese Hofer am 15.07.2012 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    Böse velofahrer?

    Autofahrer( auch gehöre dazu)können auch auf Fahrrad wegen fahren.leider wird von beiden Seiten wenig Rücksicht genommen.nur verteufeln bringt nichts.bedenken wir dass Radfahrer keine Blechhülle haben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Anneliese Hofer am 15.07.2012 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    Böse velofahrer?

    Autofahrer( auch gehöre dazu)können auch auf Fahrrad wegen fahren.leider wird von beiden Seiten wenig Rücksicht genommen.nur verteufeln bringt nichts.bedenken wir dass Radfahrer keine Blechhülle haben.

  • Manfred Mann am 14.07.2012 15:29 Report Diesen Beitrag melden

    Gasse frei für wen?

    Gassen werden meiner Erfahrung nach von Roller- und Töfffahrern genutzt, um (verbotenerweise) stehende Auto-Kolonnen zu überholen.

  • Sandra am 14.07.2012 13:47 Report Diesen Beitrag melden

    Ich pfeif auf Akzeptanz,

    schliesslich akzeptieren die Velofahrer auch keine Verkehrsregeln! Die sollen erst mal lernen, wie man sich im Verkehr benimmt - dann erst werde ich vielleicht eine Velogasse freihalten, nur vielleicht ...

  • Christian Kaufmann am 14.07.2012 11:56 Report Diesen Beitrag melden

    rechts überholen.

    Ich finde die Gasse bilden für Velo-Fahrer falsch. Ich schliesse die Gasse immer gegen Richtung der Kreuzung. Somit versuche ich zu verhindern, das ein Velo-Faher, wie IMMER, rechts überholt. Kann ja nicht sein, dass die Velo-Faher sich nicht anpassen können. Jeder ist selber Schuld, wenn ein Autofahrer ein Velo umfährt, wenn es recht überholt. (Rechtüberholen wird ja normalerweise bei anderen Verkehrsteilnehmern mit Briefentzug bestraft. Und wir sollen eine Gasse für die schwächsten bilden. Totaler SCHWACHSINN!!!)

  • Stephan Lauterburg am 13.07.2012 21:18 Report Diesen Beitrag melden

    Respekt bei so viel Egoismus? Nein Danke

    Ich fahre jeden Tag nach der Arbeit durch die Stadt Zürich. Fazit: Velos fahren bei Rot über die Kreuzung, mal auf dem Trottoir, dann auf der Strasse, etc. Kein Respekt vor den Regeln. Wie soll ich da Respekt walten lassen, bei so viel Egoismus?