Uster ZH

27. März 2014 10:33; Akt: 27.03.2014 13:58 Print

Schüler verletzt Lehrer mit Laserpointer

Ein 15-jähriger Schüler hat an der Berufswahlschule Uster eine Laser-Attacke auf einen Lehrer verübt. Gegen den Täter läuft nun eine Anzeige wegen Körperverletzung.

storybild

Hier an der Berufswahlschule Uster passierte die Laser-Attacke. (Bild: Leser-Reporter)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Ein Schüler hat am Montag an der Berufswahlschule Uster mit einem Laserpointer auf einen Lehrer gezielt. Der Lehrer sei daraufhin ins Spital gebracht worden, berichtet ein Leser-Reporter.

Carmen Surber, Sprecherin der Kantonspolizei Zürich, bestätigt den Vorfall. «Es wurde eine Anzeige wegen Körperverletzung eingereicht.» Beim mutmasslichen Täter handle es sich um einen 15-jährigen Schweizer. Über das Motiv für den Angriff sowie den Gesundheitszustand des Opfers könne sie keine Angaben machen. Laut dem Leser-Reporter hatte der Lehrer Glück, dass er durch die Attacke nicht erblindete.

«Ein Missgeschick»

Daniel Artmann, Schulleiter der Berufswahlschule Uster, sagt zu 20 Minuten, der Vorfall sei während der Pause passiert. «Nach unserem jetzigen Kenntnisstand handelte es sich nicht um einen gezielten Angriff, sondern um ein Missgeschick des Schülers.»

Zur Klärung des Vorfalls arbeite die Schule mit dem Jugenddienst der Kantonspolizei Zürich zusammen. Der Lehrer befindet sich laut Artmann noch immer in medizinischer Behandlung, der Schüler wurde vom Unterricht dispensiert. Welche Konsequenzen das Ganze für den Jugendlichen habe, werde man entscheiden, wenn die polizeilichen Ermittlungen abgeschlossen sind.

Laserpointer sollen an Schule verboten werden

Artmann sagt, es handle sich um den ersten derartigen Vorfall an seiner Schule. In der Hausordnung sei das Mitbringen von Laserpointern in die Schule bisher nicht verboten. «Dies will sie nun aber ändern», so Artmann.

Sämtlichen über 200 Schülern habe man mittlerweile einen Präventionsfilm vorgeführt, der die Gefahren aufzeigt, die von Laser ausgehen. «Diese sind vielen offenbar gar nicht bewusst.» Zudem werde man den Eltern einen Brief schicken, dem ein entsprechendes Merkblatt beigelegt werde. Ein Kollege des Täters bestätigt 20 Minuten, dass der Schüler nicht vorgehabt habe, den Lehrer zu verletzten: «Er hat zwar auf ihn gezielt, dass dem Lehrer etwas passiert, wollte er aber nicht.»

Wissen Sie etwas über den Vorfall? Schreiben Sie ein Mail an feedback@20minuten.ch und geben Sie auch Ihre Telefonnummer an.

(lüs)


Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • user am 27.03.2014 10:41 Report Diesen Beitrag melden

    meinung

    hoffe der schüler bekommt die volle härte des gesetzes zu spüren!!!

    einklappen einklappen
  • michael am 27.03.2014 11:07 Report Diesen Beitrag melden

    Geht so nicht

    Ein Motiv für den Angriff wird auch schwer zu finden sein - Jux und Dollerei wird es gewesen sein, und das es cool ist, so einen verbotenen Laserpointer zubesitzen und noch cooler vor seinen Freunden, ihn zu benutzen. Aufklärung beim Rest der Schüler und spürbare Bestrafung beim Täter wäre angesagt !

    einklappen einklappen
  • Bruno Lässer am 27.03.2014 11:13 Report Diesen Beitrag melden

    Laser - Attacken

    Endlich einmal ein Laserangriff, bei dem man den Täter offenbar erwischte. Ermittlungen sind bei diesen hinterhältigen Attacken naturgemäss sehr schwierig. Nun aber den Typen hart und exemplarisch bestrafen, nur das nützt. Bloss nicht damit kommen, dass der Täter ja erst 15 sei. In diesem Alter ist man reif genug, um die Tragweite solcher Angriffe zu erkennen. Und das Fachwissen über diese gefährlichen Laser ist in einschlägigen Kreisen in der Regel erstaunlich hoch, Unwissenheit ist hier nicht vorzuschützen.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Rb am 27.03.2014 12:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles verbieten

    Ja genau, verbietet sofort alle Laserpointer in der Schule und auch alle Bleistifte, Lineals, Zirkel, Füllis, Z' Nünlist Brötli, Colas, Etuis, Pausenkafee, und, und, und

  • Physiker am 27.03.2014 12:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    100 mW enzündet Papier

    Das Problem ist die Leistung des Lasers. Erlaubt in der Schweiz sin laser mit einer Ausgangsleistung von weniger als 0.001 Watt (1 mW). Idee dahinter ist, dass der Augenliedreflex (automatisches Augen schliessen wegen dem grellen licht, ca. 25 millisec. Reaktionszeit) schnell genug ist um Schaden zu verhindern. Unterdrückt man diesen Reflex (längere Einwirkzeit) oder ist die Leistung stärker (mehr Wirkung in den 25 ms), kann das Auge verbrannt werden (=Sehbeeinträchtigung bis blind). "illegale" Laser aus dem Ausland haben oft deutlich mehr Leistung, üblich 5 mW, gibt auch pointer mit 1000 mW

  • Bürger Chris am 27.03.2014 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    Denn sie wissen nicht, was sie tun ...

    Mehr gibt's da nicht zu sagen. Konsequenzen, jedes Handeln hat irgendwelche Konsequenzen! :-)

  • skeptiker am 27.03.2014 12:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    eher unwahrscheinlich

    das muss aber ein starker laser sein mind. 200mW+ auf denen ist aber ausdrücklich geschrieben dass sie sehr gefährlich sind und damit nicht auf menschen etc. gezielt werden darf. ich glaube dass ist einfach eine übertriebene geschichte

  • Urs M. am 27.03.2014 12:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Missgeschick! ?

    Was hat ein Laserpointer in der Schule zu suchen? Ich hoffe dass diesem Früchtchen tüchtig der Marsch geblasen wird. Wehret den Anfängen! Nächstens nimmt er eine Pistole mit und wenn sich dann ein Schuss löst? " Dumm gelaufen wollte ich nicht!"